Blindia
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Blindia (deutsch Blind-Moose) ist eine Gattung von Laubmoosen aus der Familie Seligeriaceae. Sie ist benannt nach Jean-Jacques Blind (1806–1867), Pastor in Münster/Elsass.<ref name="Burkhardt2022" />
Merkmale[Bearbeiten]
Blindia ist kosmopolitisch verbreitet. Die Arten wachsen auf feuchten bis nassen (Silikat-)Felsen. Die Pflanzen werden bis 10 Zentimeter groß. Sie haben lanzettlich-pfriemenförmige Blätter, die am Grund gebräunt sind und deutlich differenzierte, aufgeblasene, orange-bräunliche Blattflügelzellen aufweisen. Die ovalen bis birnenförmigen Sporenkapseln haben Spaltöffnungen und kegelförmige Deckel. Peristomzähne sind glatt, können jedoch auch fehlen.
Systematik[Bearbeiten]
Die früher separat geführte, monotypische Gattung Stylostegium mit der einzigen Art Stylostegium caespiticium wird heute allgemein zu Blindia gestellt.
Nach Stech/Frey zählt die Gattung Blindia weltweit 23 Arten<ref>Wolfgang Frey, Michael Stech, Eberhard Fischer: Bryophytes and Seedless Vascular Plants (= Syllabus of Plant Families. 3). 13th edition. Borntraeger, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-443-01063-8, S. 157.</ref>, davon sind zwei in Mitteleuropa vertreten:
- Blindia acuta, Spitzblättriges Blind-Moos
- Blindia caespiticia, Rasen-Blindmoos
Literatur[Bearbeiten]
- Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey: Moosflora (= UTB. 1250). 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-1250-5.
- Wolfgang Frey, Michael Stech, Eberhard Fischer: Bryophytes and Seedless Vascular Plants (= Syllabus of Plant Families. 3). 13th edition. Borntraeger, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-443-01063-8.
- Martin Nebel, Georg Philippi (Hrsg.): Die Moose Baden-Württembergs. Band 1: Allgemeiner Teil, spezieller Teil (Bryophytina I, Andreaeales bis Funariales). Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3527-2.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Burkhardt2022">Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – doi:10.3372/epolist2022, Berlin 2022. </ref> </references>