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Bahnhof Osterburken

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Osterburken
Datei:Osterburken Bahnhof 225 20220709 1300.jpg
Blick von Brücke Adelsheimer Straße nach Südwesten
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung TO<ref>Abkürzung</ref>
IBNR 8000295
Preisklasse 4
Eröffnung 1866
Profil auf bahnhof.de Osterburken
Lage
Stadt/Gemeinde Osterburken
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 25′ 48″ N, 9° 25′ 22″ OKoordinaten: 49° 25′ 48″ N, 9° 25′ 22″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Osterburken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg

Der Bahnhof Osterburken liegt an der Frankenbahn und an der Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken und ist somit ein Eisenbahnknoten. Bedient wird er von Regionalbahnen, Regional-Express-Zügen und der S-Bahn RheinNeckar.

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof befindet sich ca. 300 Meter von der Osterburkener Innenstadt entfernt. Die Bahnanlagen laufen parallel zur Kirnau im Osten und der Bahnhofstraße im Westen. Die Adelsheimer Straße überspannt den nördlichen Bahnhofskopf mit einer Brücke.

Das Relaisstellwerk Of befindet sich im südlichen Bahnhofsvorfeld westlich der Anlagen, das ablösende elektronische Stellwerk am südlichen Ende des Bahnsteigs 1.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen (K.W.St.E) eröffneten den Bahnhof 1866 als Endpunkt der Teilstrecke von Heilbronn nach Osterburken an der Unteren Jagst- und Neckarbahn, heute ein Teil der Frankenbahn. Zeitgleich wurde die Bahnlinie Mannheim–Würzburg (Badische Odenwaldbahn) eröffnet.

Ende März 1945 wurde ein „Evakuierungs“-Zug mit KZ-Häftlingen aus dem KZ Neckarelz drei Tage lang vor dem Ort abgestellt. Dabei starben neun Personen, die in einem Sammelgrab auf dem jetzigen alten Friedhof begraben wurden, ein Gedenkstein befindet sich dort.<ref>Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 68, ISBN 3-89331-208-0.</ref>

Zum turnusgemäßen Fahrplanwechsel 2003/2004 am 14. Dezember 2003 wurde die Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar eröffnet. Im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus wurden große Abschnitte der Bahnsteige an den Gleisen 1 (Hausbahnsteig), 2 (Mittelbahnsteig) und 3 (Stumpfgleis am Mittelbahnsteig) behindertengerecht ausgebaut und mit Wetterschutzhäuschen versehen. Mindestens 140 Meter lange und 76 Zentimeter hohe Bahnsteige ermöglichen seitdem einen niveaugleichen Einstieg in die S-Bahn-Züge, welche in der Regel fast ausschließlich Gleis 1 nutzen. Die zweite Seite des Mittelbahnsteiges an Gleis 4 ist nur 36 cm bzw. 28 cm hoch.<ref>Osterburken | Deutsche Bahn AG. Abgerufen am 6. Juli 2021.</ref>

Für ein elektronisches Stellwerk im Bahnhof wurde ein Planrechtsverfahren abgeschlossen.<ref name="bt-19-22040">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Sylvia Kotting-Uhl, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/22040 –. Kurzfristig umsetzbare Infrastrukturmaßnahmen im Schienennetz Baden-Württembergs. Band 19, Nr. 22879, 28. September 2020, ISSN 0722-8333, S. 5. BT-Drs. 19/22040</ref> Die geplante Inbetriebnahme 2022 wurde auf 2025 verschoben.<ref>Osterburken: Kurze Zeit „freie Fahrt“ für Güterzüge. 3. Juni 2022, abgerufen am 30. Juni 2023.</ref>

Im Juni 2025 begann der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2026 abgeschlossen werden. Die erwarteten Kosten von 11,8 Mio. Euro werden im Wesentlichen durch den Bund und die DB finanziert.<ref name="db-2026-06-27">Mehr Komfort für Reisende: Bahnhof Osterburken wird moderner und barrierefrei. In: deutschebahn.com. 27. Juni 2025, abgerufen am 29. Juni 2025.</ref>

Zugverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Osterburken ist ein Eisenbahnknotenpunkt in Baden. Die Frankenbahn Stuttgart–Würzburg und die Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken, ein Teil der Badischen Odenwaldbahn, stoßen hier aufeinander. Auf letzterer Strecke ist die Stadt Endstation der Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar. Nach Würzburg und in der Gegenrichtung nach Heilbronn und Stuttgart verkehren Regional-Express-Züge. Regionalbahnen mit allen Unterwegshalten fahren werktags über Lauda nach Würzburg und in der Gegenrichtung täglich über Heilbronn und Stuttgart nach Tübingen. Im Schülerverkehr verdichten werktäglich Regionalbahnlinien, die dieselbetrieben von der Westfrankenbahn organisiert werden, umsteigefreie Verbindungen nach Lauda und Tauberbischofsheim bzw. aus Weikersheim und Miltenberg kommend. Die Linie S1 stellt eine Verbindung bis ins saarländische Homburg über Mosbach-Neckarelz, Eberbach, Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, Neustadt (Weinstraße) und Kaiserslautern her. Alle Linien verkehren im Stundentakt. Richtung Heilbronn und Stuttgart sowie nach Mosbach gibt es einzelne Verstärkerleistungen.

Vorlage:Linienverlauf S-Bahn Rhein-Neckar
Linie Strecke Takt Betreiber
RE 8 Würzburg – Lauda – Osterburken – Bad Friedrichshall – Neckarsulm – Heilbronn – Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg – Stuttgart 60 min Arverio Baden-Württemberg
MEX 18 Osterburken – Möckmühl – Bad Friedrichshall – Neckarsulm – Heilbronn – Bietigheim-Bissingen – Ludwigsburg – Stuttgart – Plochingen – Tübingen 60 min DB Regio Stuttgart
RB 18 Würzburg – Lauda – Osterburken 60 min DB Regio Bayern
RB 84 /

RE 87

Miltenberg – Walldürn – Buchen – Seckach – Osterburken

Osterburken – Lauda (– Tauberbischofsheim) Weikersheim – Bad Mergentheim – Lauda – Osterburken

werktags einzelne Zugpaare im Schülerverkehr Westfrankenbahn
DB Regio Mitte
Stand: 15. Dezember 2024

Empfangsgebäude[Bearbeiten]

Das in den 1860er Jahren erbaute Empfangsgebäude wurde von der Deutschen Bahn 2014 versteigert und von der Gemeinde Osterburken zum Preis von 120.000 Euro erworben. Es hat eine Nutzfläche von rund 1090 Quadratmetern, und ein von der Deutschen Bahn genutzter Teil des Gebäudes ist an diese vermietet.<ref>Osterburken hat den eigenen Bahnhof gekauft. In: Rhein-Neckar-Zeitung. 25. September 2014, abgerufen am 5. Dezember 2015.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bahnhof Osterburken – Sammlung von Bildern

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Maisch und Herbert Walz: Osterburken ... wie es einmal war. Geiger, Horb am Neckar 1998. ISBN 3-89570-503-9.
  • Helmut Neumaier: Osterburken Stationen seiner Geschichte. Milte, Heidelberg 1973.
  • Elmar Weiss, Helmut Neumaier: Geschichte der Stadt Osterburken. Stadt Osterburken, Osterburken 1986.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />