Berghof (Heilsbronn)
Berghof Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Berghof 49° 20′ N, 10° 48′ O
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| Höhe: | 416 m ü. NHN | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
Berghof ist eine Siedlung der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Bis 1925 wurde sie als Gemeindeteil geführt.
Geografie[Bearbeiten]
An der Stelle der ehemaligen Einöde steht heute Haus Nr. 4 der Straße Berghof. Heute besteht die Siedlung aus über 100 Wohngebäuden. Neben dem Berghof gibt es die Obere, Mittlere und Untere Berghofstraße, Amselweg, Falkenstraße, Finkenweg, Blumenstraße, Am Gießübel, Zum Kirschgarten und Weißenbronner Straße. Die Kreisstraße AN 17 führt ortseinwärts nach Heilsbronn (0,8 km nordwestlich) bzw. nach Weißenbronn (1,6 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Wann der Hof gegründet wurde und wann dieser vom Kloster Heilsbronn erworben wurde, ist nicht bekannt.<ref>Ob Berghof mit dem im Jahr 1162 erwähnten Meierhof „Felharn“ identisch ist, kann nicht sicher geklärt werden. Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 122 f. </ref> Im Jahre 1548 wurde der Hof vom Kloster an H. Vogel verkauft. Dieser wechselte in der Folgezeit mehrfach den Besitzer.<ref name="Muck">G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 160 ff.</ref> Im Jahre 1608 wurde der Ort im 16-Punkte-Bericht des Klosters Heilsbronn als „Bauer vfm Berg bey Heilßbronn“ bezeichnet. Er wurde zu dieser Zeit von einem Bauern bewirtschaftet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 736.</ref> In der Folge des Dreißigjährigen Krieges lag der Berghof im Zeitraum von 1636 bis 1664 öde da, fand dann mit J. C. Agricola einen Käufer. In seiner Nachfolge wurde der Hof in zwei Hälften zerschlagen.<ref name="Muck"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Berghof zu Heilsbronn. Der Hof hatte das brandenburg-ansbachische Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Berghof die Hausnummer 58 des Ortes Heilsbronn.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 866.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Berghof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 404 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 352.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 993.</ref>
Um 1873 betrieb Wolfgang Heckel am Berghof eine Baumschule (vgl. Anzeige in der Fränkischen Zeitung (Ansbacher Morgenblatt) vom 22. März 1873).
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Berghof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Heilsbronn und der 1810 gegründeten Munizipalgemeinde Heilsbronn zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren bis 1838 nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt, seitdem nach St. Marien und St. Jakobus (Heilsbronn).
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Berghof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 352 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 160–162 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblink[Bearbeiten]
Fußnoten[Bearbeiten]
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