Baracs
| Baracs | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | ||||||
| Region: | Mitteltransdanubien | |||||
| Komitat: | Fejér | |||||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Dunaújváros | |||||
| Kreis: | Dunaújváros | |||||
| Koordinaten: | 46° 55′ N, 18° 52′ O
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| Höhe: | 146 m | |||||
| Fläche: | 55,18 km² | |||||
| Einwohner: | 3.446 (1. Jan. 2025) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² | |||||
| Telefonvorwahl: | (+36) 25 | |||||
| Postleitzahl: | 2426 | |||||
| KSH-kód: | 07047 | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2021) | ||||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||||
| Bürgermeister: | Robert Várai<ref>Helyi önkormányzati választások 2019 - Baracs (Fejér megye). Nemzeti Választási Iroda, 13. Oktober 2019, abgerufen am 31. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (parteilos) | |||||
| Postanschrift: | Táncsics utca 27<ref>Baracsi Polgármesteri Hivatal. Gemeinde Baracs, abgerufen am 31. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2427 Baracs | |||||
| Website: | ||||||
| (Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office) | ||||||
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Baracs ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Dunaújváros im Komitat Fejér.
Geografische Lage[Bearbeiten]
Baracs liegt acht Kilometer südwestlich des Zentrums der Kreisstadt Dunaújváros an dem Fluss Baracsi ér. Nachbargemeinden sind Nagyvenyim, Mezőfalva und Daruszentmiklós.
Geschichte[Bearbeiten]
Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]
Bereits in vorgeschichtlicher Zeit war das Gebiet besiedelt, wie Gräber der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur im Bereich des späteren römischen Garnisonsorts beweisen.<ref>Péter Kovács: A new gate-tower type in Pannonia Inferior. The northern Gate of Annamatia. In: Acta archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Nr. 57, Akadémiai Kiadó, Budapest 2006, S. 238.</ref> Doch fanden sich auch deutliche Spuren der Vatya-Kultur, zu der Baracs-Földvár als eine befestigte Tell-Siedlung gehört. Solche Siedlungen sind typisch für die frühe und mittlere Bronzezeit entlang der Donau.<ref>Magdolna Vicze: Die Bestattungen der Vatya-Kultur. Die wichtigsten Siedlungen der Tell-Kulturen: Baracs-Földvár. In: Walter Meier-Arendt (Hrsg.): Bronzezeit in Ungarn. Forschungen in Tell-Siedlungen an Donau und Theiß. Ausstellungskatalog, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Frankfurt 1992, ISBN 3882703237, S. 146–148; hier: S. 146.</ref> Die bronzezeitliche Siedlung mit dem umgebenden Erdwall von Baracs wurde bereits 1960 und 1962 von dem Archäologen István Bóna (1930–2001) erfasst. Die damals untersuchten Kulturschichten besaßen eine Mächtigkeit von bis zu fünf Metern. Neben Bauten der Vatya-Kultur kamen auch Häuser der frühbronzezeitlichen Nagyrév-Kultur zu Tage.<ref>István Bóna: Die mittlere Bronzezeit Ungarns und ihre südöstlichen Beziehungen. Akadémiai Kiadó, Budapest 1975, S. 77.</ref>
Bekannt wurde Baracs in erster Linie jedoch durch seine römische Vergangenheit. Zu nennen ist hierbei an erster Stelle das Kastell Annamatia, das den pannonischen Donaulimes sicherte. Der antike Name ist durch die Kopie einer spätantiken Straßenkarte, der Tabula Peutingeriana bekannt geworden. Das Kastell findet sich skizzenhaft bereits auf einer Karte des italienischen Offiziers und Gelehrten Luigi Ferdinando Marsigli (1658–1730) von 1726. Etwas später wurde dessen Grundriss in teilweise realistischerer Form auf der detaillierten Landkarte des Michael Karpe von 1775 abgebildet.<ref>Péter Kovács: Annamatia (Baracs) a roman auxiliary fort in Pannonia. In: Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Nr. 41, Akadémiai Kiadó, Budapest 2001, S. 59.</ref>
Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]
Der heutige Name des Orts findet sich zuerst im Jahr 1276 als Boroch.<ref>József Attila: Acta Historica 44–48, 1977, S. 9.</ref> Aus der Árpádenzeit stammt noch ein Gräberfeld. Anbei befanden sich die Fundamente einer mittelalterlichen Kirche. An ihrer Stelle entstand 1850 das heutige katholische Gotteshaus im neogotischen Stil. Das mittelalterliche Boroch wurde im 16. Jahrhundert durch die einfallenden Heere der Türken vollkommen zerstört und erst im 18. Jahrhundert wiederbesiedelt. Damals wurde auch das Kastell mit seiner Bebauung systematisch als Steinbruch für die Neubauten ausgebeutet.<ref>Péter Kovács: Annamatia (Baracs) a roman auxiliary fort in Pannonia. In: Acta Antiqua Academiae Scientiarum Hungaricae, 41, 1–2, 2001, S. 55–80; hier: S. 59.</ref>
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- 1848-Denkmal (1848-as emlékmű), errichtet 1948
- Römisch-katholische Kirche Boldogságos Szűz Mária neve
- Römisch-katholische Kirche Magyarok Nagyasszonya im Ortsteil Apátszállás
Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]
Baracs ist mit zwei Gemeinden partnerschaftlich verbunden.<ref>Testvértelepülések. Gemeinde Baracs, abgerufen am 31. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Vlăhița, Rumänien, seit 2005
- Montois-la-Montagne, Frankreich, seit 2005
Verkehr[Bearbeiten]
Baracs ist über die Landstraße Nr. 6221 zu erreichen, östlich der Gemeinde verläuft die Autobahn M3. Es bestehen Busverbindungen nach Dunaújváros. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich nördlich in Újvenyim.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Dunaújváros