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Bergerdamm

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Bergerdamm
Stadt Nauen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(436)&title=Bergerdamm 52° 39′ N, 12° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(436) 52° 39′ 15″ N, 12° 48′ 27″ O
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Höhe: 46 m
Fläche: 29,82 km²
Einwohner: 436 (31. Dez. 2024)<ref>Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2024 Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen im September 2026. (saved in Webarchiv)</ref>
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner/km²
Postleitzahl: 14641
Vorwahl: 03321

Bergerdamm mit seinen Ortslagen beziehungsweise Wohnplätzen Bergerdamm-Lager, Bergerdamm-Hanffabrik, Hertefeld und Friesenhof ist ein Ortsteil<ref>Auflistung als Ortsteil von Nauen im Kommunalverzeichnis Brandenburg. Abgerufen am 14. Juni 2026.</ref> der Stadt Nauen im brandenburgischen Landkreis Havelland. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Bergerdamm. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung<ref name="OV">Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de.</ref> und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 91 kB) §§ 2 und 13. In: Webauftritt. Stadt Nauen, abgerufen im September 2026.</ref>

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Bergerdamm liegt 7,5 Kilometer nordnordwestlich der Kernstadt Nauen nördlich der Bundesstraße 5. Der Ortsteil befindet sich auf einer Höhe von 30 m ü. NHN und weist eine Fläche von 29,62 km² auf. Aufgrund seiner 479 Einwohner beträgt die Bevölkerungsdichte 16 Einwohner/km² (Stand: 31. Dezember 2002).<ref name="LDS">Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) – Beitrag zur Statistik – Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg von 1875 bis 2005 – Landkreis Havelland vom Dez. 2006</ref> Nordöstlich des Ortsteils verläuft der Große Havelländische Hauptkanal.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Bergerdamm dürfte eines der jüngeren Dörfer des Havellandes sein, es wurde im Ortsverzeichnis erstmals 1897 erwähnt.
Seit dem Ende 19. Jahrhundert bis zum Beginn der 1970er Jahre prägte der Hanfanbau und seine Verarbeitung (Hanffabrik, erbaut 1918), initiiert durch den Landwirt und Gutsbesitzer Arthur Schurig (1869–1932) und der „Deutschen Hanfanbau-Gesellschaft“, das Leben von Bergerdamm und gab dem Ortsteil Hanffabrik seinen Namen. Der Hanfanbau wurde nach dem Ersten Weltkrieg noch mehr intensiviert um den Ausfall des Sisals aus den ehemaligen deutschen Kolonien zu kompensieren. Zur Melioration der Luchgebietes wurde eigens ein Kriegsgefangenenlager geschaffen, ein Teil der überwiegend russischen und französischen Kriegsgefangenen wurde auch zum Hanfanbau benötigt. Die Zahl der Kriegsgefangenen ist unbekannt, aber man schätzt das ca. 5.000 Gefangene im Havelländischen Luch zur Arbeit eingesetzt wurden. Zum Vorantreiben der Meliorationsarbeiten wurde ein Feldbahnnetz geschaffen und so wurde bereits im Frühjahr 1914 ein normalspuriges fliegendes Gleis zwischen dem Bahnhof Berger Damm an der Berlin-Hamburger Bahn und dem Ort Bergerdamm (Entfernung ca. 1 km) gelegt. Nach Abschluss der Meliorationsarbeiten blieben Teile des Feldbahnnetzes für die Nutzung als landwirtschaftliche Feldbahn erhalten, so auch die Strecken: Bergerdamm – Hertefeld – Ribbeckshorst und Paulinenaue – Eichberge – Bergerdamm.<ref>Die Feldbahn im havelländischen Luch</ref> 1957 wurde der Ortsteil Hertefeld nach Bergerdamm eingemeindet.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Brandenburgisches Landeshauptarchiv (Memento vom 5. September 2012 im Webarchiv archive.today)</ref>
1972/73 endete die Ära des Hanfanbaus und seine Verarbeitung, im Zuge der letzten großen Verstaatlichungswelle wurde die Hanffabrik in den VEB Plakotex eingegliedert und auf die Verarbeitung von Kunststoff zu Planen, Zelten und aufblasbaren Schnellbootattrappen umgestellt. Die Schnellbootattrappen dienten als Mittel der psychologischen Kriegsführung.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bbaktiv.deHanffabrik wird abgerissen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive), Märkische Allgemeine vom 16. Oktober 2004</ref> Nach der Wende im Jahre 1992 kam das Ende der Hanffabrik und im Jahre 2004 wurde mit dem Rückbau und Abriss der Fabrik begonnen. Mit der Sprengung des 20 m Schornsteins im Februar 2005 verschwand das ehemalige Wahrzeichen des Bergerdammer Ortsteil Hanffabrik endgültig und nur noch der Name des Ortsteils erinnert an ein Stück märkische Industriegeschichte.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bbaktiv.deDas Ende der Hanffabrik Schornstein gesprengt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive), Märkische Allgemeine vom 7. Februar 2005</ref>

Eingemeindung[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform des Landes Brandenburg wurde Bergerdamm am 26. Oktober 2003 ein Ortsteil von Nauen.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003</ref>

Politik[Bearbeiten]

Ortsvorsteherin[Bearbeiten]

Ehrenamtliche Ortsvorsteherin ist Jeanett Hellwig.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Bergerdamm ist im Rahmen des ÖPNV durch die Havelbus Linie 664 der HVG mit Nauen und Königshorst verbunden.

Kommunikation[Bearbeiten]

Die postalische Erreichbarkeit der Bergerdammer Einwohner wird mittels der Postleitzahl: 14641 Nauen OT Bergerdamm und die telefonische Erreichbarkeit mittels der Vorwahl: 03321 sichergestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende