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Biene Pilavci

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Datei:Pilavci.jpg
Biene Pilavci (2005)

Biene Pilavci, eigentlich Birnur Pilavci, (* 30. August 1977 in Backnang) ist eine deutsch-türkische Filmemacherin.

Leben[Bearbeiten]

Vor ihrer Filmlaufbahn schloss Biene Pilavci zwei Ausbildungen zur Malerin und Lackiererin sowie zur Kauffrau im Einzelhandel im Einrichtungsbereich ab. Während eines einjährigen Spanienaufenthalts gründete sie das sozial-kulturelle Zentrum Escanda in Asturien mit, bevor sie 2005 ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) begann. Im Rahmen des Studiums entstanden mehrere Kurzfilme, darunter auch der viel beachtete Kurzfilm Riss mit Klaas Heufer-Umlauf und Aylin Tezel. 2012 schloss sie ihr Studium mit dem programmfüllenden Dokumentarfilm über die Kraft der Familie Alleine Tanzen ab.<ref>berliner-filmfestivals.de:. Abgerufen am 16. Juni 2015.</ref><ref>CRISTINA NORD: Blaue Flecken beweisen keine Liebe. In: Die Tageszeitung: taz. 18. April 2013, ISSN 0931-9085, S. 05 (taz.de [abgerufen am 21. November 2022]).</ref> Vor dem Hintergrund der Gezi-Park-Proteste in Istanbul im Juni 2013 drehte Pilavci in Co-Regie mit Ayla Gottschlich Chronik einer Revolte – Ein Jahr Istanbul, ihre zweite programmfüllende Regiearbeit über die Sehnsucht nach einer Demokratie.<ref>Thomas Gehringer: Vor der türkischen Parlamentswahl: Die Kraft des Widerstands als TV-Film. In: www.tagesspiegel.de. 1. September 2015, abgerufen am 21. November 2022.</ref> Dieser wurde in zwei verschiedenen Längen auf arte und ZDF – das Kleine Fernsehspiel ausgestrahlt.<ref>Maximilian Popp: Gezi, deine Helden. In: www.spiegel.de. 2. Juni 2015, abgerufen am 21. November 2022.</ref><ref>Stephan Karkowsky: Ein Film über Hoffnungen, Wünsche und Ängste. In: www.deutschlandfunkkultur.de. 2. Juni 2015, abgerufen am 21. November 2022.</ref> 2020 hat Biene Pilavci die filmpolitische Initiative Nichtmeintatort sowie das Filmnetzwerk Neue Deutsche Filmemacher*innen mitgegründet. 2021 erhielt Biene Pilavci ein Stipendium des Berliner Senats für Kunst und Europa.<ref>Biene Pilavci - Filmemacherin. Abgerufen am 21. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mit ihrer Tochter Pamuk, die u. a. Emily Diemel in der Netflix-Serie Achtsam Morden spielt, lebt Biene Pilavci in Berlin, wo sie neben ihrer Regietätigkeit auch als Filmkuratorin arbeitet. Sie ist u. a. mitverantwortlich für die Filmreihe Fiktionsbescheinigung, das als Zusatzprogramm im Berlinale Forum läuft, sowie für die Filmreihe Grenzen in der Mitte, die im Auftrag des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg entstand. Für 2024 erhielt Biene Pilavci ein Stipendium der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.<ref>Goethe-Institut: Die Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya stehen fest. art-in-berlin, 24. Mai 2023, abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>

Filmografie[Bearbeiten]

  • 2005: Çok Yaşa! (Lebe lang!), fiktional, (Buch, Regie) 15‘‘
  • 2005: Alleine Tanzen, Doku, (Buch, Regie) 15‘‘
  • 2006: Knoten im Teppich, fiktional, (Buch, Regie) 16‘‘
  • 2008: Die Rote & Zora, fiktional, (Buch, Regie) 14‘‘
  • 2009: Die Abweichung, fiktional, (Buch, Regie, Schnitt) 5‘‘
  • 2010: Riss, fiktional, (Buch, Regie, Schnitt) 9‘‘
  • 2012: Alleine Tanzen, Doku, (Buch, Regie, Schnitt) 98‘‘
  • 2013: Chronik einer Revolte – Ein Jahr Istanbul, Doku (Buch, Regie, Schnitt, Produktion) 83‘‘, 57"
  • 2022: Fiktionsbescheinigung – eine Einführung, Interviewfilm (Produktion, Regie, Schnitt) 40"

Festivals[Bearbeiten]

Der Film Alleine Tanzen nahm an folgenden Festivals teil:

Der Kurzfilm Riss nahm an folgenden Festivals teil:

  • 2010: Max – Ophüls – Preis, Saarbrücken (Weltpremiere)
  • 2010: Filmfest Dresden
  • 2010: Cinema Jove International Film Festival, Valencia
  • 2010: Open Air Film Festival Weiterstadt
  • 2010: Shortmoves – 10th International Film Festival, Halle
  • 2010: Reykjavík International Film Festival

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2010: Saatchi & Saatchi, New Directors Showcase für Riss
  • 2010: Prädikat Besonders Wertvoll für Riss
  • 2013: 50. Filmfestival in Antalya, Türkei, Bester Dokumentarfilm für Alleine Tanzen – gewonnen
  • 2013: 09. Achtung Berlin – new berlin film award, Bester Dokumentarfilm für Alleine Tanzen – gewonnen
  • 2013: 20. Astra Filmfestival Sibiu, Rumänien, Bester internationaler Dokumentarfilm für Alleine Tanzen – gewonnen
  • 2013: 20. DOK.fest München, Sektion Deutscher Dokumentarfilm für Alleine Tanzen – Lobende Erwähnung
  • 2015: 12. Cronograf Chișinău, Moldawien, Bester internationaler Dokumentarfilm für Alleine Tanzen – gewonnen

Filmreihen[Bearbeiten]

mit Alleine Tanzen:

  • 2012: HFF Babelsberg Montageforum
  • 2012: Wilhelm das war nix, Wilhelmspalais Stuttgart
  • 2013: 100. Bremen Heimspiel
  • 2013: Freiluftkino Friedrichshain Berlin
  • 2013: Tüpisch Türkisch, Köln
  • 2013: Peter kommt auch, Berlin
  • 2014: ODAG Psychologen Tagung zum Thema „Träume von traumatisierten Kinder“ Izmir, Türkei
  • 2020: Homo Sapiens – Reihe der Professorin Tatjana Turanskyj an der HfG in Offenbach am Main
  • 2021: Fiktionsbescheinigung: Lecture zu Film als Selbstbestimmung am Beispiel von Alleine Tanzen
  • 2022: Anlässlich des internationalen Weltkindertags in Kulturzentrum ZORA e.V. von Halberstadt

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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