Zum Inhalt springen

Banksien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Banksien
Datei:Banksia sphaerocarpa gravelpit Cataby email.jpg

Banksia sphaerocarpa

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Silberbaumgewächse (Proteaceae)
Unterfamilie: Grevilleoideae
Gattung: Banksien
Wissenschaftlicher Name
Banksia
L.f.

Die Banksien (Banksia) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae).<ref name="APNI" /><ref name="GRIN" /> Von den 173 Arten<ref> https://www.anbg.gov.au/banksia/ </ref> kommt nur eine (Banksia dentata) auch außerhalb Australiens vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Curtis's Botanical Magazine, Plate 4317 (Volume 73, 1847).png
Banksia squarrosa (Illustration aus Curtis's Botanical Magazine, 1847)
Datei:Banksia spinulosa dark styles Georges River NP email.jpg
Blütenstand von Banksia spinulosa

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Banksia-Arten sind verholzende Pflanzen und wachsen als immergrüne Sträucher oder Bäume.

Die wechselständig bis manchmal etwas wirtelig angeordneten, immergrünen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist einfach bis tief geteilt. Die Blätter haben in den meisten Fällen eine silbrig-graue Blattunterseite und die Blattoberseite ist dunkelgrün. Manche Arten sind heterophyll, es gibt also verschiedene Blätter. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütenstände setzen sich aus hunderten bis tausenden Einzelblüten zusammen, die Farbe variiert zwischen gelb und rot. Die schmalen Hüllblätter sind meist behaart und fallen oft schon während der Anthese ab. Ein großes Tragblatt steht jeweils unter paarweise zusammenstehenden Blüten. Die einzelnen Blüten sitzen über einem Deckblatt.

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig. Es sind nur vier mehr oder weniger gleichgestaltige Blütenhüllblätter vorhanden. Es ist ein Diskus vorhanden. Es ist nur ein Kreis mit vier fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind untereinander frei und alle gleich oder mehr oder weniger deutlich verschieden. In jeder Blüte ist nur ein oberständiges Fruchtblatt, das manchmal unvollständig geschlossen ist. Das Fruchtblatt enthält zwei Samenanlagen.

In den Samenständen befinden sich viele Balgfrüchte. Die holzigen Balgfrüchte enthalten ein oder zwei Samen. Die Samen besitzen zwei Flügel.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, Vögel oder kleine Beuteltiere.

Die harten, verholzten Samenstände vieler Banksia-Arten öffnen sich erst bei großer Hitze, wie zum Beispiel bei einem Buschfeuer. Diese Arten werden daher zu den Pyrophyten gerechnet. Die geflügelten Samen fallen heraus und werden vom Wind fortgetragen.

Datei:Banksia aus dist map colour gnangarra.png
Verbreitung in Australien

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:B cuneata gnangarra 27.JPG
Banksia cuneata
Datei:Banksia flower.jpg
Banksia ericifolia
Datei:Banksia integrifolia var. integrifolia.JPG
Banksia integrifolia var. integrifolia
Datei:B menziesii gnangarra 07.jpg
Banksia menziesii
Datei:B nobilis gnangarra 06.JPG
Banksia nobilis
Datei:Banksia saxicola infructescence.jpg
Banksia saxicola
Datei:Banksia scabrella flwr windfarm email.jpg
Banksia scabrella
Datei:Banksia sceptrum chris email.jpg
Banksia sceptrum
Datei:Banksia sclerophylla.jpg
Banksia sclerophylla
Datei:Banksia seminuda trunk email.JPG
Stamm von Banksia seminuda
Datei:Dryandra sessilis 2 cape Naturaliste email.jpg
Banksia sessilis
Datei:B solandri Stahl email.jpg
Banksia solandri
Datei:Banksia speciosa - San Francisco Botanical Garden.jpg
Banksia speciosa
Datei:Banksia stuposa-4.JPG
Banksia stuposa

Die Gattung Banksia wurde 1782 durch Carl von Linné dem Jüngeren in Supplementum Plantarum: Systema Vegetabilium Editionis Decima Tertia, Generum Plantarum Editionis Fexta, Et Specierum Plantarum Editionis Secunda Seite 126 aufgestellt. Der Gattungsname Banksia ehrt den Botaniker Joseph Banks (1742–1820).

