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Bestenheid

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Bestenheid
Stadt Wertheim
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Bestenheid 49° 47′ N, 9° 30′ O keine Zahl: Lua−Fehler in Modul:Data. Zeile 8: attempt to index field 'data' (a nil value)Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 46′ 55″ N, 9° 30′ 0″ O
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Höhe: 155 m
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Eingemeindung: 1. Januar 1913
Postleitzahl: 97877
Vorwahl: 09342
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Bestenheid ist der größte und älteste Stadtteil der Großen Kreisstadt Wertheim im Main-Tauber-Kreis, im Norden des Landes Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Landesarchiv Baden-Wuerttemberg Generallandesarchiv Karlsruhe H-1 Nr. 151 Bild 1 (4-468544-1) Gemarkungen Bestenheid und Grünenwört(h).jpg
Gemarkung von Bestenheid, um 1897, daneben die Gemarkung von Grünenwört, um 1898

Das ausgewiesene Wasserschutzgebiet Bestenheid mit der WSG-Nr. 128143 umfasst eine geschützte Fläche von 278,7 Hektar.

Geschichte[Bearbeiten]

Das genaue Alter des Ortes auf der Mainaue ist nicht belegt, vermutlich gab es bereits eine frühgeschichtliche Besiedelung hier, wie archäologische Funde nahelegen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bestenheid am 2. Juli 1284 in einer Urkunde des Grafen Rudolf II. von Wertheim. Der Grundherr beurkundet hiermit den Verkauf von Einkünften aus dem Dorf „Bestinheide“ an drei Schwestern, Töchter des zur gräflichen Burgmannschaft gehörenden Ritters Heinrich Klinkhart. In der Urkunde werden zwei Dorfbewohner erwähnt, ein Bauer Walther und eine Witwe Jutta, die damit die ältesten bekannten Bestenheider sind. Interessant ist, dass diese Dorfbewohner noch keinen Familiennamen haben, im Gegensatz zu anderen in der Urkunde genannten Personen, die vermutlich aus der Stadt Wertheim stammten.<ref>Jörg Paczkowski: 700 Jahre erste urkundliche Erwähnung von Bestenheid 1284–1984. In: Festausschuss "Bestenheid einst + heute" (Hrsg.): Festschrift "Bestenheid einst u. heute". 1992.</ref>

Bereits 1909 stimmten die Bestenheider für den Anschluss an die Stadt Wertheim, zum 1. Januar 1913 erfolgte die offizielle Eingemeindung des Dorfes, das unmittelbar an der Wertheimer Stadtgrenze lag. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bestenheid 270 Einwohner.<ref>Stadtverwaltung Wertheim: wertheim.de – Stadtteile und Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2017; abgerufen am 7. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wertheim.de</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich aus Thüringen abwandernde Glasmacher hier an und errichteten eine Glashütte<ref>Die Vorgeschichte des neuen Stadtteils Bestenheid: Jörg Paczkowski. In: Festausschuss "Bestenheid einst + heute" (Hrsg.): Festschrift "Bestenheit einst u. heute". 1992.</ref>, wovon sich auch die Bezeichnung des Bahnhofs „Wertheim-Glashütte“ ableitete, die oft synonym für „Bestenheid“ verwendet wurde<ref>Jörg Paczkowski: Die Vorgeschichte des neuen Stadtteils Bestenheid. In: Festausschuss "Bestenheid einst + heute" (Hrsg.): Festschrift "Bestenheid einst u. heute". 1992.</ref>. Heute ist das Bestenheider Industrie-Gebiet unter anderem Sitz einer bedeutenden glaserzeugenden und glasverarbeitenden Industrie mit einer breiten Produktpalette, von Glasfaser über Thermometer und Messgeräte bis hin zu High-Tech-Laborgeräten für Wissenschaft und Technik, die weltweit exportiert werden.<ref>Stadtverwaltung Wertheim: wertheim.de – Unternehmen am Wirtschaftsstandort. Abgerufen am 7. September 2017.</ref>

Nach 1945 waren viele Vertriebene aus Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei in Notquartieren in Wertheim untergebracht. 1951 wurde für sie der Bau der „Glashütten-Siedlung“ in Nachbarschaft der neuen Glasindustrie in Bestenheid begonnen. Im Februar/März 1952 konnten ca. 1.400 Neubürger hier einziehen. Da es sich um eine „Bundessiedlung“ handelte, bürgerte sich zeitweise auch dieser Name als Bezeichnung für den Wohnort ein. In der Folgezeit wuchs der Stadtteil schnell, es setzte eine rege Bautätigkeit ein, auch um die steigende Zahl der Beschäftigten mit Wohnstätten zu versorgen.<ref>Ulrich Kirchner: Bestenheid heute. In: Festausschuss "Bestenheid einst + heute" (Hrsg.): Festschrift "Bestenheid einst u. heute". 1992.</ref>

Religion[Bearbeiten]

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Elisabeth wurde 1953 erbaut und am 9. Oktober geweiht. Die evangelische Martin-Luther-Kirche mit dem Glasbläserfenster von Charles Crodel wurde 1957 geweiht.

Nach Beschluss des Wertheimer Gemeinderats vom 24. Juli 2017 entstand auf dem Bestenheider Waldfriedhof ein Grabfeld für Muslime.<ref>Friedhofsverwaltung Wertheim: Grabarten. Abgerufen am 7. September 2017.</ref> Wertheim ist damit die erste Stadt im Main-Tauber-Kreis, die Bestattungen nach moslemischem Ritus ermöglicht.<ref>Letzte Ruhestätte für Muslime. Stadt Wertheim, 27. Juli 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2018; abgerufen am 6. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wertheim.de</ref><ref>Letzte Ruhestätte für Muslime. In: Pressemitteilung. Stadtverwaltung Wertheim, Referat 12, 27. Juli 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2017; abgerufen am 6. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.presse-service.de</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Datei:Lage der Wertheimer Ortschaften und Stadtteile.png
Bestenheid liegt in einer Mainschleife nördlich vor Wertheim.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Rund 3.500 Einwohner leben heute in dem Stadtteil, auch die Wirtschaft wuchs kräftig. Viele bedeutende Betriebe und mehrere der in Wertheim ansässigen Weltmarktführer haben ihren Stammsitz in Bestenheid.<ref>Stadt Wertheim: Wertheim - Stadt der Weltmarktführer. Abgerufen am 15. Februar 2022., darunter Glasproduzenten wie alfi und die Duran-Produktion der DWK Life Sciences</ref>

Bestenheid besitzt eine gute Infrastruktur mit Einkaufsmärkten, Fachgeschäften und einem umfassenden Dienstleistungs-Angebot, dazu kommen Kindertagesstätten, eine Grundschule, Realschule sowie ein Berufliches Schulzentrum, Sporteinrichtungen und -vereine. Direkt am Mainufer befinden sich ein großes beheiztes Freibad und ein bekannter Campingplatz. In direkter Nähe befindet sich auch der Mainhafen Wertheim.

Verkehr[Bearbeiten]

An den Öffentlichen Personennahverkehr ist Bestenheid seit 1912 durch den ehemaligen Bahnhof und heutigen Haltepunkt Wertheim-Bestenheid (bis 2008 Wertheim Glashütte) an die Bahnstrecke Miltenberg West–Wertheim angebunden, die bei Bestenheid den Main auf der Mainbrücke Hasloch überquert. Im benachbarten Bahnhof Wertheim besteht Anschluss an die Bahnstrecke Lauda–Wertheim.<ref name="Verkehr_Bestenheid">Industrie und Hafen mit Gleisanschluss - Fränkische Nachrichten. In: fnweb.de. Abgerufen am 26. Mai 2020.</ref>

Im Jahre 1950 wurde in Bestenheid zeitgleich mit dem Entstehen mehrerer Industriebetriebe ein Industriestammgleis errichtet. Es zweigte nahe dem Bahnübergang zum Bestenheider Winterhafen bei Kilometer 30,4 von der Bahnlinie Wertheim-Hasloch nach rechts ab. Das Hauptgleis endete nach rund 300 Metern im Gelände der Firma Schuller; dort gab es ein Lade- und Umfahrgleis. Die Gesamtlänge des Industriegleises betrug zirka 900 Meter. Das Industriegleis wurde zum letzten Mal 2002 bedient. Im Juni 2007 wurde die Anschlussweiche zum Industriestammgleis entfernt, ebenso die Gleise im Bereich der Mainmühle.<ref name="Verkehr_Bestenheid" />

Vom Haltepunkt Wertheim-Bestenheid in Richtung Hasloch zweigt nach 400 Metern links (bei Kilometer 29,3) das etwa zwei Kilometer lange Hafengleis zum Mainhafen Wertheim in Bestenheid ab. Erbaut wurde es mit dem Mainhafen im Jahre 1967. Die Strecke verläuft zunächst eingleisig, im Hafenbereich mit dem großen Portalkran sind zwei Gleise verlegt. Nach 300 Metern zweigen vom Hafengleis nach links zurück zwei Ladegleise in einen Lagerbereich der Firma Schuller ab.<ref name="Verkehr_Bestenheid" />

Im Stadtteil bestehen Haltestellen des Wertheimer Stadtbusverkehrs. Bestenheid ist über die L 2310 (Bestenheider Landstraße) und den Bestenheider Höhenweg zu erreichen.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke und Baudenkmäler[Bearbeiten]

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten]

Bestenheid liegt am Main-Radweg und am Radweg Liebliches Taubertal – der Sportive.<ref>„Der Sportive“ - Tourismusverband Liebliches Taubertal. In: liebliches-taubertal.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Januar 2021; abgerufen am 3. August 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.liebliches-taubertal.de</ref><ref>1. Tagesetappe - Wertheim bis Freudenberg - Tourismusverband Liebliches Taubertal. In: liebliches-taubertal.de. Abgerufen am 3. August 2020.</ref>

Sport[Bearbeiten]

Der im Stadtteil Bestenheid ansässige Sportclub Viktoria Wertheim spielte in den Jahren 1964/65 in der 2. Amateurliga Nordbaden und nach einem Aufstieg 1965/66 für ein Jahr in der 1. Amateurliga Nordbaden, der damals obersten Amateurklasse und dritthöchsten deutschen Spielklasse. Aktuell spielt Viktoria Wertheim in der Landesliga Odenwald.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bestenheid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende