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Baumschlingen

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Baumschlingen
Datei:Periploca laevigata kz11.jpg

Glatte Baumschlinge (Periploca laevigata) in Teneriffa

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Periplocoideae
Gattung: Baumschlingen
Wissenschaftlicher Name
Periploca
L.

Die Baumschlingen (Periploca) sind eine Pflanzengattung der Unterfamilie Periplocoideae, die der Familie Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) zugerechnet wird. Zwei Arten werden auch in Mitteleuropa als Zierpflanzen kultiviert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Baumschlingen sind meist windende oder selten aufrechte, kahle Sträucher, die Wuchshöhen von mehreren Metern erreichen. Die gegenständigen, gestielten oder sitzenden Laubblätter sind immergrün oder fallen in Trockenzeiten ab; bei wenigen Arten sind sie auch zu Schuppen reduziert. Die Form der Blattspreite reicht von elliptisch bis eiförmig. Die Länge beträgt zwischen ungefähr 1,5 bis zu 10 cm, die Breite 0,2 bis 5 cm.<ref name="Liede-Schumann" />

Datei:Periploca aphylla 2.jpg
Periploca aphylla

Die zymösen Blütenstände werden in den Blattachseln und an den Enden der Zweige gebildet. Durchschnittlich 3 bis 15 gestielte Blüten sitzen in lockeren Gruppen. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1 bis 2,4 cm auf. Die fünf Kelchblätter sind frei.<ref name="Venter" /> Die fünf Kronblätter sind länglich und an der Spitze gerundet. Sie sind randlich gelblich-grün mit dunkelrotem oder braunem Mittelteil oder auch einheitlich gefärbt. Die Nebenkrone ist dunkelbraun, purpurrot oder gelblich. Es ist ein Kreis mit fünf freien Staubblättern vorhanden mit kurzen, breiten<ref name="FlPakistan" /> Staubfäden.<ref name="Liede-Schumann" />

Die meist paarig in stumpfem oder spitzem Winkel zueinander („hornförmig“) angeordneten, spindelförmigen, glatten Balgfrüchte werden meist zwischen 10 und 20 cm lang, im Extremfall bis 45 cm. Die länglichen Samen sind bisweilen recht groß (3 bis 14 mm lang und 1 bis 2,5 mm breit) und besitzen an der Spitze einen 20 bis 25 mm langen Haarschopf.<ref name="Liede-Schumann" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Periploca kommt auf den Kapverden, den Kanaren, in Nordafrika, Südeuropa und Kleinasien, am Kaukasus, auf der Arabischen Halbinsel, entlang des Ostafrikanischen Grabens von Äthiopien bis Malawi und vom Süd-Iran über Pakistan und den Himalaja bis in die Volksrepublik China vor.<ref name="Browicz" />

Datei:Periploca angustifolia11.jpg
Periploca angustifolia
Datei:Periploca gracilis kz1.jpg
Periploca gracilis
Griechische Baumschlinge (Periploca graeca)
Datei:Periploca laevigata - Torre-Pacheco 2.JPG
Periploca laevigata, fruchtend

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung der Gattung durch Carl von Linné in Species Plantarum wurde 1753 veröffentlicht.<ref name="SpPl" /> Den Namen übernahm er von Joseph Pitton de Tournefort.

Es werden derzeit 14–17 Periploca-Arten anerkannt, die sich auf zwei Sektionen verteilen.<ref name="Venter" /><ref name="WCSP" /> In regionalen Floren<ref name="FlChina" /> werden einige Unterarten zu Arten aufgewertet. Hier eine Auswahl an Arten:

Nicht mehr zu dieser Gattung wird gerechnet:

Siehe auch[Bearbeiten]

Aus Cortex periplocae (CPP), der trockenen Wurzel von Periploca sepium, kann das pflanzliche Glykosid und potentielle Senolytikum Periplocin gewonnen werden.<ref>Yang Li, Jin Li, Kun Zhou, Jun He, Jun Cao, Mingrui An, Yan-Xu Chang: A Review on Phytochemistry and Pharmacology of Cortex Periplocae. In: Molecules. Band 21, Nr. 12, 10. Dezember 2016, ISSN 1420-3049, S. 1702, doi:10.3390/molecules21121702, PMID 27973416, PMC 6272874 (freier Volltext).</ref><ref>Hao Guo, Haoping Mao, Guixiang Pan, Han Zhang, Ganwei Fan, Weiwei Li, Kun Zhou, Yan Zhu, Nobuyuki Yanagihara, Xiumei Gao: Antagonism of Cortex Periplocae extract-induced catecholamines secretion by Panax notoginseng saponins in cultured bovine adrenal medullary cells by drug combinations. In: Journal of Ethnopharmacology. Band 147, Nr. 2, 20. Mai 2013, ISSN 1872-7573, S. 447–455, doi:10.1016/j.jep.2013.03.036, PMID 23524165.</ref><ref>Vanessa Smer-Barreto, Andrea Quintanilla, Richard J. R. Elliott, John C. Dawson, Jiugeng Sun, Víctor M. Campa, Álvaro Lorente-Macías, Asier Unciti-Broceta, Neil O. Carragher, Juan Carlos Acosta, Diego A. Oyarzún: Discovery of senolytics using machine learning. In: Nature Communications. Band 14, Nr. 1, 10. Juni 2023, ISSN 2041-1723, S. 3445, doi:10.1038/s41467-023-39120-1, PMID 37301862.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Baumschlingen (Periploca) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Browicz">Kazimierz Browicz: The genus Periploca L. A monograph. In: Arboretum Kórnickie. Band 11, 1966, S. 5–104.</ref> <ref name="Venter">H. J. T. Venter: A revision of Periploca (Periplocaceae). In: South African Journal of Botany. Band 63, 1997, ISSN 0254-6299, S. 123–128.</ref> <ref name="Liede-Schumann">S. Liede-Schumann, U. Meve: Periploca. In: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Genera of Asclepiadoideae, Secamonoideae and Periplocoideae (Apocynaceae) (Memento vom 8. Juli 2007 im Internet Archive). Bayreuth 2006.</ref> <ref name="FlPakistan">S. I. Ali: Periploca. In: S. I. Ali, M. Qaiser (Hrsg.): Flora of Pakistan 150: Asclepiadaceae. University of Karachi, Department of Botany, Karachi 1983, S. 57, (online).</ref> <ref name="FlChina">Bingtao Li, Michael G. Gilbert, W. Douglas Stevens: Asclepiadaceae. In </ref> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 211, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D1%26issue%3D%26spage%3D211%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D.</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Periploca - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 1. Januar 2020. </ref> </references>