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Barbara E. Ward

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Barbara E. Ward (* 2. Januar 1919 in Nottingham; † 1983) war eine britische Sozialanthropologin und Soziologin.

Leben[Bearbeiten]

Ward wurde 1919 in der englischen Stadt Nottingham geboren. Sie studierte am Newnham College der University of Cambridge, wo sie 1940 den Bachelor of Arts in Geschichte erlangte. Anschließend nahm sie ein Studium der Bildungswissenschaften an der University of London auf, das sie 1942 mit dem Master of Arts abschloss. Von 1946 bis 1949 studierte sie erneut an der University of London und erwarb dort einen weiteren Masterabschluss in Sozialanthropologie. Während des Studiums arbeitete sie mit den Professoren Meyer Fortes und Robert Steel an der Ashanti Social Survey über die Landflucht in Togo sowie mit Raymond Firth über die Wohnverhältnisse und verwandtschaftliche Beziehungen in East End.<ref name="nachlass">Ward (Barbara E.) papers, 1949–1982. In: oac.cdlib.org. Abgerufen am 22. Mai 2026.</ref>

Von 1950 bis 1953 unternahm Ward eine Forschungsreise nach Hongkong mit Schwerpunkt auf dem sozialökonomischen Wandel bei den Tanka. 1953 heiratete sie den britischen Sozialanthropologen H. S. Morris (Harold Stephen Morris; 1913–1993), arbeitete aber unter ihrem Geburtsnamen weiter. Sie assistierte ihm von 1953 bis 1955 bei seiner Forschung über die städtische indische Bevölkerung in Uganda, Kenia und Tansania. Danach leitete sie im Auftrag der UNESCO ein Forschungsprojekt über die sich wandelnde Rolle der Frau in Asien, bereiste dafür 1959/1960 Süd- und Südostasien und veröffentlichte 1963 ihre Ergebnisse in der Schrift Women in the New Asia. Zwischen 1959 und 1981 kehrte Ward mehrfach nach Hongkong zurück, um in verschiedenen Fischergemeinschaften eine Längsschnittstudie durchzuführen. Daneben leitete sie 1967 eine Studie über eine kleine Glasfabrik in Tsuen Wan. Ab 1975 widmete sie sich insbesondere den Themen Kanton-Oper, Theater und Feste, welche sie auf ihren Reisen nach Hongkong weiter untersuchte.<ref name="nachlass" />

Ward lehrte Geschichte an der University of London und übernahm Gastprofessuren an der Chinesischen Universität von Hongkong (1978–1982)<ref>Marjorie Topley: Obituary Barbara E. Ward. In: Royal Anthropological Institute news. Nr. 55, 1983, S. 13–14. Abgerufen am 22. Mai 2026.</ref> und der Cornell University. Zudem war sie ein Fellow des Newnham College und des Clare Hall in Cambridge.<ref name="nachlass" />

Barbara E. Ward starb 1983. Ihr Nachlass befindet sich in den Hoover Institution Library & Archives an der Stanford University.<ref name="nachlass" />

Schriften[Bearbeiten]

  • Women in the new Asia: The changing social roles of men and women in South and South-East Asia. UNESCO, Paris (Oldenbourg in Komm., München) 1963.
  • Social Organization of the Ewe-speaking People. Dissertation, University of London 1965.
  • Chinese Festivals in Hong Kong. Neuaufl. MCCM Creations, Hong Kong 2005, ISBN 962-86816-6-4 (zusammen mit Joan Law).
  • Through Other Eyes. An Anthropologist's View of Hong Kong. Neuaufl. The Chinese University Press, Hong Kong 1989, ISBN 962-201-445-3.

Literatur[Bearbeiten]

  • Shirley Ardener (Hrsg.): Persons and powers of women in diverse cultures. Essays in commemoration of Audrey I. Richards, Phyllis Kaberry, and Barbara E. Ward. Berg, New York 1992, ISBN 0-85496-744-3.
  • Ward, Barbara E. In: Secretariat Unesco (Hrsg.): Social Scientists Specializing in African Studies. École Pratique des Hautes Études, Paris 1963, S. 340.
  • Obituary: Barbara E. Ward (1919–1983). In: Journal of the Hong Kong Branch of the Royal Asiatic Society. Band 23. 1983, S. xviii–xxi (PDF).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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