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Blattersleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Blattersleben
Gemeinde Priestewitz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(160)&title=Blattersleben 51° 14′ N, 13° 28′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(160) 51° 14′ 21″ N, 13° 27′ 53″ O
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Einwohner: 160 (31. Dez. 2025)<ref>Amtsblatt der Gemeinde Priestewitz / Februar 2026. (PDF; 6.15 MB) S. 6, abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 01561
Vorwahl: 035267
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Blattersleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Priestewitz im Landkreis Meißen in Sachsen.

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der 349 Hektar umfassende Ort liegt etwa drei Kilometer südwestlich des Kernortes Priestewitz an der K 8554. Südlich fließt der Seußlitzer Bach. Südwestlich erstreckt sich das Naturschutzgebiet Seußlitzer Grund. Etwas weiter westlich fließt die Elbe. Östlich verläuft die B 101. Eine Buslinie verbindet Blattersleben unter anderem mit Gävernitz, Priestewitz und Großenhain.<ref>Tarifzonenplan mit Liniennetz 2022</ref>

Blattersleben befindet sich auf 217 m ü. NHN, wodurch sich von hier aus bei entsprechendem Wetter eine gute Fernsicht in alle Himmelsrichtungen bietet. Blattersleben war der höchstgelegene Ort im Altkreis Großenhain. Blattersleben liegt unweit der Elbweindörfer Seußlitz und Diesbar - Seußlitz am Rande des Flächennaturschutzgebietes Seußlitzer Grund, einer wildromantischen Region, die sich durch ihre Ursprünglichkeit auszeichnet. Blattersleben befindet sich im Gebiet der Meißen - Wantewitzer Lößschwelle und verfügt über eine ähnliche Bodenwertzahl der Lommatzscher Pflege.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Blattersleben handelt es sich um einen als Gassendorf mit Sackgassenteil und gewannähnliche Streifenflur angelegten Ort. Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Dorf im Jahre 1277 als Bratersleven. Weitere Formen des Ortsnamens im Laufe der Zeit waren: Bratersleiben, Bratirslebin (1350), Bratirsloybin, Bratirsleiben (1378), Bratirslewen (1418), Blatterßleuben (1443), Wratirslobe (1474), Plattersleuben (1518), Blaterßhlobinn (1551) und schließlich Blattersleben im Jahre 1791.<ref name="Mörtzsch"/><ref name="HOV"/>

Eingepfarrt war der Ort, dessen Größe im Jahre 1406 mit 23 Hufen angegeben wurde, ursprünglich nach Strießen, kam aber später nach Seußlitz. Eine Schule wurde in Blattersleben im Jahre 1833 gegründet. Um diese Zeit besaß Blattersleben etwa 130 Einwohner.<ref>Stand 1835</ref> 1846 wurde die örtliche Schule erweitert und im Jahre 1905 noch einmal umgebaut.<ref name="Mörtzsch"/><ref name="HOV"/>

Am 1. Juli 1950 wurde die Nachbargemeinde Porschütz nach Blattersleben eingemeindet. Seit dem 1. Januar 1994 gehört Blattersleben zur Gemeinde Priestewitz.<ref name="HOV"/> Bemerkenswert ist, dass die Endung „leben“ in Blattersleben kein zweites Mal in Sachsen vorkommt. In Sachsen-Anhalt ist sie dagegen üblich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der örtlichen Denkmalliste sind mehrere historische Denkmäler und Gebäude verzeichnet. Eines der markantesten Gebäude im Ort ist hier der ehemalige Dorfgasthof in der Bergstraße 15, der heute als Dorfgemeinschaftshaus mit Kegelbahn und Saal fungiert.<ref name="Vereine"/> Bei dem mit einem winkelförmigen Grundriss versehenen Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Putzbau mit Satteldach, dessen Entstehung auf die Zeit um 1870 datiert wird.<ref name="Denkmalliste"/>

Auf dem Grundstück in der Bergstraße 13 stehen zwei Seitengebäude eines Vierseitenhofes unter Denkmalschutz. In ihnen befinden sich zwei historische Kumthallen. Die Entstehungszeit der Gebäude wird auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert.<ref name="Denkmalliste"/> In der Bergstraße 26 findet sich ein in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Teil in Fachwerkbauweise entstandenes Seitengebäude eines Dreiseitenhofes.<ref name="Denkmalliste"/>

Des Weiteren steht im Ort ein ebenfalls in der Bergstraße gelegenes Transformatorenhäuschen unter Denkmalschutz. Dieses Gebäude wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet.<ref name="Denkmalliste"/>

Zu den aktiven Vereinen im Ort zählt unter anderem der Sportverein SV „Grün Weiß“ Blattersleben.<ref name="Vereine"/>

Zu DDR-Zeiten war der Gasthof ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche in der Region Riesa/Meißen/Großenhain. Aller 14 Tag fanden Diskoveranstaltungen sowie Rockkonzerte mit DDR-bekannten Bands statt. (Prinzip/Winni II/GRH Projekt etc.). Die Jugend des Ortes und des Ortsteiles war dabei sehr aktiv.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässig ist im Ort unter anderem die Agrargenossenschaft Blattersleben, welche nach eigenen Angaben etwa 1.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet und sich in der Tierproduktion auf die Schweine- und Rindermast spezialisiert hat.<ref name="Agrar"/> Außerdem befindet sich hier seit dem Jahre 1990 der Sitz des Familienunternehmens Obsthof Ibisch. Dieses Unternehmen bewirtschaftet gegenwärtig eine Fläche von 36 Hektar. Der Anbauschwerpunkt liegt in der Apfel-, Erdbeer- und Spargelproduktion.<ref name="Ibisch"/>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Blattersleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Mörtzsch">Otto Mörtzsch: Historisch-Topographische Beschreibung der Amtshauptmannschaft Großenhain. Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Dresden 1935, S. 7.</ref>

<ref name="HOV">Blattersleben im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum, abgerufen am 18. Dezember 2017</ref>

<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste des Landes Sachsen, abgerufen am 19. Dezember 2017.</ref>

<ref name="Vereine">Auflistung der Priestewitzer Vereine auf der Gemeinde-Homepage, abgerufen am 19. Dezember 2017.</ref>

<ref name="Agrar">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Internetauftritt der Agrargenossenschaft Blattersleben (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agrar-blattersleben.com, abgerufen am 19. Dezember 2017.</ref>

<ref name="Ibisch">Internetauftritt des Obsthofes Ibisch, abgerufen am 19. Dezember 2017.</ref>

</references>

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