Ben A. Finkelstein
Ben A. Finkelstein (* 28. Mai 1910 in Liepāja<ref name="buch-EctrAAAAMAAJ-">Biographical Directory of the American Psychiatric Association. R. R. Bowker Company, 1968, S. 211. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>; † 3. Januar 1975 in Cleveland, Ohio<ref>Eintrag im Ohio Death Index</ref>) war ein schweizerisch-US-amerikanischer Psychiater.
Leben[Bearbeiten]
Ben Ami Finkelstein promovierte 1935 an der Universität Zürich mit einer Arbeit über die Weissfleckenkrankheit. Während des Zweiten Weltkriegs war er eine Zeitlang in einem Arbeitslager interniert.<ref>Jacques Picard: Die Schweiz und die Juden 1933–1945: Schweizerischer Antisemitismus, jüdische Abwehr und internationale Migrations- und Flüchtlingspolitik. Chronos, 1994, S. 496. ISBN 3-905311-22-4</ref> Danach arbeitete er in der psychiatrischen Anstalt Tarpeh, wo er den „Einfluss der Einwanderung auf den Charakter einer zum Wahnsinn neigenden Person“ anhand einer Shoah-Überlebenden aus Litauen erforschte; 1952 veröffentlichte er Resultate, die 2012 von Rakefet Zalashik für ideologische Auslassungen kritisiert wurden.<ref>Rakefet Zalashik: Das unselige Erbe: Die Geschichte der Psychiatrie in Palästina und Israel. Campus Verlag, 2012S. 161–163.</ref>
Finkelstein arbeitete u. a. am Eastern State Hospital in Lexington (Kentucky)<ref>Ben A. Finkelstein: Dysmorphophobia. In: Diseases of the nervous system. 24, S. 365–370 (1963)</ref> und am Lima State Hospital in Lima (Ohio).<ref>Ben A. Finkelstein: Offenses with no apparent motive. In: Diseases of the nervous system. 29, 310–314 (1968)</ref> In den 1970er Jahren wirkte Finkelstein an der Rosegg (Solothurn).<ref>Zürcher medizingeschichtliche Abhandlungen, Nr. 227–234, 1991, S. 61.</ref>
1957 veröffentlichte Finkelstein im Amsterdamer Verlag F. Van Rossen das Buch Psychologische Skizzen; danach veröffentlichte er zahlreiche Artikel in US-amerikanischen Fachzeitschriften, u. a. im Journal of the American Medical Association<ref>Siehe Google Scholar und PubMed</ref> (1971 einen über den Selbstmord von Vincent van Gogh).<ref>Ben A. Finkelstein: Van Gogh's Suicide. In: JAMA: The Journal of the American Medical Association. 218, 1971, S. 1832, doi:10.1001/jama.1971.03190250058036.</ref>
Finkelstein beschäftigt sich u. a. mit der Psychologie des Verbrechens.
An einem von Mieczyslaw Minkowski organisierten Vortragsabend berichtete Finkelstein im Rahmen der Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie über die „Psychologie von isolierten Gruppen“.<ref>Zürcher medizingeschichtliche Abhandlungen, Nr. 227–234, 1991, S. 36.</ref>
Finkelstein korrespondierte u. a. mit Albert Einstein<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Drei Briefe ( vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) in den Einstein Archives Online.</ref> und Hans Martin Sutermeister.<ref>Mäppchen in der Burgerbibliothek Bern</ref>
Schriften[Bearbeiten]
- Die Psychologie der isolierten Gruppen. In: Schweizerische Zeitschrift für Psychologie. 1948.
- Mental diseases in relation to Aliya. In: Harefua, 42, 124, 1952 (auf Hebräisch).
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Ben A. Finkelstein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Nachlass (Streubestand) in der Burgerbibliothek Bern
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Finkelstein, Ben A. |
| ALTERNATIVNAMEN | Finkelstein, Ben Ami (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | schweizerisch-US-amerikanischer Psychiater |
| GEBURTSDATUM | 28. Mai 1910 |
| GEBURTSORT | Liepāja |
| STERBEDATUM | 3. Januar 1975 |
| STERBEORT | Cleveland, Ohio |