Beinwell
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| Datei:Symphytum cordatum 01.jpg
Herzblättriger Beinwell (Symphytum cordatum) | ||||||||||||
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Beinwell (Symphytum), früher (und auch heute in der deutschsprachigen Schweiz) auch Wallwurz (in Bezug auf das Zuheilen [„Wallen“ bzw. „Zusammenwallen“<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 481 (Anmerkungen zu walwurtz).</ref>] von Knochenbrüchen und Wunden, insbesondere für die Beinwell-Art Symphytum officinale) oder Beinwurz (von bein für „Knochen“) genannt, ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) gehört. Die 20 bis 40 Arten sind in Europa, Nordafrika und von Westasien bis nach Zentralasien weitverbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Symphytum-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die Wurzeln sind verdickt. Die oberirdischen Pflanzenteile sind rau oder borstig behaart.
Die wechselständigen Laubblätter sind einfach. Die Grundblätter sind gestielt und die Stängelblätter sind sitzend bis (bei vielen Arten) am Stängel herablaufend. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Als typischer Blütenstand wird ein endständiger Doppelwickel gebildet. Es sind keine Deckblätter vorhanden.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind höchstens bis zur Mitte mit ungleichen Kelchzipfeln verwachsen und verlängern sich etwas bis zur Fruchtreife. Die fünf hell-purpurroten, weißen oder selten gelben Kronblätter sind meist glockenförmig, aber auch röhrig verwachsen. In der Kronröhre befinden sich fünf Anhängsel, sogenannte „Kronschuppen“, mit papillösen Drüsen. Die fünf Kronlappen sind dreieckig bis halbkreisförmig mit gezähnten Rändern, und die Spitze kann manchmal nach oben eingerollt sein. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen und überragen die Krone nicht. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, der durch Einkerbungen in vier Klausen mit je einer Samenanlage geteilt ist. In der Einsenkung des vierteiligen Fruchtknotens mit konvexem Griffelpolster befindet sich der dünne Griffel, der in einer kopfigen Narbe endet und meist die Krone überragt.
Es werden Klausenfrüchte gebildet. Die vier Teilfrüchte (Klausen) sind eiförmig, manchmal etwas ungleichseitig, meist drüsig-warzig, netzartig-runzelig oder selten glatt. Die Samen besitzen Elaiosomen.
Systematik[Bearbeiten]
Der Gattungsname Symphytum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 136 erstveröffentlicht.<ref name="Linné1753" /><ref name="Euro+Med" /> Typusart ist Symphytum officinale. Synonyme für Symphytum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind. Procopiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gușul. orth. var., Procopiania Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gusul.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
Die Gattung Symphytum gehört zur Tribus Boragineae in der Unterfamilie Boraginoideae innerhalb der Familie der Boraginaceae.
Arten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]
Je nach Autor gibt es in der Gattung Beinwell (Symphytum) 20 bis 40 Arten:<ref name="Hacıoğlu2011" /><ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
- Symphytum abchasicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Trautv.: Dieser Endemit kommt nur in Georgien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum aintabicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hub.-Mor. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wickens: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum anatolicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Sie kommt auf Inseln der östlichen Ägäis, im asiatischen Teil der Türkei, im Libanon und in Syrien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Rauer Beinwell (Symphytum asperum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lepech., Syn.: Symphytum asperrimum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sims): Er kommt in der Kaukasusregion und in Westasien.
- Symphytum besseri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zaver.: Sie kommt in der Ukraine und der Krim vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum bornmuelleri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Buckn.: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum brachycalyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Das Verbreitungsgebiet liegt um die palästinensische Region und punktuell in der südlichen Türkei.
- Knollen-Beinwell (Symphytum bulbosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schimp., Syn.: Symphytum zeyheri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.F.Schimp., Symphytum tuberosum subsp. bulbosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(K.F.Schimp.) P.Fourn.): Er ist im nördlichen Mittelmeerraum verbreitet.<ref name="Euro+Med" />
- Kaukasischer Beinwell, Kaukasus-Beinwell (Symphytum caucasicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Bieb.): Er kommt wohl nur im südlichen Kaukasusraum vor<ref name="Euro+Med" /> und möglicherweise der Iran.<ref>Bomble, F. W. & Schmitz, B. G. A. 2013: Kaukasischer Beinwell (Symphytum caucasicum M. Bieb.) und Hidcote-Beinwell (Symphytum ×hidcotense P. D. Sell) im Aachener Raum. Jahrb. Bochumer Bot. Ver. Band 4, S. 56–60. (PDF 1 MB)</ref>
- Symphytum circinale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Runemark: Sie kommt wohl nur auf den Ostägäischen Inseln von Samos und Ikaria bis Rhodos sowie Euböa vor.<ref name="Pawlowski1971" /><ref name="Euro+Med" />
- Herzblättriger Beinwell (Symphytum cordatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Waldst. & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kit. ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.): Er kommt in der Slowakei, in Polen, in der Ukraine, der Krim und in Rumänien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Kreta-Beinwell<ref name="Schönfelder2008" /> (Symphytum creticum (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Runemark ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greuter & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rech.f.):<ref name="Greuter-Rechinger 1967" /> Neben Kreta besiedelt diese Art auch den südlichen Peloponnes und Zakinthos.<ref name="Pawlowski1971" />
- Symphytum cycladense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pawl.: Sie kommt nur auf zwei Inseln der griechischen Region Südliche Ägäis.
- Symphytum davisii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wickens: Die drei Unterarten sind Endemiten auf jeweils einer Insel in der Ägäis.
- Symphytum floribundum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Buckn. (Syn.: Symphytum mediterraneum F.W.Schultz): Er kommt in Frankreich vor.<ref name="Euro+Med" />
- Kleiner Kaukasus-Beinwell (Symphytum grandiflorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Syn.: Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Trautv., Symphytum ciscaucasium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gvin., Symphytum cordatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.M.Bieb.): Er kommt vielleicht in der Kaukasusregion vor.
- Symphytum gussonei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.W.Schultz: Sie kommt nur auf Sizilien und den umliegenden Inseln vor.
- Symphytum hajastanum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gvin.: Dieser Endemit kommt nur in Armenien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Kriechender Beinwell (Symphytum ibericum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steven): Sie kommt nur in Georgien und im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum icaricum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pawl.: Sie kommt nur auf ostägäischen Inseln vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum insulare (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pawl.) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greuter & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burdet (Syn.: Procopiania insularis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pawl., Trachystemon orientalis sensu Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rech.f.): Sie kommt nur auf Karpathos und den Kykladen vor.<ref name="Pawlowski1971" />
- Symphytum kurdicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss. & Hausskn.: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum longisetum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hub.-Mor. & Wickens: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum microcalyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Opiz: Sie kommt in der Ukraine und der Krim vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum naxicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pawl.: Sie kommt in Griechenland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Echter Beinwell, Gewöhnlicher Beinwell (Symphytum officinale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Es gibt je nach Autor wenige Unterarten:
- Weißer Beinwell (Symphytum officinale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. bohemicum (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.W.Schmidt) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Čelak., Syn.: Symphytum bohemicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.W.Schmidt): Er ist in Europa auf den Britischen Inseln, den Niederlanden, Deutschland, Polen, Österreich, Ungarn, in der früheren Tschechoslowakei, in Italien und im früheren Jugoslawien verbreitet.
- Echter Beinwell (Symphytum officinale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. officinale, Syn.: Symphytum album Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steud., Symphytum ambiguum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pau, Symphytum besseri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zaver., Symphytum bohemicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.W.Schmidt, Symphytum coccineum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl., Symphytum commune Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Faegri, Symphytum consolida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gueldenst., Symphytum elatum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tausch, Symphytum majus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bubani, Symphytum microcalyx Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Opiz, Symphytum molle Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Janka, Symphytum patens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sibth., Symphytum peregrinum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ledeb., Symphytum rakosiense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Soó) Pénzes, Symphytum stenophyllum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Beck): Er ist von West- über Mittel- sowie Osteuropa bis zur Türkei und Zentralasien verbreitet.<ref name="Euro+Med" />
- Sumpf-Beinwell (Symphytum officinale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. uliginosum (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Kern.) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nyman, Syn.: Symphytum uliginosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Kern., Symphytum tanaicense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Steven, Symphytum vetteri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Thell., Symphytum officinale var. glabrescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nicklès): Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mitteleuropa bis Osteuropa.
- Orientalischer Beinwell (Symphytum orientale Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L., Syn.: Symphytum tauricum auct. non Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.): Er kommt nur in der nordwestlichen Türkei und der südwestlichen Ukraine vor.<ref name="FlEurop" />
- Symphytum ottomanum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Friv. (Syn.: Procopiana euboica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Runemark, Symphytum euboicum (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Runemark) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Runemark): Das Verbreitungsgebiet ist die Balkanhalbinsel und die Türkei.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum pseudobulbosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Azn.: Sie kommt in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum savvalense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kurtto: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum sylvaticum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss.: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Symphytum tauricum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Willd.: Sie kommt in Bulgarien, Rumänien, Russland, auf der Krim und im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
- Knoten-Beinwell (Symphytum tuberosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.): Je nach Autor gibt zwei bis mehrere Unterarten:
- Symphytum tuberosum subsp. angustifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kern.) Nyman
- Symphytum tuberosum subsp. leonhardtianum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pugsley) Kovalchuk (Syn.: Symphytum leonhardtianum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pugsley)
- Symphytum tuberosum subsp. nodosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schur) Soó (Syn.: Symphytum nododum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schur)
- Symphytum tuberosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. tuberosum
Außerdem gibt es an Hybriden:
- Symphytum ×foliosum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rehm: Die Heimat sind die mitteleuropäischen Staaten Tschechien und Slowakei.
- Symphytum ×hidcotense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.D.Sell: Die Eltern sind der Kleine Kaukasus-Beinwell (Symphytum grandiflorum) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. und der Futter-Beinwell (Symphytum ×uplandicum) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nyman).<ref>Bomble, F. W. & Schmitz, B. G. A. 2013: Kaukasischer Beinwell (Symphytum caucasicum M. Bieb.) und Hidcote-Beinwell (Symphytum x hidcotense P. D. Sell) im Aachener Raum. Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 4: 56-60. (PDF 1 MB)</ref>
- Symphytum ×norvicense Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leaney & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.L.O’Reilly: Die Heimat ist England. Die Elternteile sind der Raue Beinwell (Symphytum asperum) und der Echte Beinwell (Symphytum officinale).
- Symphytum ×perringianum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.H.Oswald & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.D.Sell: Die Elternteile sind der Orientalische Beinwell (Symphytum orientale) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. und der Futter-Beinwell (Symphytum ×uplandicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nyman).
- Symphytum ×pseudopterum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Borb.: Die Heimat ist die Slowakei.
- Symphytum ×rakosiense (Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Soó) Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pénzes: Die Heimat ist die Slowakei.
- Symphytum ×ullepitschii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wettst. (Syn.: Symphytum ×polonicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Błocki ex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Buckn.): Die Heimat ist die Slowakei.
- Futter-Beinwell (Symphytum ×uplandicum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Nyman, es handelt sich um eine Hybride aus dem Rauen Beinwell und dem Echten Beinwell (Symphytum asperum × Symphytum officinale).
Verwendung[Bearbeiten]
Heilpflanze[Bearbeiten]
Die Beinwell-Arten wurden schon in alter Zeit als Heilkraut verwendet.<ref name="Crellin" /> Der antike griechische Arzt Dioskurides etwa beschreibt das von ihm bereits so genannte Sýmphyton állo (σύμφυτον ἄλλο) ausführlich.<ref>Dioskurides, de materia medica 4,9f.</ref> Ob allerdings die in der lateinischen Antike als alum Gallicum bekannte Heilpflanze dem Beinwell entspricht, ist unklar.<ref>August Steier: Alum Gallicum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband VII, Stuttgart 1940, Sp. 22–26, insbesondere Sp. 24f.</ref> Jedenfalls leiten sich sowohl der altgriechische als auch einige deutsche Namen (Beinwell, Lehnübersetzung von mittellateinisch consolida, mittelhochdeutsch auch walwurtz<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 432 (zu paynwel bzw. beinwelle) und 490 (zu wurtz in walwurtz) sowie 495 (zusammenwallen, Übersetzung von mittellateinisch consolidari).</ref>) der Pflanze von ihrer Anwendung bei Knochenbrüchen und offenen Wunden ab. Auch bei Verletzungen von Bändern und Sehnen wurde den Pflanzen Heilwirkung zugeschrieben. Sowohl der heute anerkannte Gattungsname Symphytum als auch der in früheren Werken gebräuchliche Name Consolida (übersetzt „wachse zusammen“, von lateinisch consolidare mittelhochdeutsch zusammenwallen, neuhochdeutsch ‚zusammenwachsen, konsolidieren‘; griechisch symphýein) beziehen sich auf das „Zusammenwachsen“.<ref name="Genaust2005" /><ref>Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 174 („Consolida maior – walwortz, symphitum, anagulicum, Picterion“).</ref> Als Heilpflanze wird besonders der Echte Beinwell (Symphytum officinale) eingesetzt und auch in Kräutergärten angebaut. Äußerlich angewendet ist er wirksam bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen, der Gebrauch unterliegt jedoch Beschränkungen.<ref name="Kommission E" /> Eingesetzt wird Beinwell bei sogenannten „stumpfen Traumen“ aufgrund seiner schmerzlindernden, entzündungshemmenden und abschwellenden Wirkung. Ein Vergleich mit oberflächlicher Anwendung von Diclofenac bei Gelenkverletzungen ergab einen mindestens gleichwertigen Wirkstärkeneffekt von Beinwellextrakt.<ref>Roberto D’Anchise, Michael Bulitta, Bruno Giannetti: Comfrey Extract Ointment in Comparison to Diclofenac Gel in the Treatment of Acute Unilateral Ankle Sprains (Distortions). In: Arzneimittelforschung. Band 57(11), Nr. 2007. Editio Cantor, Aulendorf 2007, S. 712–716, doi:10.1055/s-0031-1296672.</ref> Die Heilwirkung auf die Haut ist auf den Inhaltsstoff Allantoin zurückzuführen, der heute auch in der Kosmetik zahlreiche Anwendungsgebiete gefunden hat. Vorlage:Hinweisbaustein Allantoin bewirkt die Beschleunigung des Zellaufbaus und der Zellbildung,<ref name="apotheker.or.at" /><ref>Désirée Christin Flügel: Allantoin - Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen. In: Gelbe Liste. 4. Mai 2024, abgerufen am 21. November 2024.</ref> was in der alten Heilkunde vor allem bei der Behandlung von Unterschenkelgeschwüren genutzt wurde.
Giftigkeit[Bearbeiten]
Beinwell enthält wechselnde Mengen von Pyrrolizidinalkaloiden, die (in hoher Dosierung und als Einzelsubstanz) leberschädigend und krebsauslösend wirken. Die Kommission E hat daher für Deutschland den Gebrauch als Heilpflanze nur unter Einschränkungen zugelassen.<ref name="Kommission E" /> In Kanada und einigen Staaten der USA dürfen Beinwellprodukte zur inneren Anwendung nicht mehr vermarktet werden.<ref name="bccancer" />
Unkundige haben den hochgiftigen Fingerhut (Digitalis purpurea) schon mit Beinwell verwechselt.<ref>Vorsicht: Verwechslung von Beinwell- mit Fingerhutblättern Merkblatt des Gemeinsamen Giftnotrufzentrums der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, 2015</ref>
Bodenverbesserer[Bearbeiten]
Allen Beinwellarten ist gemeinsam, dass sie sehr schnell wachsen und im Garten rasch lästig werden können.<ref name="Biogarten" /> Im Garten werden sie gerne als Mulchmaterial verwendet.<ref name="Rusch" /><ref name="Hemenway" /> Beinwelljauche ist ein organischer Dünger (siehe auch Pflanzenjauche).
Die Eignung als Mulchmaterial kommt daher, dass Beinwell-Arten im Boden nach Nährstoffen „schürfen“, die in nährstoffarmen Böden für andere Pflanzen oft nicht verfügbar sind.
Literatur[Bearbeiten]
- Masha Bennett: Pulmonarias and the Borage family. Timber Press, Portland 2003, ISBN 0-88192-589-6.
- Gelin Zhu, Harald Riedl, Rudolf V. Kamelin: Symphytum. In:
- Abtei Fulda: Comfrey – was ist das? 9. Auflage. Fulda 2000, ISBN 3-924201-05-6.
- Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen. Gräfe und Unzer, München 1999, ISBN 3-7742-3848-0.
- Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Europäische Heil- und Giftpflanzen. 4. Auflage. Franckh, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-05854-9.
- Avril Rodway: Kräuter und Gewürze. Die nützlichsten Pflanzen der Natur – Kultur und Verwendung. Tessloff, Hamburg 1980, ISBN 3-7886-9910-8.
- Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzen. Grundlagen, Anwendung, Therapie. 2., überarbeitete Auflage. Sonntag Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8304-9097-6, S. 411.
- Cedric Bucknall: A Revision of the Genus Symphytum, Tourn. In: Journal of the Linnean Society of London, Botany, Volume 41, Issue 284, 1913, S. 491–556. doi:10.1111/j.1095-8339.1913.tb01202.x
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="FlEurop"> Bogumil Pawłowski: Symphytum. In: </ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés, E. von Raab-Straube, 2011: Boraginaceae. Datenblatt Symphytum In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Linné1753"> Carl von Linné: Species Plantarum. Tomus I, 1753, S. 136, Digitalisat </ref> <ref name="Kommission E"> Kommission für Phytotherapie (Kommission E) des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA), heute Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Monographie Symphyti radix (Beinwellwurzel). Bundesanzeiger 138, 27. Juli 1990. – www.heilpflanzen-welt.de. </ref> <ref name="Genaust2005"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996). </ref> <ref name="bccancer"> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.http://www.bccancer.bc.ca/ ( vom 16. April 2008 im Internet Archive) </ref> <ref name="Rusch"> Margit Rusch: Anders gärtnern: Permakulturelemente im Hausgarten. ökobuch, Staufen bei Freiburg 2010, ISBN 978-3-936896-52-7. </ref> <ref name="Pawlowski1971"> Bogumil Pawłowski: De genere Procopiana Gușuleac. In: Fragmenta Floristica et Geobotanica. Band 17, Nr. 1, 1971, S. 39–58. </ref> <ref name="Hacıoğlu2011"> </ref> <ref name="Greuter-Rechinger 1967"> Werner Greuter, Karl Heinz Rechinger: Flora der Insel Kythera gleichzeitig Beginn einer nomenklatorischen Überprüfung der griechischen Gefässpflanzenarten. In: Boissiera. Band 13, 1967, S. 100. </ref> <ref name="Crellin"> J. K. Crellin, A. L. Tommie Bass: Herbal Medicine Past and Present: A reference guide to medicinal plants. S. 187. </ref> <ref name="apotheker.or.at"> apotheker.or.at weiterer Nachweis mit exakt dem Wortlaut </ref> <ref name="Biogarten"> Marie-Luise Kreuter: Der Biogarten. 25. Auflage. 2012, S. 209. </ref> <ref name="Hemenway"> Toby Hemenway: Gaia's Garden: A Guide to Home-Scale Permaculture. 2nd Edition. S. 127. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 136–144. </ref> </references>