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Blumberg (Casekow)

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Blumberg
Gemeinde Casekow
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Blumberg 53° 12′ N, 14° 9′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 53° 12′ 21″ N, 14° 9′ 9″ O
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Eingemeindung: 31. Dezember 2002
Postleitzahl: 16306
Vorwahl: 033331
Blumberg (Brandenburg)
Blumberg (Brandenburg)
Lage von Blumberg in Brandenburg
Kirche in Blumberg
Datei:Gutsensemble Vogelperspektive, Sept.2023.jpg
Gutsanlage Blumberg

Blumberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Casekow im Landkreis Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg.

Geografie und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Blumberg liegt westlich des Kernortes Casekow an der Kreisstraße K 7308.

Östlich verläuft die durch Casekow führende Landesstraße L 27. Westlich und nördlich verläuft die A 11 (= E 28), in die von Norden her die A 20 einmündet und als B 166 nach Süden weiterführt.

Die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern verläuft 6 km entfernt nördlich.

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Das 310,45 ha große Naturschutzgebiet Blumberger Wald liegt westlich. Es wurde am 16. Mai 1990 unter Naturschutz gestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Blumberg gehörte bis 1945 zur Provinz Pommern. Blumberg lag im Landkreis Randow und kam bei dessen Auflösung im Jahre 1939 zum Landkreis Greifenhagen. Die Gemeinde Blumberg umfasste auch die Wohnplätze Blumberger Schneidemühle, Forsthaus Blumberg, Hammelstall, Karlsberg und Waldwärtergehöft.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Eintrag Blumberg im Informationssystem Pommern (Memento vom 31. März 2016 im Internet Archive).</ref>

Datei:Rittergut Blumberg Sammlung Duncker.jpg
Gutshaus Blumberg um 1865/66, Sammlung Duncker
Datei:Gutshaus Blumberg (1792).jpg
Gutshof 2011
Datei:Gutsanlage Blumberg.jpg
Mitteltrakt des Herrenhauses

Das ritterschaftliche Gut gehörte ursprünglich der Familie von Randow. Dann wurde die Familie von Sydow um 1430 Besitzer. Henrich der Alte von Sydow wurde 1483 mit Blumberg und Woltersdorf belehnt. Diese blieben fast drei Jahrhunderte (gemeinsam mit dem naheliegenden Sydow’schen Stammgut Schönow) ein Lehen der Familie von Sydow. Blumberg ging 1763 als Mannlehen per Erbschaft an die Familie von der Osten über. 1792 wurde unter Heinrich Karl (Carl) II. von der Osten das Herrenhaus erbaut,<ref>Hans Wätjen: Penkun und Blumberg in Schwedisch-Pommern. In: Vorstand des Familienverbandes v. der Osten in Zusammenarbeit mit dem Familienverband v. der Osten-Sacken (Hrsg.): Von der Osten. Ein pommersches Geschlecht im Wandel der Jahrhunderte. Eine geschichtliche Darstellung bis zur Gegenwart. Band 1960. Druck Georg Westermann, Braunschweig / Bonn / Müssen 1960, DNB 458560936, S. 112–115.</ref> mit zwei Kavaliershäusern als Flügel. Florentin von der Osten (1804–1875), verheiratet mit Auguste von Krause, besaß 2537 ha Land mit Blumberg.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1900. In: „Der Gotha“. Adelige Häuser nach alphabetischer Ordnung. 1. Auflage. von der Osten, Haus Blumberg. Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 688–691 (uni-duesseldorf.de).</ref> Das Gut hatte zwei Vorwerke – Carlsburg und Hammelstall, letzteres mit der dem Namen entsprechenden Schafzucht. Innerhalb der Familie gab es dann einen Wechsel des Zweiges beim Gut Blumberg, 1898 wurde Friedrich Wilhelm von der Osten der Eigentümer, bis dahin auch Besitzer von Schloss Penkun. Letzter Besitzer des 2.587 ha<ref>Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern 1939. Verzeichnis von ca. 20000 landwirtschaftlichen Betrieben von 20 ha aufwärts mit Angabe der Besitzer, Pächter und Verwalter, der Gesamtgröße des Betriebes und Flächeninhalt der einzelnen Kulturen; nach amtlichen Quellen. In: H. Seeliger (Hrsg.): Letzte Ausgabe Paul Niekammer. 9. Auflage. Band I f. Ausgabe Pommern, Kreis Randow. Verlag von Niekammer’s Adreßbüchern, Leipzig 1939, S. 85 (google.de).</ref> großen Gutes Blumberg, davon waren 1225 ha Waldbesitz, war Rechtsritter des Johanniterordens, Rittmeister a. D. und Henning von der Osten (1882–1954). Seine Familie, er war mit Henriette v. der Leyen-Bloemersheim verheiratet,<ref>Hans Friedrich v. Ehrenkrook, Otto Reichert, Friedrich Wilhelm Freiherr v. Lyncker u. Ehrenkrook, Carola v. Ehrenkrook geb. v. Hagen, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen v. Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel vor 1400 nobilitiert) 1965. In: Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): GHdA von 1951 bis 2014. Band VII, Nr. 34. C. A. Starke, 1965, ISSN 0435-2408, DNB 451802500, S. 202–203.</ref> wurde 1945 entschädigungslos enteignet.

Das Gut kam in die Bodenreform, wurde später aber zu einem Volkseigenen Gut (VEG) umgewandelt. Das im Krieg stark beschädigte Gutshaus wurde nach dem Krieg Wohnhaus für die Flüchtlinge, später Mehrzweckhaus für die Gemeinde – Kulturhaus, Kindergarten usw.<ref>Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, ISBN 3-88042-636-8, S. 34.</ref> Die Familie von der Osten hat das Gut Blumberg 1996 wieder erworben.<ref>Website Gut Blumberg</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern. Band 2. W. Dietze, Anklam 1865, S. 1562–1568 (books.google.de)
  • Hans Wätjen: Geschichte des Geschlechts von der Osten. Ein pommersches Geschlecht im Wandel der Jahrhunderte. Band 1. Hrsg. Vorstand des Familienverbandes, Eigenverlag, Georg Westermann, Braunschweig 1960, S. 238–239 (Tafel Haus Blumberg / Penkun).
  • Vorlage:SammlungDunckerGrafik

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Blumberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende