Bergfarn
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Bergfarn (Oreopteris limbosperma), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Oreopteris limbosperma | ||||||||||||
| (All.) Holub |
Der Bergfarn oder Berg-Lappenfarn (Oreopteris limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Bellardi ex All.) Holub; Syn: Thelypteris limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Bellardi ex All.) H.P. Fuchs)<ref name="FloraWeb" /><ref name="Rothmaler2-20" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Oreopteris innerhalb der Familie der Sumpffarngewächse (Thelypteridaceae). Sie ist auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika weitverbreitet.<ref name="farndatenbank" /> Oreopteris limbosperma ist die einzige in Europa vorkommende Art der Gattung Oreopteris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Holub.
Beschreibung[Bearbeiten]
Der Bergfarn wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Das Rhizom ist kurz und aufsteigend.<ref name="FloraBW1" /> Die Wedel sind in einer trichterförmigen Rosette<ref name="FloraBW1" /> angeordnet. Die Wedel besitzen eine Länge von 30<ref name="Oberdorfer" /> bis 100<ref name="FloraBW1" /> Zentimeter. Der nur etwa 20 cm lange<ref name="FloraBW1" /> Blattstiel besitzt zwei Leitbündel.<ref name="Oberdorfer" /> Ebenso wie der untere Teil der Blattspindel ist er zerstreut mit gelben Spreuschuppen besetzt.<ref name="FloraBW1" /> Die gelbgrünen<ref name="FloraWeb" />, unterseits mit gelben Drüsenhaaren<ref name="Oberdorfer" /><ref name="Rothmaler2-20" /> und kurzen, weißen Härchen<ref name="FloraBW1" /> besetzten Blattspreiten haben einen feinen Zitronengeruch.<ref name="Düll2011" /> Die Blattspreite ist jederseits mit 18 bis 30 fast sitzenden Fiedern besetzt.<ref name="Hegi1984" /> Die untersten Fiedern sind kurz, dreieckig und meist gegenständig; die übrigen sind lanzettlich und stehen meist abwechselnd.<ref name="Hegi1984" /> Der Gesamt-Umriss des Wedels in länglich-lanzettlich<ref name="Hegi1984" /> und am Grund auffällig verschmälert.<ref name="Rothmaler2-20" /><ref name="FloraWeb" /> Die abgerundeten Fiederchen sind am Rand undeutlich gekerbt.<ref name="FloraBW1" /> Die Fiederchen der fertilen Blätter sind häufig umgerollt.<ref name="FloraBW1" /> Die schwarzbraunen Sporenbehälter (Sori) sitzen zweireihig auf der Unterseite der sporentragenden Wedel und sind dem Rand der Fiederchen genähert.<ref name="Rothmaler2-20" /><ref name="FloraBW1" /> Der Schleier der Sori fällt früh ab.<ref name="Rothmaler2-20" /><ref name="FloraBW1" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 68.<ref name="Oberdorfer" />
Ähnliche Arten[Bearbeiten]
Beim Echten Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), mit dem der Bergfarn leicht verwechselt werden kann, sind die Wedel dunkler grün und auf der Blattunterseite drüsenlos, die Sori befinden sich in der Mitte der Fiederchen. Der Blattstiel besitzt drei bis fünf Leitbündel.<ref name="FloraBW1" />
Ökologie[Bearbeiten]
Der Bergfarn ist ein sommergrüner Hemikryptophyt.<ref name="Düll2011" /><ref name="FloraBW1" /> Die Sporen unterliegen der Windausbreitung als Körnchenflieger.<ref name="Düll2011" /> Die Sporenreife erstreckt sich Juli bis August.<ref name="Düll2011" /> Die vegetative Vermehrung erfolgt durch das Rhizom.<ref name="Düll2011" />


Vorkommen[Bearbeiten]
Der Bergfarn kommt in Makaronesien und in den Gemäßigten Zonen Eurasiens vor. In Europa kommt er in fast allen Ländern vor und fehlt nur in Portugal, Island, Finnland, der Slowakei, Moldau, Belarus, Kosovo, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro, Griechenland und Bulgarien.<ref name="Euro+Med" /> In Mitteleuropa kommt der Bergfarn in Gebirgslagen, aber auch in Tieflagen im Nordosten (Rügen) und Westen (Bergisches Land) vor.<ref name="Oberdorfer" /> Er ist in Deutschland im Süden verbreitet, im Norden zerstreut und geht dort zurück.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Der Bergfarn besiedelt staudenreiche Bergmischwälder, schattige und artenarme Eichenwälder, Erlenbrüche und Waldquellen, auch an feuchten Böschungen, hier häufig als Sekundärvorkommen. Er wächst am besten auf sickerfrischen, wechselfeuchten, nährstoff- und basenarmen Lehmböden in regenreichen Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit.