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Kontroverse um den Bildungsplan 2015 (Baden-Württemberg)

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Datei:Demo gegen den Bildungsplan 2015.jpeg
Zweite Demonstration gegen den Bildungsplan am 1. März 2014

Die Kontroverse um den Bildungsplan 2015 war eine bundesweite Debatte um ein Arbeitspapier der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg im Vorfeld der Erstellung des neuen Bildungsplanes 2015. Ein Aspekt des Arbeitspapiers war die fächerübergreifende Behandlung der Akzeptanz homo- und transsexueller Vielfalt und verschiedener Lebensmodelle neben der klassischen Ehe. Diese Forderungen lösten starke Kritik vor allem konservativer und christlicher Verbände und Politiker aus, die darin eine Abwertung der klassischen Ehe, die Verletzung ihrer christlichen Werte, aber auch eine „Frühsexualisierung von Kindern" sahen. Teile dieser Kritik wurden wiederum als homophob kritisiert. Eine mehrmonatige öffentliche und bundesweite Debatte und mehrere Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Gegendemonstrationen waren die Folge. Als Folge wurde das Inkrafttreten des Bildungsplans auf den August 2016 verschoben und eine allgemeinere fächerübergreifende Toleranzrichtlinie entwickelt.

Arbeitspapier zum Bildungsplan[Bearbeiten]

Im November 2013 kam ein zu diesem Zeitpunkt unfertiges Arbeitspapier zur Reform des Bildungsplans der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs an die Öffentlichkeit.<ref name="arbeitspapier">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Arbeitspapier für die Hand der Bildungsplankommissionen als Grundlage und Orientierung zur Verankerung der Leitprinzipien (Memento vom 24. Januar 2014 im Internet Archive), Entwurfsfassung des Arbeitspapiers</ref><ref name="faz-12750152">Rüdiger Soldt: Von der Vielfalt und der Einfalt. In: FAZ.net. 13. Januar 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref> Es umriss fünf sogenannte Leitprinzipien, die in Zukunft fächerübergreifend in der Schule behandelt werden sollten: Berufliche Orientierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention und Gesundheitsförderung und Verbraucherbildung.

Laut der Entwurfsfassung sollten diese Leitprinzipien zusätzlich unter Gesichtspunkten der Akzeptanz sexueller Vielfalt berücksichtigt werden. Diese lauteten beispielsweise für das Leitprinzip Bildung für nachhaltige Entwicklung<ref name="arbeitspapier" />:

„Schülerinnen und Schüler kennen die verschiedenen Formen des Zusammenlebens von/mit LSBTTI-Menschen […]:

Petition gegen den Bildungsplan[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Der Realschullehrer Gabriel Stängle startete als Reaktion auf den Arbeitspapierentwurf auf der Webseite OpenPetition eine Petition mit dem Titel „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“, die sich vor allem gegen den Aspekt der Akzeptanz sexueller Vielfalt im Entwurf richtete.<ref name="petition">Petition: Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens. In: openpetition.de. 9. Dezember 2013, abgerufen am 11. März 2016.</ref> Stängle kritisierte einen zu starken Fokus auf dem bloßen Aneinanderreihen verschiedener Lobbyisteninteressen unter neu geschaffenen Schlagwörtern wie „LSBTTI“ und „sexueller Vielfalt“ und wertete die Verankerung der Akzeptanz sexueller Vielfalt im Unterricht als „pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen.“<ref name="petition" />

Die Petition forderte konkret:<ref name="petition" />

  • „ein klares Zeichen […] zu einer verantwortungsbewussten Sexualpädagogik und ein Nein zur Überbetonung einzelner Gruppen […]“
  • „den Erhalt des vertrauensvollen Verhältnisses von Schule und Elternhaus und den sofortigen Stopp einer propagierenden neuen Sexualmoral.“
  • „ein uneingeschränktes Ja zum Wissenschaftsprinzip in [der] Schule […]“ und die Ablehnung „ideologischer Kampfbegriffe“
  • „die Orientierung an den Werten unseres Grundgesetzes, das den Schutz von Ehe und Familie […] verteidigt“
  • „die Suizidgefährdung bei homosexuellen Jugendlichen nicht nur als Problemanzeige zu benennen, sondern deren Ursachen zu erforschen und Präventionen aufzuzeigen.[…]“
  • „eine Gewaltprävention gegen alle Formen von Ausgrenzung, die nicht erst ein Klima von „Opfern“ und „Tätern“ herbeiredet und sich dann als deren Lösung ausgibt.[…]“

Eine erste Fassung der Petition warf unter anderem den sogenannten LSBTTI-„Lobbygruppen“ eine „ideologische Umerziehung“ und eine „in-Haft-Nahme“ des Lehrkörpers vor, deren Kampf gegen Homophobie strukturelle Gewalt fördern würde.<ref name="petition" /> Sie verstieß in dieser Form gegen die Nutzungsbedingungen des Betreibers und musste überarbeitet werden.<ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Petition gegen Bildungsplan: Wie viel sexuelle Vielfalt verträgt der Unterricht? – Stuttgarter Nachrichten. In: stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 11. März 2016.</ref>

Die Petition wurde am 27. Januar 2014 der Vorsitzenden des Petitionsausschusses des baden-württembergischen Landtages überreicht. Laut Stängle unterschrieben 192.000 Menschen die Petition, davon ca. 82.000 Baden-Württemberger. 49.505 Menschen unterzeichneten die Petition handschriftlich.<ref>Realschullehrer reicht Petition ein auf stuttgarter-nachrichten.de</ref>

Die Petition wurde unter anderem auch vom baden-württembergischen Landesverband der AfD<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.AfD will Petition gegen sexuelle Vielfalt an Schulen unterstützen (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Thomas Vitzthum: Aufstand der Biedermänner. In: Die Welt. 19. Januar 2014, S. 2 (online [abgerufen am 25. Januar 2014]).</ref> sowie von der pietistischen Deutschen Evangelischen Allianz<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.EAD Aufruf: Baden-Württemberg: Bildungsplan will „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ (Memento vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> beworben. Die meisten Stimmen wurden über die Petitionswebseite bildungsplan2015.de gewonnen, die von Unterstützern Stängles betrieben wird, gefolgt von der Internet-Plattform Politically Incorrect und Spiegel Online.<ref name="petition" />

Kritik an der Petition gegen den Bildungsplan[Bearbeiten]

Das Kultusministerium kritisierte, die Petition suggeriere, „dass die vorgesehenen Leitprinzipien in ihrer Gesamtheit unter dem Aspekt der sexuellen Vielfalt betrachtet werden sollen“. Dies sei jedoch lediglich ein Thema unter vielen. Die Petition mache Stimmung gegen Offenheit und Toleranz, zeichne Zerrbilder und versuche Ängste gegenüber dem neuen Bildungsplan zu schüren. Vollkommen „absurd“ sei die Behauptung, das Kultusministerium wolle die Schüler pädagogisch und moralisch umerziehen. Eine solche Behauptung und Wortwahl zeige den dogmatischen Hintergrund der Verfasser.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.kultusportal-bw.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kultusportal-bw.de Ministerium Schule in Baden-Württemberg, Stellungnahme: Akzeptanz von Sexueller Vielfalt</ref>

Als Reaktion auf die Petition von Gabriel Stängle wurden im Januar 2014 eine Gegenpetition und eine von Campact initiierte „Vielfalt gewinnt“ Kampagne gestartet.<ref>Gegenpetition</ref><ref>Campact: Vielfalt gewinnt</ref> Die Gegenpetition fand über 92.000 Unterzeichner, die Campact-Kampagne „Vielfalt gewinnt“ erreichte ca. 142.000 Unterschriften.

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg kritisierte die Petition und sieht die homo- und transphoben Kommentare unter dieser als Zeichen für das Ausmaß entsprechender Einstellungen in der Gesellschaft.<ref name="taz-5051637">Lena Müssigmann: Sexuelle Vielfalt im Unterricht: Herr Stängle wittert Unfreiheit. In: taz.de. 11. Oktober 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref> Doro Mitz, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kritisierte die diskriminierende Grundhaltung der Petition.<ref>Homosexualität im Unterricht. In: mainpost.de. Abgerufen am 11. März 2016.</ref>

Kritik am Bildungsplanentwurf[Bearbeiten]

Der Fraktionschef der CDU im Landtag Peter Hauk erklärte, er könne die Ängste der Bildungsplangegner verstehen. Wenn man die Diskussion um Toleranz im Bildungsplan führe, müsse man auch tolerant sein gegenüber denjenigen, die andere Auffassungen verträten.<ref>Kirchen gegen mehr Homosexualität im Unterricht. In: welt.de. 10. Januar 2014.</ref> Bezogen auf das Arbeitspapier kommentierte die Bildungsjournalistin Heike Schmoll: „Wer das liest, wird sich des Eindrucks kaum erwehren können, dass es sich eher um ein in den Lehrplan umgewandeltes Parteiprogramm handelt als um Bildungsziele.“<ref>Heike Schmoll: Grün-rote Pädagogik | Der Gesinnungslehrplan, in: FAZ vom 23. Januar 2014</ref> Die Bildungspolitikerin Sabine Kurtz (CDU) kritisierte die zu prominente Stellung der Homosexualität und forderte, zusammen mit FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke, einen Schwerpunkt auf heterosexuellen Beziehungen und Ehe.<ref>Fabian Ziehe: Streit um Homosexualität als Thema im neuen Bildungsplan. In: swp.de. 10. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2016; abgerufen am 8. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swp.de</ref>

Der Philologenverband äußerte sich prinzipiell befürwortend gegenüber dem Ziel der Akzeptanz sexueller Vielfalt. Er forderte jedoch, der Toleranz gegenüber unterschiedlichen religiösen oder weltanschaulichen Standpunkten, verschiedener Herkunft oder körperlichen Beeinträchtigungen einen ebenso starken Stellenwert im Bildungsplan einzuräumen.<ref>Sir/dpa: Homosexualität im Unterricht: Bildungsplan sorgt weiter für Zündstoff – Stuttgarter Zeitung. In: stuttgarter-zeitung.de. 11. Januar 2014, abgerufen am 10. März 2016.</ref><ref>Philologenverband Baden-Württemberg: Stellungnahme des Philologenverbands Baden-Württemberg zur Erprobungsfassung des Bildungsplans 2015. (PDF) 31. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. März 2016; abgerufen am 10. März 2016.</ref>

Die Kirchen in Baden-Württemberg positionierten sich kritisch gegenüber den Leitprinzipien des Bildungsplanes und verwehrten sich gegen „Instrumentalisierung, Ideologisierung und Indoktrination“ vor allem auch „im sensiblen Bereich der sexuellen Identität“.<ref name="zeit-2014-01-10">Baden-Württemberg: Kirchen wehren sich gegen Homosexualität auf dem Lehrplan. In: zeit.de. 10. Januar 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref> Die Petition Stängles unterstützten die Kirchen jedoch explizit nicht.<ref>Daniel Meier: Zur Diskussion um die Verankerung des Themas Homosexualität im Bildungsplan. Evangelische Landeskirche in Baden, 12. Januar 2014.</ref><ref name="faz-12860414" /> Kirchenvertreter kritisierten, dass der Referenzrahmen des christlichen Menschenbildes im Bildungsplan nicht erkennbar sei, und beriefen sich auf entsprechende Paragraphen der Landesverfassung.<ref name="faz-12860414">F.A.Z.: Bischof July fordert Überarbeitung des Bildungsplans. In: FAZ.net. 23. März 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref><ref name="faz-12745678" /> Die Deutsche Evangelische Allianz kritisierte zudem die im Bildungsplan angestrebte gleichwertige Darstellung von Homosexualität mit Ehe und Familie, die dem Grundgesetz widerspräche,<ref name="faz-12745678">Rüdiger Soldt: Landesschülerbeirat gegen Panikmache über „sexuelle Vielfalt“. In: FAZ.net. 10. Januar 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref> und rief zur Unterstützung der Petition Stängles auf.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.EAD Aufruf: Baden-Württemberg: Bildungsplan will „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ (Memento vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>

Befürworter des Bildungsplanentwurfs[Bearbeiten]

Kultusminister Andreas Stoch (SPD) kritisierte Vorwürfe der Bildungsplangegner, die Thematisierung der sexuellen Vielfalt würde zu einer Frühsexualisierung der Schüler führen oder das klassische Familienmodell in Frage stellen, als Verleumdung. Es sei nicht geplant, das Lehrbuch Sexualpädagogik der Vielfalt von Elisabeth Tuider, auf das sich die Gegner bei diesen Vorwürfen bezogen hatten, als Teil des Bildungsplans in der Schule einzusetzen. Weiter „dürfe das ‚Gender Mainstreaming‘ und damit die ‚Dekonstruktion<ref>Jenny Howald: Ein Mädchen ist ein Mädchen ist kein Mädchen? Mögliche Bedeutungen von „Queer Theory“ für die feministische Mädchenbildungsarbeit. In: Dekonstruktive Pädagogik. Erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven (Hg. Hartmann, Fritzsche, Tervooren, Schmidt). Wiesbaden 2001, S. 304 f: „Dazu ist es zunächst sinnvoll sich genauer anzusehen, wie in den einzelnen Konzepten und Programmen feministischer Mädchenarbeit Identität, Sexualität, Mädchensein, Heteronormativität thematisiert werden. […] Bisher gibt es sehr wenige Veröffentlichungen zu einer Art queerer Pädagogik. Für die Praxis ist die Frage von Bedeutung, was ein Mädchen ausmacht und – um einen veränderbaren Identitätsbegriff zu ermöglichen – wie das Konstrukt Mädchen zu dekonstruieren ist. Den Begriff Mädchen zu dekonstruieren bedeutet, die Existenz der Kategorie Geschlecht zwar als gesellschaftliche Realität zu erkennen, aber nicht mehr definieren zu können, was Mädchen sind. Der Begriff hat so keine Essenz mehr, sondern kann jeweils unterschiedlich besetzt werden. Das bedeutet für die Mädchenarbeit, dass die Parteilichkeit für Mädchen eine strategische Funktion hat. Auf der anderen Seite ergibt sich für die Praxis die Möglichkeit innerhalb der Mädchenarbeit mit einer Vorstellung von Geschlecht und Sexualität jenseits von festschreibenden Identitätskonstruktionen zu arbeiten.“</ref> von Wertestrukturen‘ nicht die Grundlage des Bildungsplans sein.“<ref>FAZ, Rüdiger Soldt, 1. April 2015: Kultusminister Stoch will keine Frühsexualisierung</ref>

Der Professor für Geschichtsdidaktik Martin Lücke begrüßte die geplante fächerübergreifende Thematisierung des Themas geschlechtlicher Identitäten, da sich in Schulbüchern zurzeit kaum Materialien für entsprechende Unterrichtseinheiten fänden.<ref name="tagesspiegel-9326766">Sexuelle Vielfalt im Unterricht: Wieso ist der Lehrplan so umstritten? – Seite 0 – Politik – Tagesspiegel. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 8. April 2016.</ref>

Befürwortet wurden der Bildungsplan und seine Inhalte unter anderem vom Landeselternbeirat und dem Landesschülerbeirat. Beide befürworteten die Thematisierung sexueller Vielfalt in der Schule und sahen keine Gefahr einer „Indoktrinierung“ durch den Bildungsplan.<ref name="taz-5050660">Bildungspläne in Baden-Württemberg: Eltern fordern mehr sexuelle Toleranz. In: taz.de. 17. Januar 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref><ref name="SPON-942877">Bildungsplan in Baden-Württemberg: Kirchen lehnen „sexuelle Vielfalt“ im Unterricht ab. In: Spiegel Online. 10. Januar 2014, abgerufen am 9. März 2016.</ref><ref name="faz-12745678"/>

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), deren Arbeitsgruppe die kritisierten Abschnitte des Arbeitspapiers mit erarbeitet hatte,<ref name="sz-GEW-Verschiebung">Nach dem Streit über sexuelle Vielfalt: GEW für Verschiebung des Bildungsplans – Stuttgarter Zeitung. In: stuttgarter-zeitung.de. 7. März 2014, abgerufen am 11. März 2016.</ref> unterstützte ebenso den Bildungsplan.<ref>Gew – Die Bildungsgewerkschaft: Vielfalt gewinnt! In: gew.de. 8. März 2016, abgerufen am 9. März 2016.</ref><ref name="SPON-942877" /> Im Verlauf der Debatte setzte die GEW sich aber ebenfalls für eine allgemeinere Toleranzleitlinie ein, die sexuelle Vielfalt neben weiteren Aspekten beinhalten sollte, und forderte eine Erprobung und Verschiebung des Bildungsplans.<ref name="sz-GEW-Verschiebung" />

Konsequenzen und Auswirkungen[Bearbeiten]

Gegen Petent Stängle wurden mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden sowie eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt, die allerdings alle abgewiesen bzw. eingestellt wurden.<ref>Johanna Bruckner: Wider die Toleranz. Süddeutsche Zeitung, 10. Januar 2014, abgerufen am 27. Januar 2014.</ref><ref>Petitions-Initiator Stängle rehabilitiert, in: Schwäbische Zeitung (online) vom 28. Februar 2014</ref> Im Januar 2014 trat Stängele von seinem Posten als Referatsleiter beim baden-württembergischen Realschullehrerverband, der sich von den Inhalten der Petition distanziert hatte, zurück.<ref>Debatte über „sexuelle Vielfalt“: Initiator der Petition gibt Posten auf, in: Stuttgarter Zeitung (online) vom 14. Januar 2014</ref>

Am 27. März 2014 traf sich Ministerpräsident Kretschmann mit führenden Vertretern der evangelikalen und pietistischen Bewegung in Baden-Württemberg in Stuttgart zum Austausch. Kretschmann bewertete das Gespräch als offen und vertrauensvoll. Es habe zur „Versachlichung der Debatte um den Stellenwert von sexueller Vielfalt geführt“. Obwohl er das Vorhaben seiner Regierung bekräftigte, das Thema künftig an den Schulen intensiver und fächerübergreifend zu behandeln, kündigte er, bevor der Bildungsplan zur Anhörung und Abstimmung vor den Landtag kommt, eine Überarbeitung an.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.epd.de: Streit-um-bildungsplan-kretschmann-trifft-sich-mit-evangelikal (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Pro-Medienmagazin:Gespräch zwischen Kretschmann und Evangelikalen</ref>

Im April 2014 änderte die Landesregierung ihren Entwurf für den Bildungsplan und gab bekannt, dem Thema „Sexuelle Vielfalt“ keine „solitäre Rolle“ mehr geben zu wollen. Die bisher vorgesehenen fünf „Leitprinzipien“ wurden in „Leitperspektiven“ umbenannt und um eine sechste „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ ergänzt, die die Toleranz gegenüber sexuellen Minderheiten gleichberechtigt neben der Toleranz gegenüber ethnischen, nationalen, religiösen oder weltanschaulichen Minderheiten enthält. Zu von Kultusminister Stoch erklärten Korrekturen äußerte sich die oppositionelle CDU zurückhaltend und sprach von „kosmetischen Korrekturen“, die Bürger würden auch die „willkürlich gesetzten“ fünf Leitprinzipien in Frage stellen.<ref name="faz-12886593">Rüdiger Soldt: Grün-Rot regt Korrekturen für Bildungsplan an. In: FAZ.net. 8. April 2014, abgerufen am 8. April 2016.</ref>

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Timm Kern, reagierte wohlwollend auf die Ankündigung: „Jetzt ist die Chance da, dass sich die Debatte versachlicht.“ Für die „auch von großen Emotionen“ geprägte Diskussion sei die Landesregierung aufgrund ihres „ungeschickten Agierens selbst verantwortlich“.<ref name="faz-12886593" />

Am 24. April 2014 beschloss schließlich die Landesregierung, den Bildungsplan auf das Schuljahr 2016/2017 zu verschieben und neu zu formulieren. Insbesondere sollen die „Leitperspektiven“ umfassend umgearbeitet werden.<ref>Verschoben auf das Schuljahr 2016/17 – Der Bildungsplan kommt mit Verspätung in Stuttgarter Zeitung vom 24. April 2014</ref>

Proteste: Demo für Alle[Bearbeiten]

Datei:Demo fuer alle oper stuttgart.jpg
Demonstranten der „Demo für Alle“ vor einer Kunstaktion der Oper Stuttgart für (sexuelle) Vielfalt

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Im Zuge der Debatte erfolgten mehrere Kundgebungen und Demonstrationen von Kritikern des Bildungsplans in der Stuttgarter Innenstadt, die wiederum teils gewalttätige Gegendemonstrationen hervorriefen.<ref name="schwaebische">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hunderte demonstrieren für und gegen Bildungsplan in Stuttgart (Memento vom 19. Februar 2014 im Internet Archive), Schwäbische Zeitung, erschienen: 1. Februar 2014, abgerufen am 13. Februar 2014</ref><ref>Bildungsplan-Gegner ausgebremst, Stuttgarter Zeitung, abgerufen am 3. Februar 2014</ref><ref>400 Polizisten schützen Demo, Stuttgarter Zeitung</ref><ref>Bildungsplan-Gegner wieder auf der Straße, Stuttgarter Nachrichten</ref><ref>Matthias Bury: Demo in Stuttgart: Wieder Protest gegen sexuelle Vielfalt im Bildungsplan. In: Stuttgarter Zeitung. 21. Juni 2015, abgerufen am 10. Juli 2015.</ref> Die Proteste wurden als Teil der Anti-Gender-Bewegungen in Europa gesehen.<ref>Eszter Kováts: The Emergence of Powerful Anti-Gender Movements in Europe and the Crisis of Liberal Democracy. In: Gender and Far Right Politics in Europe (= Gender and Politics). Springer International Publishing, Cham 2017, ISBN 978-3-319-43533-6, S. 175–189, doi:10.1007/978-3-319-43533-6_12.</ref>

Die bildungsplankritischen Demonstrationen wurden anfangs von der Initiative Besorgte Eltern Baden-Württemberg, später aber vor allem von der Initiative Familienschutz und deren Vorsitzender, der Aktivistin Hedwig von Beverfoerde, organisiert.<ref name="hagalil_organisatoren">Lucius Teidelbaum: Eine „Demo für alle“ gegen die „Genderideologie“ – haGalil. In: hagalil.com. 1. März 2016, abgerufen am 14. April 2016.</ref><ref name="welt-142845096">Demo der Bildungsplangegner von Protest begleitet. In: welt.de. 22. Juni 2015, abgerufen am 14. April 2016.</ref> Unterstützt wurden die Demonstrationen unter anderem von der AfD-Politikerin und Kollegin Beverfoerdes Beatrix von Storch<ref>Gabriele Renz: Politik: Die Strippen ziehen andere. In: suedkurier.de. 24. März 2015, abgerufen am 14. April 2016.</ref><ref name="hagalil_organisatoren" /><ref>Norbert Blech: Beatrix von Storch: Ich organisiere die 'Demos für Alle'. In: queer.de. 22. November 2014, abgerufen am 14. April 2016.</ref> sowie von der Deutschen Vereinigung für eine Christliche Kultur von Mathias von Gersdorff<ref>Lucius Teidelbaum: Minderheit bedroht Mehrheit? In: hagalil.com. 12. März 2014, abgerufen am 15. April 2016.</ref> und den Publizistinnen Birgit Kelle<ref>Die Gegner protestieren erneut. Stuttgarter Zeitung, 28. Juni 2014</ref> und Gabriele Kuby.<ref>Lucius Teidelbaum: Demo für alle. In: hagalil.com. 14. Oktober 2015, abgerufen am 13. April 2016.</ref> Teilweise beteiligten sich auch rechtsextreme Gruppierungen, wie z. B. die Identitäre Bewegung<ref name="hagalil_organisatoren" />, an den Protesten, von denen sich die Initiatoren jedoch distanzierten.<ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Homosexualität und Bildungsplan: „Demo für alle“ zieht im Internet Nationalisten an – Stuttgarter Nachrichten. In: stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 8. April 2016.</ref><ref>Demonstration gegen Bildungsplan: Tausende gegen sexuelle Vielfalt – Baden-Württemberg – Nachrichten. In: swr.de. 21. Juni 2015, abgerufen am 27. April 2016.</ref> Sowohl inhaltlich als auch optisch lehnten sich diese Demonstrationen deutlich an die französische La-Manif-pour-tous-Bewegung an und fanden unter dem Namen der deutschen Übersetzung „Demo für Alle“ statt.<ref>Sabine Hark, Paula-Irene Villa, Anti-Genderismus - Sexualität und Geschlecht als Schauplätze aktueller politischer Auseinandersetzungen, 2015, Transcript Verlag</ref> Inhaltlich positionierten sie sich vor allem gegen den Bildungsplan sowie gegen eine „Frühsexualisierung von Kindern“, später aber auch gegen den „Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte“ der grün-roten Landesregierung. Weitere Positionen waren die Forderung nach dem allgemeinen Schutz der traditionellen Ehe sowie die Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe.<ref name="welt-142845096" /> Auf der Demonstration im April 2014 wurden Grußworte der Oppositionspolitiker Peter Hauk (CDU) und Hans-Ulrich Rülke (FDP) verlesen, in denen der Entwurf für den Bildungsplan kritisiert wurde. Die Grußworte wurden von einzelnen Abgeordneten der grün-roten Regierungsparteien als „Fischen nach Stimmen am rechten Rand“ kritisiert.<ref>Demo unter massivem Polizeischutz</ref> Nach Einschätzung von Angelika Strube „erfüllt nicht trotz, sondern wegen ihrer Andersartigkeit die Stuttgarter »Demo für alle« in Bezug auf die Wahlerfolge der AfD in Baden-Württemberg eine ähnliche, werbende Funktion, wie dies in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt die völkischen Auftritte Björn Höckes tun.“<ref>Sonja Angelika Strube: Christliche Unterstützer der AfD. Milieus, Schnittmengen, Allianzen., in: Stefan Orth, Volker Resing: AfD, Pegida und Co.: Angriff auf die Religion? Herder Verlag, 2017, S. 41</ref>

Position bezogen gegen diese Demonstrationen und ihre Inhalte wurde unter anderem von den Grünen,<ref name="schwaebische" /> der Linken,<ref name="schwaebische" /> Christopher Street Day (CSD) Stuttgart,<ref name="schwaebische" /> dem Landesfrauenrat,<ref>dpa: Südwest: Zwei Demos zur Gleichstellung – badische-zeitung.de. In: badische-zeitung.de. 29. Februar 2016, abgerufen am 8. März 2016.</ref> der Oper Stuttgart,<ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Demo für alle in Stuttgart: Oper zeigt Flagge für die Homo-Ehe – Stuttgarter Nachrichten. In: stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 8. März 2016.</ref> der Linksjugend solid<ref>Streit um Bildungsplan verlagert sich auf die Straße, SWR Landesschau aktuell Baden-Württemberg, erschienen: 1. Februar 2014, abgerufen am 13. Februar 2014</ref><ref name="schwaebische" /> und vom grünen Oberbürgermeister Fritz Kuhn.<ref>stuttgarter-zeitung: OB sieht „keine Handhabe“. In: stuttgarter-zeitung. 22. Januar 2016, abgerufen am 8. März 2016.</ref> Inhaltlich positionierten sich diese Gruppen vor allem gegen Homophobie und für die Akzeptanz sexueller Vielfalt sowie für eine Öffnung der Ehe und für ein Adoptionsrecht für Homosexuelle.<ref name="schwaebische" /> Diese Gruppen organisierten Gegendemonstrationen, die teilweise zu Blockaden der „Demo für Alle“ und in einigen Fällen zu Gewalt gegen deren Demonstranten und Polizisten sowie Festnahmen führten.<ref>Bildungsplan-Gegner in Stuttgart: Demo unter massivem Polizeischutz – Stuttgarter Zeitung. In: stuttgarter-zeitung.de. 5. April 2014, abgerufen am 6. März 2016.</ref><ref>Bildungsplan-Demos in Stuttgart: 400 Polizisten schützen Demo – Stuttgarter Zeitung. In: stuttgarter-zeitung.de. 1. März 2014, abgerufen am 6. März 2016.</ref><ref name="welt-125348201">Zwei Demos zwischen Indoktrination und Normalität. In: welt.de. 2. März 2014, abgerufen am 6. März 2016.</ref><ref>Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Bildungsplan-Demo in Stuttgart: „Grad der Eskalation höher als je zuvor“ – Stuttgarter Nachrichten. In: stuttgarter-nachrichten.de. Abgerufen am 8. März 2016.</ref> Ähnliche Demonstrationen und Gegendemonstrationen, teilweise organisiert von den gleichen Akteuren und im Kontext ähnlicher schulpolitischer Debatten, fanden in Hannover statt.<ref name="taz-5027983">Andreas Speit: Konservative „Demo für alle“ in Hannover: „Keine rot-grüne Frühsexualisierung“. In: taz.de. 23. November 2014, abgerufen am 8. April 2016.</ref><ref>Tobias Morchner: Rechte und Linke beenden Demo in Hannover vorzeitig – HAZ – Hannoversche Allgemeine. In: haz.de. 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.</ref>

Im Kontext dieser Debatte wurde ein Brandanschlag auf eine Firma von Beverfoerdes an der Geschäftsadresse von Demo für Alle verübt.<ref>mdr.de: Wie aus Brandstiftung ein Anschlag wurde – MDR.DE. In: mdr.de. 6. November 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2016; abgerufen am 8. April 2016.</ref> Von Storch und von Beverfoerde waren neben anderen Aktivisten und Politikern Inhalt des provokanten Theaterstückes Fear des Regisseurs Falk Richter, welches sich kritisch mit dem Erstarken rechtsnationaler und christlich-fundamentalistischer Bewegungen auseinandersetzt, und versuchten erfolglos, gerichtlich dagegen vorzugehen.<ref name="zeit-2015-12-17">"FEAR": Angst vor Kunst über Angst. In: zeit.de. 17. Dezember 2015, abgerufen am 8. April 2016.</ref>

Verabschiedung und Inhalt des Bildungsplans[Bearbeiten]

Als eine seiner letzten Amtshandlungen unterschrieb der scheidende baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch Ende März 2016 den überarbeiteten Bildungsplan, der damit im August 2016 in Kraft trat.<ref>Andreas Böhme: Südwest: Kongress: Kultusminister Andreas Stoch stellt die Bildungspläne vor – badische-zeitung.de. In: badische-zeitung.de. 7. April 2016, abgerufen am 7. April 2016.</ref> Lehrern und Schulleitern wurde der Bildungsplan vor Beginn des neuen Schuljahres vorgestellt.<ref name="swp_verabschiedung">Südwest Presse, 6. April 2016: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kultusministerium stellt rund 800 Lehrern Bildungspläne vor (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive)</ref> Neu ist nun, dass ein Bildungsplan für Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen gleichermaßen gilt, für Gymnasien und Grundschulen gelten separate Pläne. Übergänge zwischen den Schularten sollen erleichtert werden, indem verbundene Fächer zu Einzelfächern aufgelöst werden. Für Hauptschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien wird als neues Fach Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung eingeführt.<ref name="swr_inhalte_bp" />

Die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“, die im Entwurf Kritik und Proteste hervorgerufen hatte, wurde in eine allgemeine Leitperspektive „Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“<ref>Kultusministerium Baden-Württemberg: Bildungspläne 2016. Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV)</ref> aufgenommen. Deren Kernanliegen sei, „Respekt sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung von Verschiedenheit zu fördern. Grundlagen sind die Menschenwürde, das christliche Menschenbild sowie die staatliche Verfassung mit dem besonderen Schutz von Ehe und Familie“<ref name="swr_inhalte_bp">SWR Landesschau Aktuell: Reformierte Bildungspläne für BW. Viel Neues für die Lehrer.</ref><ref>http://www.idea.de/politik/detail/baden-wuerttemberg-umstrittener-bildungsplan-tritt-mit-aenderungen-in-kraft-96345.html</ref> (siehe auch Art. 6 GG).

Vergleich mit anderen Bundesländern[Bearbeiten]

Neben dem Bundesland Baden-Württemberg haben bereits in den vergangenen Jahren unter anderem die Bundesländer Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihre jeweiligen Bildungspläne überarbeitet und das Thema Sexuelle Vielfalt mit dem dazugehörigen Themengebiet Homosexualität als sexuelle Orientierung und deren Akzeptanz in ihre Bildungspläne aufgenommen. Das Thema wird in diesen Bundesländern fächerübergreifend und altersgerecht behandelt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.LSVD:Aktionspläne in den Bundesländern (Memento vom 16. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>

Das Bundesland Niedersachsen zog 2014 entsprechend nach und reformierte seine Bildungs- und Lehrpläne, wonach künftig die sexuelle Vielfalt altersgerecht vermittelt werden soll.<ref>Hannoversche Allgemeine:Sexuelle Vielfalt als Unterrichtsthema</ref> Auch in Hessen sollte ein Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt gemäß dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen erarbeitet werden.<ref>http://www.gruene-hessen.de/partei/koalitionsvertrag/den-menschen-die-wahl-lassen-vielfalt-leben-h/#I.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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