Ihr Vorkommen ist auf den australischen Kontinent, einschließlich Tasmanien, beschränkt, wobei dort 80 Arten vorkommen. Die Ausnahme ist Banksia dentata, die im nördlichen Australien und auf nördlich davon gelegenen Inseln vorkommt, einschließlich Neuguinea und den Aru-Inseln.

Botanische Geschichte[Bearbeiten]

Zur Gattung der Banksia gehörten 1981 76 bis über 90 Arten. Hier eine in Untergattungen und Sektionen gegliederte Liste nach Alex S. George 1981:<ref name="George1981">Alexander Segger George: The genus Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia, Volume 3, Issue 3, 1981, S. 239–473. ISSN 0085-4417</ref>

Datei:Banksia spinulosa 'Honeypots' suellens.jpg
Banksia spinulosa Sorte ‘Honeypots’

Nutzung[Bearbeiten]

Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.

Bilder[Bearbeiten]

Sägen-Banksie (Banksia serrata):

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Austin R. Mast, Kevin Thiele: The transfer of Dryandra R.Br. to Banksia L.f. (Proteaceae). In: Australian Systematic Botany, Volume 20, Issuze 1, Februar 2007, S. 63–71. doi:10.1071/SB06016
  • Kevin Thiele, Peter Henry Weston, Austin R. Mast: Paraphyly, modern systematics and the transfer of Dryandra into Banksia (Proteaceae): a response to George. In: Australian Systematic Botany, Volume 28, Issue 3, 2015, S. 194–202. doi:10.1071/SB15015

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="APNI"> Datenblatt Banksia bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> <ref name="Zander2008"> Walter Erhardt et al.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7. </ref> <ref name="FoAustralia"> Alexander Segger George (2020): Datenblatt Banksia bei „Flora of Australia“. - Australian Biological Resources Study des Department of Agriculture, Water and the Environment: Canberra. Mit Informationen aus A. S. George (1999): Banksia. In: Flora of Australia. </ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Alexander Segger George: New taxa and notes on Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia Volume 6, 1988. S. 309–317.
  • Alexander Segger George: Notes on Banksia L.f. (Proteaceae). In: Nuytsia Volume 11, 1996, S. 21–24.
  • Alexander Segger George: The Banksia Book (2. Auflage 1984, 1987, 3. Auflage 1996).
  • C.E.Rosser, Alexander Segger George: Banksias, Volume I (1981), Volume II (1988), Volume III.
  • A.Taylor & S.Hopper, The Banksia Atlas, 1988.
  • M. Sedgley, M. Sierp, M. A. Wallwork, A. M. Fuss, K. Thiele: Pollen presenter and pollen morphology of Banksia L.f. (Proteaceae). In: Austral. J. Bot. Volume 41, 1993, S. 439–464.
  • K. R. Thiele, P. Y. Ladiges: A cladistic analysis of Banksia (Proteaceae). In: Austral. Syst. Bot. Volume 9, 1996, S. 661–733.
  • T. L. Maguire, M. Sedgley, J. G. Conran: Banksia sect. Coccinea (Proteaceae), a new section. In: Austral. Syst. Bot., Volume 9, 1996, S. 887–891.
  • Alexander Segger George, A. R. Mast: Molecular systematics of subtribe Banksiinae (Banksia and Dryandra; Proteaceae) based on cpDNA and nrDNA sequence data: implications for taxonomy and biogeography. In: Austral. Syst. Bot. Volume 11, 1998, S. 321–342.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Banksien (Banksia) – Album mit Bildern