Barmer Stadion
| Barmer Stadion
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| Bergisches Stadion Stadion Lichtenplatz | ||||||
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| Frühere Namen | ||||||
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Radrennbahn Toelleturm | ||||||
| Daten | ||||||
| Ort | ||||||
| Koordinaten | 51° 14′ 53,7″ N, 7° 11′ 22,7″ O
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| Eigentümer | Stadt Wuppertal | |||||
| Baubeginn | März 1909 | |||||
| Eröffnung | September 1909 | |||||
| Renovierungen | 1922 (Schadensbeseitigungen) | |||||
| Erweiterungen | 1924–1930 | |||||
| Abriss | 1952 | |||||
| Architekt | Edmund Hellner, Dresden | |||||
| Kapazität | 12.000 Stehplätze 2.000 Sitzplätze | |||||
| Spielfläche | 105 × 58 m | |||||
| Veranstaltungen | ||||||
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| Lage | ||||||
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Das Barmer Stadion war eine Sportstätte, die von 1909 bis 1952 in Barmen (heute ein Stadtteil von Wuppertal) an der heutigen Müngstener Straße bestand.
Geschichte[Bearbeiten]
1908 erwarb die damals noch eigenständige Stadt Barmen ein Grundstück auf den Südhöhen im Ortsteil Lichtenplatz, mit 350 Metern der höchste Punkt Wuppertals, unweit des Toelleturms.<ref>Lichtscheid – Anekdoten zum höchsten Punkt Wuppertals auf wz-newsline.de v. 13. Mai 2009</ref> Im Jahr darauf wurde dort nach Plänen des Dresdner Ingenieurs Edmund Hellner die Radrennbahn Lichtenplatz (auch Radrennbahn Toelleturm genannt) errichtet und im September 1909 eröffnet.<ref>Hellner plante auch Radrennbahnen in Köln, Berlin, Chemnitz, Dresden, Tilburg, Antwerpen und New York. Siehe regionaalarchieftilburg.nl. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. November 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Zwei Jahre später wurde auf der 400 Meter langen Zementbahn die Deutsche Stehermeisterschaft ausgerichtet, Sieger war der Kölner Peter Günther. 1912 war die Radrennbahn Austragungsort der Steher-Europameisterschaft; Europameister wurde der Franzose Paul Guignard. Ab 1911 war der Barmer Radsportverein Betreiber der Bahn. Sie fasste 12.000 Zuschauer, die das Stadion per Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn erreichen konnten.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.barmen2008.de ( vom 5. Mai 2012 im Internet Archive)</ref>
Im Jahre 1916 wurden die Tribünen sowie ein Teil der Bahn bei einem schweren Sturm zerstört. 1924 sowie 1930 wurde die Sportstätte, nun Barmer Stadion oder Bergisches Stadion, Barmen genannt, wieder hergerichtet und zur Nutzung für weitere Sportarten ausgebaut. Zudem wurde östlich des Stadions in den 1920er Jahren eine Unterkunft der Schutzpolizei errichtet. In den folgenden Jahren wurde das Stadion für zahlreiche kleinere Sportveranstaltungen genutzt, wie Radrennen, Fußballspiele, Pferdesport-Turniere, Turnwettkämpfe und Feldhandballspiele sowie das Barmer Waldfest. Im Winter wurde der Innenraum des Stadions von der Feuerwehr in eine Eisbahn umfunktioniert. Nachdem im Oktober 1924 das Stadion am Zoo in Elberfeld in zentraler Lage eröffnet worden war, verlor das Barmer Stadion an Bedeutung für Zuschauerveranstaltungen.