<ref name="Oberdorfer" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4w (sehr feucht aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 1 (stark sauer), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Im pflanzensoziologischen System hat der Bergfarn sein Schwerpunktvorkommen in der planar-collinen Stufe im Verband Alnion glutinosae, in der montan-subalpinen Stufe in der Klasse Betulo-Adenostyletea und im Verband Vaccinio-Piceion, sowie in der montan-subalpinen Stufe im Unterverband Luzulo-Fagenion.<ref name="Oberdorfer" /><ref name="FloraWeb" /> In den Allgäuer Alpen steigt der Bergfarn auf der Rappen-Alpe bis über 2000 Metern Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" /> Im Kanton Wallis erreicht er sogar 2100 Meter.<ref name="Hegi1984" />
Taxonomie[Bearbeiten]
Der Bergfarn wurde 1789 von Carlo Allioni unter dem Basionym Polypodium limbospermum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.All. in Auctarium ad Floram Pedemontanam, S. 49 erstbeschrieben.<ref name="Allioni" /> Der derzeit meist anerkannte Name Oreopteris limbosperma wurde 1969 durch Josef Holub in Folia Geobotanica & Phytotaxonomica Band 4, S. 48 veröffentlicht.<ref name="Holub" /><ref name="tropicos" /> Ein wichtiges, oft gebrauchtes Synonym ist Thelypteris limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Bellardi ex All.) H.P.Fuchs.<ref name="GRIN" /> Die Einordnung in Gattungen innerhalb der Familie Thelypteridaceae wird kontrovers diskutiert.
Weitere, auf demselben Typus basierende Synonyme sind: Dryopteris limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Bech., Lastrea limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Holub, Lastrea limbosperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(All.) Ching. Der ebenfalls 1789, aber etwas später veröffentlichten Name<ref name="Holub" /> Polypodium oreopteris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Erh. ist Basionym der Namen Polystichum oreopteris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ehrh.) Bernh., Thelypteris oreopteris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ehrh.) Sloss. und Dryopteris oreopteris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ehrh.) Maxon.<ref name="Holub" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Allioni"> Carlo Allioni: Auctarium ad floram pedemontanam cum notis et emendationibus. Joannes Michael Brionus, Turín, 1789, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. </ref> <ref name="Holub"> Josef Holub: Oreopteris, a new genus of the family Thelypteridaceae. In: Folia Geobotanica et Phytotaxonomica. Band 4, Nr. 1, 1969, S. 33–53, hier: S. 47, doi:10.1007/BF02854575. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="tropicos"> Oreopteris limbosperma bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraWeb"> Bergfarn auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer"> </ref> <ref name="Rothmaler2-20"> </ref> <ref name="FloraBW1"> </ref> <ref name="farndatenbank"> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Farndatenbank.de ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. </ref> <ref name="Düll2011"> </ref> <ref name="Dörr und Lippert"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 65. </ref> <ref name="InfoFlora"> Oreopteris limbosperma (All.) Holub In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Hegi1984"> J. Dostál: Thelypteridaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage. Band I, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin-Hamburg 1984. S. 129–131.</ref> <ref name="Euro+Med">Maarten J. M. Christenhusz & E. von Raab-Straube (2013+): Polypodiopsida. Datenblatt Thelypteris limbosperma In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Oreopteris. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 139.</ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- Bergfarn auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Bergfarn. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Verbreitung auf der Nordhalbkugel aus: Eric Hultén, Magnus Fries: Atlas of North European vascular plants. 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei Den virtuella floran. (schwed.)
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)
- Datenblatt bei Botanik im Bild / Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol.
- Günther Blaich: Fotos europäischer Pflanzen.