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Backhousia

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Backhousia
Datei:Gardenology.org-IMG 2279 rbgs11jan.jpg

Backhousia citriodora

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Myrtoideae
Tribus: Backhousieae
Gattung: Backhousia
Wissenschaftlicher Name
Backhousia
Hook. & Harv.

Backhousia ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die etwa zwölf Arten kommen ursprünglich nur in den australischen Bundesstaaten Queensland, New South Wales und Western Australia vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Backhousia myrtifolia.jpg
Illustration von Backhousia myrtifolia
Datei:Backhousia citriodora LeavesFlowers BotGard0906.jpg
Zweig mit Laubblättern und Blütenständen von Backhousia citriodora
Datei:Cinnamon myrtle flower and leaf.jpg
Zweig mit gegenständigen Laubblättern und Blütenstand von Backhousia myrtifolia
Datei:Backhousia sciadophora - base-March-1997.jpg
Stamm mit Brettwurzeln von Backhousia sciadophora

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Backhousia-Arten wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume. Sie enthalten ätherische Öle.<ref name="NSWFo" />

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Auf den einfachen Blattspreiten sind die Blattadern deutlich erkennbar. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.<ref name="NSWFo" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die seiten- oder endständigen Blütenstände sind je nach Art unterschiedlich aufgebaut. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf oder selten vier freien, auffälligen, haltbaren Kelchblätter sind manchmal kronblattartig. Die fünf oder selten vier freien, haltbaren Kronblätter sind meist kleiner als die Kelchblätter. Die vielen fertilen, freien Staubblätter sind in mehreren Kreisen angeordnet. Zwei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In zentralwinkelständiger Plazentation sind wenige Samenanlagen U-förmig angeordnet. Der schlanke Griffel endet in einer einfachen Narbe.<ref name="NSWFo" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Es werden meist dünnwandige Schließfrüchte, selten Spaltfrüchte gebildet, die meist nur einen oder zwei Samen enthalten. Kelch- und/oder Kronblätter sind auf den Früchten erkennbar. Die Samen sind abgeflacht eiförmig.<ref name="NSWFo" />

Systematik, Verbreitung und Gefährdung[Bearbeiten]

Die Backhousia sind die namensgebende Gattung der Tribus Backhousieae der Myrtoideae.<ref name="GRIN" /> Die Gattung wurde 1845 durch William Jackson Hooker und William Henry Harvey aufgestellt.<ref name="tropicos" /><ref name="APNI" /> Der Gattungsname ehrt James Backhouse (1794–1869), einen englischen Geistlichen und Botaniker, der Pflanzen in Australien sammelte.<ref name="Burkhardt2018" /> Als Lectotypus wurde 1956 Backhousia myrtifolia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. & Harv. festgelegt.<ref name="APNI" />

Die Gattung Backhousia kommt in Australien in den Bundesstaaten Queensland (zwölf Arten), New South Wales (vier Arten) und Western Australia (eine Art) vor.<ref name="NSWFo" /><ref name="APNI" /> Keine Art gilt als bedroht.<ref name="EPBCredList" /> Es gibt 13 Backhousia-Arten:<ref name="WCSP" /><ref name="APNI" />

Nutzung[Bearbeiten]

Die intensiv nach Zitronen duftende Backhousia citriodora wird als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.<ref name="NSWFo" /> Ihre Blätter werden ebenso als Gewürz genutzt wie die von Backhousia myrtifolia (Zimtaroma) und Backhousia angustifolia (Curry).<ref>Zitronenmyrte, Zimtmyrte, Currymyrte im Lebensmittellexikon.</ref>

Quellen[Bearbeiten]

  • Mark G. Harrington, Betsy R. Jackes, Matthew D. Barrett, Lyn A. Craven, Russell L. Barrett: Phylogenetic revision of Backhousieae (Myrtaceae): Neogene divergence, a revised circumscription of Backhousia and two new species. In: Australian Systematic Botany. Volume 25, Issue 6, 2012, S. 404–417, doi:10.1071/SB12015.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="NSWFo"> Peter G. Wilson: Eintrag in der New South Wales Flora Online. letzter Zugriff am 22. Januar 2013.</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1].</ref> <ref name="tropicos"> Backhousia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="APNI"> Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. letzter Zugriff am 22. Januar 2013</ref> <ref name="EPBCredList"> EPBC Act List of Threatened Flora. letzter Zugriff am 22. Januar 2013</ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • J. J. Brophy, R. J. Goldsack, C. J. Fookes, P. I. Forster: Leaf oils of the genus Backhousia (Myrtaceae). In: Journal of Essential Oil Research. Volume 7, 1995, S. 237–254.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Backhousia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien