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Bezafibrat

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Strukturformel
Strukturformel von Bezafibrat
Allgemeines
Freiname Bezafibrat
Andere Namen

2-(4-{2-[(4-Chlorbenzoyl)amino]ethyl}phenoxy)-2-methylpropionsäure (IUPAC)

Summenformel C19H20ClNO4
Kurzbeschreibung

weißes, kristallines Pulver<ref name="TCI">Eintrag zu Bezafibrate bei TCI EuropeVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 255-567-9
ECHA-InfoCard 100.050.498
PubChem 39042
ChemSpider 35728
DrugBank DB01393
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

C10AB02

Wirkstoffklasse

Fibrate

Eigenschaften
Molare Masse 361,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS">Eintrag zu Bezafibrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

186 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
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Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​501<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bezafibrat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Fibrate. Es senkt die Triglyceride sowie die Low Density Lipoproteine und erhöht die High Density Lipoproteine.<ref>Secondary prevention by raising HDL cholesterol and reducing triglycerides in patients with coronary artery disease: the Bezafibrate Infarction Prevention (BIP) study. PMID 10880410</ref> Boehringer Mannheim führte den Wirkstoff im Jahr 1977 ein (Handelsname: Cedur).

Gleich anderen Fibraten wirkt Bezafibrat als Agonist des Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptors PPARα. Einigen Studien zufolge beeinflusst es auch die Aktivität von PPARγ und PPARδ.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehört Appetitlosigkeit. In seltenen Fällen traten Myopathien, akutes Nierenversagen, Schwindel und Cholestase auf. In sehr seltenen Fällen wurde auch über Rhabdomyolyse, Gallensteine und Blutbildveränderungen berichtet.

Eine neuere Behandlungsindikation, für die das Medikament aber bislang nicht offiziell zugelassen ist, zeichnet sich in der Therapie der primär biliären Cholangitis (PBC) ab. Dabei scheint es, bei erheblich geringerem Preis, eine vergleichbare Effektivität wie die Neuentwicklung Obeticholsäure aufzuweisen.<ref>Christophe Corpechot, Olivier Chazouillères, Alexandra Rousseau, Antonia Le Gruyer, François Habersetzer: A Placebo-Controlled Trial of Bezafibrate in Primary Biliary Cholangitis. In: New England Journal of Medicine. 6. Juni 2018, doi:10.1056/NEJMoa1714519.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • I. Goldenberg, M. Benderly, U. Goldbourt: Update on the use of fibrates: focus on bezafibrate. In: Vascular health and risk management. Band 4, Nummer 1, 2008, S. 131–141, PMID 18629356. PMC 2464751 (freier Volltext) (Review).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />