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Backenklee

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Backenklee<ref name="FdG" /><ref name="ExF565" /> (Dorycnium) war eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Die etwa zehn Arten kommen vom Mittelmeerraum bis zu den Kanarischen Inseln und nach Westasien vor und gehören nach molekulargenetischen Daten zur Gattung Hornklee (Lotus).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die früher in Dorycnium eingeordneten Arten sind sommer- oder wintergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Kleinsträucher. Die grünen Zweige sind dünn, gerieft und fein behaart.<ref name="FdG" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind sitzend. Die unpaarig gefiederten Blattspreiten bestehen aus fünf oder sieben ganzrandigen Fiederblättchen oder aus drei endständigen und zwei ähnlich Nebenblättern am Grund angeordneten Blättchen. Die eigentlichen Nebenblätter sind vollständig verkümmert.<ref name="FdG"/>

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten sind in achselständigen, köpfchenförmigen Blütenständen an den Enden der Sprossachsen angeordnet.<ref name="FdG" />

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen und der Kelch endet regelmäßig fünfzähnig oder schwach zweilippig. Die fünf weißen bis hell-rosafarbenen Kronblätter bilden eine für Schmetterlingsblütler typische Blütenkrone mit einer meist schwarzvioletten Schiffchenspitze. Die Flügel besitzen eine Aufwölbung („Backe“, die zum deutschen Trivialnamen der Gattung geführt hat).<ref name="ExF565"/> Von den zehn Staubblättern sind neun verwachsen und eines frei. Das einzelne Fruchtblatt ist oberständig.<ref name="FdG" />

Die Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 3 bis 12 Millimetern rundlich bis eiförmig und enthalten ein bis viele Samen.<ref name="FdG"/>

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Dorycnium eriophthalmum
Datei:Dorycnium graecum 2.jpg
Dorycnium graecum
Datei:Dorycnium germanicum 2.jpg
Deutscher Backenklee (Dorycnium pentaphyllum subsp. germanicum)
Datei:Dorycnium herbaceum in Jardin botanique de la Charme 02.jpg
Krautiger Backenklee (Dorycnium pentaphyllum subsp. herbaceum)
Datei:Dorycnium spectabile (Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo).jpg
Dorycnium spectabile

Die Gattung Dorycnium wurde 1754 durch Philip Miller in The Gardeners Dictionary ... Abridged ..., 4. Auflage aufgestellt.<ref name="GRIN"/><ref name="Tropicos" /> Der von Miller gewählte Gattungsname Dorycnium wurde vor der Einführung der binären Nomenklatur durch Carl von Linné für zwei völlig verschiedene Pflanzensippen verwendet, nämlich für die Ölbaumblättrige Winde (Convolvulus oleifolius) und für nicht mehr genau bestimmbare giftige Pflanzen eventuell aus der Gattung der Nachtschatten (Solanum).<ref name=Gen/>

Die Gattung Dorycnium gehört zur Tribus Loteae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae.<ref name="GRIN"/>

Zeitweise wurden die etwa zehn Arten von einigen Autoren<ref name="Allan2003"/> in die Gattung Hornklee (Lotus), in Lotus sect. Dorycnium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mill.) D.D.Sokoloff und Lotus sect. Bonjeanea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Reichenb.) D.D.Sokoloff<ref name=sect/> eingeordnet<ref name="GRIN" />.

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Dorycnium umfasst den Mittelmeerraum, den Nordwesten Afrikas und die Kanarischen Inseln.<ref name="FdG"/>

Es gibt etwa zehn Dorycnium-Arten:<ref name="ILDIS" />

Verwendung[Bearbeiten]

Vertreter der Gattung werden nur selten kultiviert.<ref name="FdG"/>

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive > <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Dorycnium bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FdG"> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 451–452. </ref> <ref name="ExF565"> Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5, S. 565. </ref> <ref name=Gen> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 215 (Nachdruck von 1996), S. 215. </ref> <ref name="ILDIS"> Dorycnium in die Suchmaske bei ILDIS = International Legume Database & Information Service eingeben. </ref> <ref name="Allan2003"> G. J. Allan, E. A. Zimmer, W. L. Wagner, D. D. Sokoloff: Molecular phylogenetic analyses of tribe Loteae (Leguminosae): implications for classification and biogeography. In: Advances in legume systematics. Band 10, 2003, S. 371–393. </ref> <ref name=sect> D. D. Sokoloff: On taxonomy and phylogeny of the tribe Loteae DC. (Leguminosae). In: Bjulleten' Moskovskogo Obscestva Ispytatelej Prirody, Otdel biologiceskij (Bulletin of Moscow Society of Naturalists, Biology Series). Band 108, Nr. 3, 2003, S. 35–48 (hier: S. 43), (DJVU-Datei; 9 MB) (russ.). </ref> <ref name="Arechavaleta2009"> M. Arechavaleta, S. Rodríguez, N. Zurita, A. García (Hrsg.): Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lista de especies silvestres de Canarias. Hongos, plantas y animales terrestres. 2009 (Memento vom 15. November 2011 im Internet Archive; PDF; 12,5 MB), Gobierno de Canarias 2010, ISBN 978-84-89729-21-6, S. 133. </ref> <ref name="Euro+Med"> ILDIS World Database of Legumes 2010: Fabaceae. Datenblatt Dorycnium In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dorycnium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien