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Birgit Zotz

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Birgit Zotz (* 7. August 1979 in Waidhofen an der Thaya) ist eine österreichische Kulturanthropologin, Tourismuswissenschaftlerin und Autorin von Sach- und Fachbüchern.<ref>Vgl. zu den biografischen Angaben den Eintrag Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Birgit Zotz im Lexikon des Waldviertels (Memento vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref>

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Zotz wurde als Birgit Hutter geboren. Sie wuchs in Loibes auf, besuchte seit 1993 das Musikgymnasium Wien und studierte von 1993 bis 1997 am Franz Schubert Konservatorium das Instrument Saxophon. Sie absolvierte Studien der Tourismuswissenschaft an der Johannes Kepler Universität in Linz und der Ethnologie an der Universität Wien. Sie schloss diese mit Untersuchungen über die Tourismusentwicklung in Tibet (2008) und über tibetische Orakelpriester (2010) ab.<ref>Birgit Zotz: Zur europäischen Wahrnehmung von Besessenheitsphänomenen und Orakelwesen in Tibet. Wien 2010</ref>

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten]

Birgit Zotz befasst sich als Kulturanthropologin mit Themen der Religionsethnologie wie der Initiation<ref>Birgit Zotz: „Initiation als Akt der Wiedergeburt – eine ethnologische Perspektive“ In: Der Kreis, Nr. 271 (Mai 2014), S. 4–14</ref> und dem Orakel. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt bei buddhistischen Themen. Dabei setzte sie sich auch mit dem Wirken von Lama Anagarika Govinda<ref>Birgit Zotz: ’Zwielicht frühester Menschheitserfahrung’ - Lama Anagarika Govinda und die Orakel Tibets. In: Volker Zotz (Hrsg.): Schnittstellen. Buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur. Festschrift für Armin Gottmann zum 70. Geburtstag. Kairos Edition, Luxemburg 2013, ISBN 978-2-919771-04-2, S. 83–104.</ref> und der von ihm ausgehenden Bewegung auseinander.<ref>Birgit Zotz: Achtzig Jahre Ārya Maitreya Maṇḍala - Eine Chronologie. In: Der Kreis Nr. 270, Oktober 2013, ISSN 2197-6007, S. 6–21.</ref> Aus dem Nachlass Govindas gab sie dessen Aufzeichnungen über die rituellen Einweihungen im tantrischen Buddhismus heraus.<ref>Lama Anagarika Govinda: Initiation. Vorbereitung, Praxis, Wirkung. Herausgegeben von Birgit Zotz. Luxemburg: Kairos Edition 2014, ISBN 9782919771073</ref>

Als Tourismuswissenschaftlerin befasste sich Zotz mit dem Image touristischer Destinationen wie Tibet. Wie Martin Brauen<ref>Martin Brauen: Traumwelt Tibet. Westliche Trugbilder. Bern 2000, ISBN 3-258-05639-0</ref> und Donald Sewell Lopez Jr.<ref>Donald S. Lopez: Prisoners of Shangri-La. Tibetan Buddhism and the West. The University of Chicago Press 1998, ISBN 9780226493107</ref> gehört sie im Sinne der Orientalismus-These Edward Saids zu den Kritikern westlicher Vorstellungen von Tibet. Dazu stellte sie fest: „Dass es nach einem verbreiteten Klischee bis heute für Tibeter keine Aufklärung, Moderne und Technik geben darf, kann nicht allein der historischen Entwicklung des Tibet-Bildes zugeschrieben werden, sondern muss auch einem gegenwärtigen Bedürfnis entspringen. Haben Tibeter für die westliche Imagination im Mittelalter zu verharren, um einen Fluchtweg aus der Neuzeit offen zu halten?“<ref>Birgit Zotz: Destination Tibet. Touristisches Image zwischen Politik und Klischee. Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-4948-7, S. 59</ref> Sie erstellte auch eine touristische Studie über das Image des Waldviertels.<ref>Das Waldviertel – Zwischen Mystik und Klarheit. Das Image einer Region als Reiseziel. Berlin 2010, ISBN 978-3-89574-734-2</ref>

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten]

Zotz ist Präsidentin der interkulturellen Institution Komyoji, Mitglied des Verwaltungsrats des Kulturverlages Kairos Edition in Luxemburg und Dozentin am International College of Tourism and Management in Bad Vöslau.<ref>Siehe auch die Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Biografie im Internetauftritt der Autorin (Memento vom 22. Oktober 2020 im Internet Archive)</ref> Birgit Zotz ist auch Herausgeberin der Zeitschrift Damaru.<ref>Zeitschrift Damaru (PDF; 2,9 MB)</ref> Als Ehefrau des Philosophen Volker Zotz ist sie, wie dieser schreibt, am Entstehen seiner Werke beteiligt.<ref>Volker Zotz: Business im Land der aufgehenden Sonne. Heidelberg 2008, S. 10.</ref> Seit 2015 ist Birgit Zotz die Chefredakteurin der 1956 gegründeten Zeitschrift Der Kreis.<ref>Vgl. Impressum und Editorial von Der Kreis 273 (Mai 2015)</ref> Sie ist leitend in der Lama und Li Gotami Govinda Stiftung tätig,<ref>Frank Korn: Ein weltberühmter Waldheimer. In: Sächsische Zeitung vom 17. März 2016</ref> und sie ist Kuratorin für Ausstellungen wie 2016 Tibets Sachse.<ref>Frank Korn: Die Rückkehr eines Weitgereisten. In: Sächsische Zeitung vom 21. Mai 2016</ref>

Werke[Bearbeiten]

  • Birgit Zotz (Hrsg.): Ein Weitgereister kehrt zurück. Texte zur Beisetzung von Asche Lama Govindas in Waldheim 2018. München: Edition Habermann 2018, ISBN 978-3-96025-012-8.
  • Birgit Zotz (Hrsg.): Lama Anagarika Govinda: Weit über mich hinaus. Gespräche über Tantra und Meditation. Grafing 2017, ISBN 9783894277673.
  • Birgit Zotz (Hrsg.): Tibets Sachse. Ernst Hoffmann wird Lama Govinda. Mit Beiträgen u. a. von Peter van Ham, Peter Michel, François Maher Presley. München: Edition Habermann 2016, ISBN 978-3-96025-007-4.
  • Lama Anagarika Govinda: Initiation. Vorbereitung, Praxis, Wirkung. Herausgegeben von Birgit Zotz. Luxemburg: Kairos Edition 2014, ISBN 978-2-919771-07-3.
  • Destination Tibet. Touristisches Image zwischen Politik und Klischee. Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-4948-7.
  • Das Waldviertel – Zwischen Mystik und Klarheit. Das Image einer Region als Reiseziel. Berlin 2010, ISBN 978-3-89574-734-2.
  • Das Image Tibets als Reiseziel im Spiegel deutschsprachiger Medien. Linz 2008.
  • Birgit Hutter: Das Image des Waldviertels als Urlaubsregion. Wien 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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