Behaarter Mohn
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| Datei:Papaver pilosum i01.jpg
Behaarter Mohn, Illustration | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Papaver pilosum | ||||||||||||
| Sm. |
Der Behaarte Mohn (Papaver pilosum) ist eine Pflanzenart aus der Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Er ist in der Türkei beheimatet. Er ist dem Papaver spicatum, einer weiteren türkischen Mohnart, sehr ähnlich.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen bis 60 Zentimeter. Je Pflanzenexemplar werden mehrere aufrechte oder aufsteigende, verzweigte Stängel gebildet. An der Basis der Pflanze entwickelt sich ein Büschel hellgrüner, leicht bläulicher Blätter. Die behaarten Laubblätter sind bei einer Länge von bis zu 15 Zentimetern lanzettlich mit gezähntem Rand.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Am Ende der Stängel befinden sich jeweils zwei aufrechte Blüten. An den drahtartigen, behaarten Blütenstielen, am Ende der Stängel, bildet sich die nach unten geneigte Blütenknospe. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch. Die vier blass-orangen Kronblätter überlappen sich und wirken wie zerknittertes Papier; manchmal bildet sich in ihnen ein weißlicher Basisfleck. Dicht um den Fruchtknoten herum sitzen die vielen Staubblätter mit den gelben Staubbeuteln. Der oberständige Fruchtknoten ist oben mit bis zu acht Strahlen versehen.
Aus den Öffnungen unter dem Deckel der schlanken, länglich keulenförmigen Porenkapsel entweichen die sehr kleinen Samen, wenn die Pflanze im Wind schwankt. Die Verbreitung der Samen geschieht über Windausbreitung.
Chromosomenzahl[Bearbeiten]
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />
Ökologie[Bearbeiten]
Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder durch Selbstbestäubung. Die Blüten folgen im Laufe des Tages dem Sonnenstand.
Vorkommen[Bearbeiten]
Der Behaarte Mohn ist in der Türkei in den Florengebieten Bithynien und Galatien beheimatet.<ref>türkische Florengebiete. paeo.de; abgerufen im Februar 2008.</ref> Dort findet man ihn in Gebirgen auf felsigen Böden an sonnigen bis halbschattigen Plätzen.
Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]
Der Behaarte Mohn wurde 1809 von James Edward Smith in Sibthorp: Florae Graecae Prodromus Band 1 Teil 2 Seite 360 als Papaver pilosum erstbeschrieben.
Man kann fünf Unterarten unterscheiden:<ref name="POWO" />
- Papaver pilosum subsp. glabrisepalum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kadereit: Sie kommt in der Türkei vor.<ref name="POWO" />
- Papaver pilosum subsp. pilosum: Sie kommt in der nordwestlichen Türkei vor.<ref name="POWO" />
- Papaver pilosum subsp. sparsipilosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss.) Kadereit: Sie kommt in der westlichen und nordwestlichen Türkei vor.<ref name="POWO" />
- Papaver pilosum subsp. spicatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss. & Balansa) N.Wendt ex Kadereit: Sie kommt in der westlichen und südwestlichen Türkei vor.<ref name="POWO" />
- Papaver pilosum subsp. strictum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Boiss. & Balansa) N.Wendt ex Kadereit: Sie kommt in der westlichen Türkei vor.<ref name="POWO" />
Verwendung[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweisbaustein Der Behaarte Mohn wird manchmal als Zierpflanze in Steingärten genutzt. Die sehr kälteresistente Pflanzenart gedeiht auf durchlässigen, nicht zu feuchte Böden an halbschattigen Standorten am besten. Für die weitere Vermehrung sorgt die Pflanze durch Selbstaussaat meist selber.
Inhaltsstoffe[Bearbeiten]
Der Milchsaft der Kapselfrucht enthält giftige Isochinolin-Alkaloide, unter anderem das Glaucin,<ref name="gift">B. Bös: Giftpflanzen.COMpendium. Abgerufen im Februar 2008.</ref> Für die Herstellung von Betäubungsmitteln und insbesondere für die Herstellung von Opium hat die Art keine Bedeutung.
Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten]
Der Artikel beruht hauptsächlich auf folgenden Unterlagen:
- Datenblatt bei Mohn.tk. papaver.frh.ch
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="IPCN"> Papaver pilosum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="POWO">Papaver pilosum. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> </references>