In den 1930er Jahren fanden im Barmer Stadion Kreissportfeste, Reichsjugendwettkämpfe sowie politische Kundgebungen statt. Höhepunkt war ein Fußballspiel zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Wuppertal im Oktober 1930 vor rund 20.000 Zuschauern. 1936 wurde das Stadion an die Wehrmacht übergeben, die die Sportstätte für Übungen und Kundgebungen nutzte, aber kein Interesse an der Radrennbahn zeigte und vom Bürgermeister deren sofortigen Abriss forderte. Der Verfall der Radrennbahn begann, durch Kriegseinwirkungen wurden weitere Teile des Stadions in Mitleidenschaft gezogen.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Stadion für politische Veranstaltungen genutzt. So fand dort am 22. Juli 1946 eine Kundgebung der SED mit Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl vor 50.000 Besuchern statt. Im August 1946 beschlagnahmten die britischen Besatzer das Gelände, im Juni 1947 wurden Teile für die Polizei-Ausbildungsschule Wuppertal genutzt. 1948 fanden noch einzelne Reit- und Faustballturniere statt. Am 20. November 1949 wurde die Beschlagnahme durch die britischen Besatzer wieder aufgehoben.
Im Oktober 1950 gab es Überlegungen seitens der Stadt, das Stadion wieder zu reaktivieren, aber das Gelände wurde im April 1951 vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen beansprucht, um in der alten Schutzpolizeikaserne wieder Polizeihundertschaften unterzubringen. 1952 erfolgte nach langen Verhandlungen der Verkauf für rund 427.000 Mark (225.500 Mark für das Stadion, 202.000 Mark für das Gelände) an das Land.
Im März 1952 wurde das im Krieg beschädigte Stadion abgerissen und drei Jahre später auf dem Gelände eine Sporthalle errichtet. In den 1970er Jahren wurde das Gelände neu bebaut. Heute sind dort verschiedene polizeiliche Dienststellen, wie die Diensthundestaffel, Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und die Autobahnpolizei Düsseldorf untergebracht.
Seit November 2001 erinnert eine kleine Gedenktafel am Hause Müngstener Str. 35, dem letzten noch von der ursprünglichen Bebauung verbliebenen Gebäude<ref>geschichtswerkstatt-ronsdorf.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ronsdorf im Wandel der Zeiten: 2001 ( vom 10. Juli 2009 im Internet Archive)</ref>, an das Barmer Stadion, gestiftet vom „Bürgerverein Hochbarmen“.<ref name="chronik-2000-2005">Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein: Ronsdorfer Geschichte von 2000 bis 2005. In: ronsdorfer-buergerverein.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Februar 2016; abgerufen am 5. November 2021.</ref>
Auf dem Gelände sollte nach Plänen der Landesregierung bis 2020 eine forensische Klinik für psychisch kranke Straftäter mit etwa 150 Plätzen im Maßregelvollzug errichtet werden.<ref>Kranke Straftäter: Wuppertal soll Forensik-Standort werden auf wz-newsline.de v. 23. Oktober 2012</ref> Diese Pläne wurden jedoch Anfang 2014 nach heftigen Protesten der örtlichen Bevölkerung verworfen, eine Errichtung wird nun in Wülfrath nahe der Bergischen Diakonie Aprath fokussiert.<ref>Forensische Klinik kommt nicht nach Wuppertal auf rp-online.de vom 7. März 2014</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Peter Keller: Wuppertaler Stadien. Sutton, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-539-6, S. 8 und 107 f.
- Peter Keller: Spurensuche: Barmer Stadion, Radrennbahn Toelleturm, Bergisches Stadion, Stadion Lichtenplatz. Informationsbroschüre des Stadtbetriebs Sport & Bäder. Stadt Wuppertal, Wuppertal 1999.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Weblink offline
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Ehemalige Radrennbahn in Deutschland
- Sportstätte in Wuppertal
- Abgegangenes Bauwerk in Wuppertal
- Erbaut 1909
- Ehemalige militärische Einrichtung (Deutschland)
- Zerstört in den 1950er Jahren
- Zerstört im Zweiten Weltkrieg
- Ehemalige Veranstaltungsstätte in Nordrhein-Westfalen
- Bauwerk in Wuppertal