Ayyalonia dimentmani
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| Ayyalonia dimentmani | ||||||||||||
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| Datei:AYYALONIA DIMENTMANI.JPG
Ayyalonia dimentmani, Körperlänge ca. 1,7 mm, fotografiert am Fundort in der Ajalon-Höhle | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Tribus | ||||||||||||
| Ayyaloniini | ||||||||||||
| Ćurčić, 2008 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Ayyalonia | ||||||||||||
| Ćurčić, 2008 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Ayyalonia dimentmani | ||||||||||||
| Ćurčić, 2008 |
Ayyalonia dimentmani ist eine in der israelischen Ajalon-Höhle endemische Art der Pseudoskorpione.
Entdeckung[Bearbeiten]
Die Ajalon-Höhle befindet sich in einem Kalksteinbruch etwa vier Kilometer südöstlich der Stadt Ramla, etwa 24 Kilometer vom Mittelmeer entfernt im israelischen Zentralbezirk.<ref Name="Ćurčić 332"/> Im März 2006 wurde bei Arbeiten mit einem Bulldozer ein Eingang zur Höhle freigelegt.<ref Name="Tsurnamal 488"/> In der Höhle fanden hinzugezogene Wissenschaftler acht neue Arten von Wirbellosen, darunter Ayyalonia dimentmani.<ref Name="Ćurčić 332"/>
Merkmale[Bearbeiten]
Ayyalonia dimentmani ist ein augenloser Pseudoskorpion von hellbrauner bis gelblich-weißer Farbe und etwa 2,6 bis 2,8 Millimetern Gesamtlänge, von der etwa 1,6 bis 1,7 Millimeter auf den Körper entfallen.<ref Name="Ćurčić 335"/> Der Art fehlt das Epistom, ein kleiner Fortsatz des Cephalothorax oberhalb des Mundes. Auf der Chela sitzen keine chemosensorischen Setae.
Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]
Aufgrund der festgestellten morphologischen Unterschiede zu den bislang beschriebenen Pseudoskorpionen der Familie Chthoniidae, wurde Ayyalonia dimentmani in die gleichfalls neue Tribus Ayyaloniini gestellt.<ref Name="Ćurčić 333–338"/> Die anderen beiden Triben der Chthoniidae sind die Chthoniini und die Tyrannochthoniini.
Zur wissenschaftlichen Bestimmung der Art dienten acht von Israel Na’aman im Juni 2006 in der Ajalon-Höhle gesammelte und konservierte Tiere, jeweils vier männliche und weibliche Exemplare.<ref Name="Ćurčić 334"/> Die untersuchten Tiere stammten aus den Sammlungen des Instituts für Zoologie der Universität Belgrad und der Hebräischen Universität von Jerusalem.<ref Name="Ćurčić 333"/> Der Holotyp ist ein weibliches Tier, als Allotyp für die Beschreibung der Tribus wurde ein männliches Tier herangezogen, die übrigen sechs Exemplare sind Paratypen.<ref Name="Ćurčić 334"/>
Mit dem Namen der Gattung wurde auf die Ajalon-Höhle als Typuslokalität Bezug genommen, die wiederum in dem bereits im Alten Testament (Vorlage:Bibel/Link) genannten Tal von Ajalon liegt. Der Artname ehrt den israelischen Naturforscher Chanan Dimentman.<ref Name="Ćurčić 334"/>
Ökologie[Bearbeiten]
Die Ajalon-Höhle bildete bis zu ihrer Freilegung ein von der Außenwelt abgeschlossenes Ökosystem, in das wegen einer darüber liegenden und Dutzende Meter starken Kalksteinschicht weder Wasser noch organisches Material von der Oberfläche eindringen konnte.<ref Name="Ćurčić 332"/> Die Höhle besteht neben einer Anzahl von Gängen aus einer großen Kammer mit einem See, in dem sich salzhaltiges Grundwasser mit einer hohen Konzentration von Schwefelwasserstoff befindet.<ref Name="Levy 91"/> Das Ökosystem der Ajalon-Höhle basiert auf der von großen Mengen schwefeloxidierender Bakterien produzierten Biomasse.<ref Name="Ćurčić 332"/> An Höhlentieren fand man neben Ayyalonia dimentmani lebende Populationen von Krebstieren, Fischchen und Springschwänzen, sowie etwa dreißig leere Hüllen des Skorpions Akrav israchanani.<ref Name="Ćurčić 332"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. (Ayyaloniini n. Trib., Chthoniidae, Pseudoscorpiones) from a cave in Israel. In: Archives of Biological Sciences, Band 60, Nummer 3, S. 331–339, doi:10.2298/ABS0803331C.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref Name="Ćurčić 332">Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. from a cave in Israel, S. 332.</ref> <ref Name="Ćurčić 333">Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. from a cave in Israel, S. 333.</ref> <ref Name="Ćurčić 333–338">Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. from a cave in Israel, S. 333–338.</ref> <ref Name="Ćurčić 334">Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. from a cave in Israel, S. 334.</ref> <ref Name="Ćurčić 335">Božidar P. M. Ćurčić: Ayyalonia dimentmani n. g., n. sp. from a cave in Israel, S. 335.</ref> <ref Name="Levy 91">Gershom Levy: The first troglobite scorpion from Israel and a new chactoid family (Arachnida: Scorpiones). In: Zoology in the Middle East, Band 40, Nummer 1, 2007, S. 91–96, hier S. 91, doi:10.1080/09397140.2007.10638209.</ref> <ref Name="Tsurnamal 488">Moshe Tsurnamal: A new species of the stygobiotic blind prawn Typhlocaris Calman, 1909 (Decapoda, Palaemonidae, Typhlocaridinae) from Israel. In: Crustaceana, Band 81, Nummer 4, S. 487–501, hier S. 488, doi:10.1163/156854008783797534.</ref> </references>