Zum Inhalt springen

Benar Heifetz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Benar Heifetz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 29. Novemberjul. / 11. Dezember 1899greg. in Mogiljow, Russisches Kaiserreich; † 5. April 1974 in Manhasset, New York)<ref group="A">Das Sterbedatum ist strittig. LexM und New York Times nennen den 5. April 1974. Bei VIAF findet sich der 8. April 1974, bei GND der 11. Dezember 1974.</ref> war ein russisch-amerikanischer Cellist.<ref name="lexm">Claudia Maurer Zenck: Benar Heifetz im Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM), Stand: 21. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2019.</ref>

Familie[Bearbeiten]

Heifetz wurde in der belarussischen Stadt Mogiljow geboren, deren jüdischer Bevölkerungsanteil um 1900 bereits 50 % erreicht hatte<ref>Paul R. Magocsi: Historical Atlas of Central Europe. [2.,] rev. und erw. Auflage. University of Washington Press, Seattle 2002, ISBN 0-295-98193-8, S. 109.</ref> und die damals zum Russischen Kaiserreich gehörte. Im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl stammt aus ihr eine überdurchschnittlich große Zahl an Musikern. So kommen beispielsweise Modest Altschuler, der Gründer des Russian Symphony Orchestra in New York, und der Komponist Irving Berlin aus Mogiljow.<ref name="contra">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Benar Heifetz 1899–1974 (Memento vom 26. März 2015 im Internet Archive) contraclassics.com; abgerufen am 21. April 2016.</ref>

Heifetz heiratete die Pianistin und Musikpädagogin Olga Wolfsthal geb. Band (1898–1984),<ref name="Szell">George Szell (Conductor). Bach Cantatas Website (englisch).</ref> die Witwe des sehr früh verstorbenen Violinisten und Carl-Flesch-Schülers Josef Wolfsthal. Sie brachte aus dieser Ehe eine kleine Tochter mit in ihre dritte Ehe.<ref name="lexm" /> Vor ihrer Ehe mit Wolfsthal war sie bereits mit George Szell verheiratet gewesen.<ref name="Szell" />

Der Familienname ist – in unterschiedlichen Schreibweisen – sehr weit verbreitet, über die verwandtschaftlichen Beziehungen ist wenig bis nichts belegt. Es gibt zwar immer wieder Fundstellen, in denen eine Verwandtschaft zu anderen Heifetz’ kolportiert wird.<ref name="nyt">Benar Heifetz, Cellist, Dead; Taught at Manhattan School. In: The New York Times. 8. April 1974; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wegen der Berühmtheit des Violinisten Jascha Heifetz beispielsweise haben in der Vergangenheit viele eine direkte oder indirekte Verwandtschaft behauptet, bewiesen wurde sie in keinem bekannten Fall.<ref name="stoko">Benar Heifetz. In: stokowski.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2020; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stokowski.org</ref>

Studium und musikalisches Wirken[Bearbeiten]

Benar Heifetz studierte ab 1911 am Sankt Petersburger Konservatorium und bis zum Abschluss 1917 am Konservatorium Leipzig bei Julius Klengel, der später auch Emanuel Feuermann und Gregor Piatigorsky unterrichtete.<ref name="lexm" />

Zwischen 1927 und 1939 spielte er im Kolisch-Quartett, das 1921 als Wiener Streichquartett gegründet worden war. Die Besetzung Rudolf Kolisch (Erste Violine), Felix Khuner (Zweite Violine) und Eugen Lehner (Viola), fokussierte auf Neue Musik, Kolisch war der Schwager von Arnold Schönberg.<ref>Theodor W. Adorno / Alban Berg: Correspondence 1925–1932. John Wiley & Sons, New York City 2014, ISBN 978-0-7456-9496-2.</ref><ref>Markus Grassl, Reinhard Kapp: Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule: Verhandlungen des internationalen Colloquiums Wien 1995. Böhlau, Wien 2002, ISBN 978-3-205-98891-5, S. 171.</ref> Zur Saison 1939/40 wurde Heifetz Solocellist im Philadelphia Orchestra. Eugene Ormandy berief im November 1939 Samuel Mayes als weiteren Solocellisten.<ref name="stoko" /> Nach dem Ende der Saison 1942/43 wechselte Heifetz zum NBC Symphony Orchestra, das von Arturo Toscanini dirigiert wurde. Von 1943 bis zum Ende der Toscanini-Ära 1954 wurden die ersten Bratschen mit Carlton Cooley und Milton Katims besetzt, während die ersten Celli mit Frank Miller und Benar Heifetz besetzt waren.<ref name="contra" /><ref>Institut für Zeitgeschichte München (Hrsg.), Werner Röder, Herbert A. Strauss: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. International biographical dictionary of Central European emigrés 1933–1945. 3 Bände. De Gruyter, Berlin 1980, ISBN 3-598-10087-6.</ref>

Heifetz spielte von 1928 bis 1930 auch in dem mit Arnold Schönberg verbundenen Wiener Pierrot lunaire-Ensemble, das mit Erwin Stein (Dirigent), Erika Stiedry-Wagner (Rezitation), Franz Wangler (Flöte, Piccolo), Viktor Polatschek (Klarinette, Bassklarinette), Rudolf Kolisch (Violine, Viola) und Eduard Steuermann (Klavier) in Wien, Heidelberg, Nürnberg und Köln auftrat<ref name="lexm" /> und am 7. April 1930 in der Central Hall Westminster konzertierte.<ref></ref><ref>Thomas Brezinka: Erwin Stein. Ein Musiker in Wien und London. Böhlau, Wien 2005, ISBN 3-205-77384-5.</ref>

Als besonders eindrückliches Beispiel für Heifetz’ Cello-Spiel darf das Konzert mit Camille Saint-Saëns’ Karneval der Tiere gelten, welches am 27. November 1939 aufgenommen wurde,.

In den 1940er und 1960er Jahren spielte Heifetz Streichquintett zusammen mit dem Budapester Streichquartett.<ref name="lexm" />

1944 gründete Heifetz mit dem Geiger Alexander Schneider und dem Komponisten Erich Itor Kahn das Albeneri-Trio, das sich, mit Artur Balsam und William Kroll neu formiert, in den 1960er Jahren in Balsam-Kroll-Heifetz-Trio umbenannte und bis in die 1970er Jahre hinein konzertierte.<ref name="lexm" />

Ein Schüler von Benar Heifetz war Jules Eskin.<ref>Jules Eskin (Interview). opuscello.com; abgerufen am 21. April 2016</ref> Heifetz starb im Alter von 74 Jahren.

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references group="A" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Benar Heifetz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein