Bandau
Bandau Gemeinde Beetzendorf
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| Bevölkerungsdichte: | 7 Einwohner/km² | |||||
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| Eingemeindet nach: | Beetzendorf | |||||
| Postleitzahl: | 38489 | |||||
| Vorwahl: | 039000 | |||||
Lage von Bandau in Sachsen-Anhalt
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Bandau ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie[Bearbeiten]
<mapframe latitude="52.6715" longitude="11.1098" zoom="14" width="300" height="200" align="right" /> Bandau, ein Straßendorf mit Kirche, liegt rund sieben Kilometer nordwestlich der Stadt Klötze in der Jeetzeniederung in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Südöstlich liegt das Waldgebiet Der Lelchow.<ref name="KDR-264" />
Nachbarorte sind Darnebeck im Westen, Jeeben im Nordwesten, Poppau im Nordosten, Peertz im Süden und die Hoppesmühle im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref><ref name="TOP50" />
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter bis 19. Jahrhundert[Bearbeiten]
Im Jahr 1275 wurde Fridericus de Bandow, wohnhaft in Dolsleben, 1312 eine Beguta de Bandowe, wohnhaft in Salzwedel erwähnt.<ref>Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 1: A–K. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Bandau. 4. Erste schriftliche Erwähnung, S. 120–121.</ref> Das Dorf selbst erschien erstmals 1420 urkundlich, Markgraf Friedrich belehnte dat dorpp Bandow an Günzel von Bartensleben.<ref name="Riedel-17, S. 274" />
Im 16. und 17. Jahrhundert lag der Ort wüst. Aus einigen wüsten Höfen des Dorfes Bandau und der wüsten Mark Lelchow und entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein Gut, das nach einer Urkunde aus dem Schulenburgischer Archiv Wolfsburg am 23. Mai 1681 als ein Afterlehn von den von der Schulenburg dem Amtmann Koven überlassen wurde. Das Gut namens Lelchau oder Lerchau hatte im Jahre 1804 zwei Feuerstellen mit 14 Einwohnern.<ref name="Zahn-Wüstungen" /> Das von der Schulenburgische Rittergut wurde 1816 ohne die Lelchower Feldmark an die Bauern in Bandau verkauft, daraus entstand das heutige Dorf Bandau. Die Gemeinden Hohenhenningen und Peertz kauften die Lelchower Feldmark, das vormalige Vorwerk Lelchow.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Dieses Lelchow lag südöstlich von Peertz in der Nähe der Ruine der alten Kirche.
Die Siedlung Bandau befand sich in der Jeetzeniederung im Gebiet des heutigen Alt-Bandau (Haufendorf). 1818 wurde hier eine kleine Dorfkirche errichtet. Der Ortskern dieses Dorfes brannte am 6. Juni 1832 nieder, nur 6 Wohngebäude und die Kirche konnten gerettet werden. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Aufbau einer neuen Ortslage 600 Meter ostwärts am Weg von Klötze nach Beetzendorf auf trockenerem Grund und in großzügigerer Bebauung begonnen (Straßendorf). Der Umzug der Dorfkirche und zweier weiterer Gehöfte folgte 1850.
Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]
Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf einen slawischen Personennamen zurück.<ref name="Friske 2021" /> Heinrich Sültmann leitet aus 1420 Bandow den möglichen Personennamen „Bandegast“, „Bandeslaw“ verkürzt zu „Bands“, ab.<ref name="Sültmann 1931" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Bandau gehörte bis 1807 zum Salzwedelischen Kreis, danach bis 1808 zum Kanton Klötze, anschließend bis 1813 zum Kanton Jübar im Königreich Westphalen, ab 1816 kam es in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Peertz und Poppau aus dem Landkreis Salzwedel eingegliedert.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Bandau in den Kreis Klötze umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Bandau zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Ab 2005 gehörte Bandau zur Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf.
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Bandau am 27. Oktober 2008, dass die Gemeinde Bandau in die Gemeinde Beetzendorf eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2009 in Kraft.<ref name="Destatis" /><ref>„Transformationsprozesse öffentlicher Daseinsvorsorge in der Altmark“</ref><ref name="Stala" />
Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Bandau wurden Bandau, Poppau und Peertz Ortsteile der Gemeinde Beetzendorf. Eine Ortschaft wurde nicht gebildet.
Seit 1. Januar 2010 gehört Bandau auch zur Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006<ref name="HOB-12" />
Religion[Bearbeiten]
Die evangelische Kirchengemeinde Bandau, die früher zur Pfarrei Jeeben gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Politik[Bearbeiten]
Bürgermeister[Bearbeiten]
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Helmut Fehse.
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau ein achteckiger, von einer goldenen Kette umschlossener silberner Stein, belegt mit einer blauen Windrose, überhöht von 2 goldenen Windrosen.“
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
In Bandau stand ursprünglich eine Kapelle, die 1818 einstürzte. Die heutige Kirche ist ein rechteckiger Putzbau mit Fachwerkdachreiter.<ref name="Altmarkkirchen" /> Sie wurde 1850 aus dem weiter westlich gelegenen Alt-Bandau hierher versetzt. Die erhaltene Kirchenglocke stammt aus dem Jahr 1579.<ref name="Friske 2021" />
Sonstiges[Bearbeiten]
In der Nähe befindet sich das Ökodorf Sieben Linden, eine sozial-ökologische Modellsiedlung.
Literatur[Bearbeiten]
- Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren. Dissertation Humboldt-Universität zu Berlin 2003 (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 17). Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54808-7.
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 1: A–K. In: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). 2 Bände, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Bandau wnw Klötze, S. 120–123.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks[Bearbeiten]
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
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<ref name="Destatis">StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009</ref>
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<ref name="Sültmann 1931">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
<ref name="Stala">Gebietsinformationen Gemeindegebietsveränderungen seit dem 1. Juli 2007</ref>
<ref name="TOP50">Top50-CD Sachsen-Anhalt, 1:50.000, Landesamt für Landesvermessung und Geoinformation, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, 2003</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>
<ref name="Zahn-Wüstungen">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> </references>
Audorf | Bandau | Beetzendorf | Darnebeck | Groß Gischau | Klein Gischau | Hohentramm | Jeeben | Käcklitz | Mellin | Neumühle | Peertz | Poppau | Siedengrieben | Stapen | Tangeln | Wohlgemuth
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