Bambalina
Bambalina ist ein Song, den Vincent Youmans, Herbert Stothart (Musik), Otto Harbach und Oscar Hammerstein II (Text) verfassten und 1923 beim New Yorker Musikverlag Harms Inc. veröffentlichten.<ref name="tyler">Don Tyler: Hit Songs, 1900–1955: American Popular Music of the Pre-Rock Era. McFarland, Jefferson, North Carolina 2007, S. 126.</ref>
Hintergrund[Bearbeiten]
Der Song Bambalina war Teil des Musicals Wildflower, das am 7. Februar 1923 Premiere hatte und 586 Aufführungen erlebte. Die Tanznummer Bambalina war (neben dem nostalgischen und melodischen Titelsong<ref>Steven Suskin: Berlin, Kern, Rodgers, Hart, and Hammerstein: A Complete Song Catalogue. 1990, S. 28.</ref>) das erfolgreichste Lied aus diesem Musical und etablierte Youmans als einen der großen Liedschreiber für die Musiktheater der Ära. Edith Day stellte Bambalina in dem Musical vor.<ref name="tyler" /> Der Songtext handelt vom Tanzen („Though other dances I may try, I always like the Bambalina best“).<ref>Gerald Martin Bordman: Ways to be happy, years to be sad: the life and music of Vincent Youmans. 1982, S. 57.</ref> Stellvertretend für das Jahr 1923 nahm die Musikzeitschrift Variety Bambalina in ihre Liste Hit Parade of a Half Century auf.<ref name="tyler" />
Erste Aufnahmen und spätere Coverversionen[Bearbeiten]
Paul Whiteman war mit dem Song erfolgreich;<ref>Victor 19 035-A, aufgen. 21. Februar 1923, anzuhören auf youtube.com</ref> zu den weiteren Musikern, die den Song ab 1923 coverten gehörten Edgar Fairchild & Adam Carroll (Piano Roll),<ref>vierhändig auf Ampico 203.581-E, anzuhören auf youtube.com; zweihändig von Herbert Clair auf QRS piano roll, anzuhören auf youtube.com</ref> Carl Fenton and His Orchestra (Brunswick 2422-A),<ref>aufgen. 29. März 1923, anzuhören auf youtube.com</ref> das Casino Dance Orchestra (Pathe Actuelle 11005)<ref>anzuhören auf youtube.com</ref> und in Großbritannien die Savoy Orpheans unter Leitung von Debroy Somers (HMV B-5010)<ref>anzuhören auf youtube.com</ref> und das Orchester von Percival Mackey (Columbia 3893).<ref>anzuhören auf youtube.com</ref><ref name="tyler" /><ref name="lord" />
In Deutschland nahmen den Titel die Orchester von Dajos Béla,<ref>Künstler-Kapelle Dajos Béla, Odeon AA 50 073 (Matr. xxBo 8213), aufgen. 10. April 1924, vgl. Zwarg, ODEON Matrix Numbers —Bo/xxBo 6130 - 9999 (Berlin), S. 99 PDF on line</ref> Edith Lorand<ref>Edith Lorand Orchester, Beka B.3344 (Matr. 32 234), aufgen. Berlin, 29. Nov. 1923, vgl. Zwarg, PARLOPHON Matrix Numbers —30173 to 34999: German, S. 267 PDF on line</ref> und Marek Weber<ref>Marek Weber Orchester, Parlophon P. 1568-II (Matr. 2-6554-2), aufgen. 27. Nov. 1923, vgl. Zwarg, PARLOPHON Matrix Numbers —2-5500 to 2-6999: German, S. 154 PDF online</ref> auf. Auch der deutsche Jazzpionier Eric Borchard spielte “Bambalina” mit seiner Atlantic Jazz Band im März 1924 für die “Grammophon” ein.<ref>Bambalina, fox-trot (Youmans und Stothart). Eric Borchard's Atlantic-Jazz-Band. Schallplatte “Grammophon” 14 832 (Matr. 1350 ax), vgl. Horst J. Bergmeier, Rainer E. Lotz: Eric Borchard Story. (= Jazzfreund-Publikation. Nr. 35). Edition „der Jazzfreund“, Menden 1988, S. 13.</ref> Eine gesungene Fassung gibt es auf dem Beka-label von dem Bariton Robert Koppel, den ein Orchester unter Leitung von Johannes Lasowski begleitet.<ref>als „Boheme-Orchester mit Refraingesang“ auf Beka B. 5220-II (Matr. 32 601), aufgen. 4. Dez. 1924, vgl. Zwarg, PARLOPHON Matrix Numbers —30173 to 34999: German, S. 319 PDF online</ref>
Der Diskograf Tom Lord listet im Bereich des Jazz aus späteren Jahren lediglich zwei (Stand 2016) Coverversionen, und zwar von Raymond Scott und Marty Gold.<ref name="lord">Tom Lord: Jazz discography (online)</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />