Body-Shape-Index
Der Body Shape Index (BSI), auch a Body Shape Index (ABSI) genannt,<ref name="EvStd 139">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: London Evening Standard, Evening Standard Limited, 18. Januar 2006. Abgerufen am 12. September 2013 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> ist ein Verfahren zur Bestimmung eines Index zur Bewertung des Körperfettanteiles eines Menschen. Er soll besser als der Body-Mass-Index (BMI) Gesundheitsrisiken prognostizieren, indem er das besonders schädliche Bauchfett mit in die Berechnung einbezieht.<ref name="BSI statt BMI 143">Birgit Herden: Abschied vom BMI. In: Süddeutsche Zeitung. 17. März 2014, abgerufen am 13. Januar 2025: „Da der BMI zunehmend in die Kritik gerät, haben der New Yorker Wissenschaftler Nir Krakauer und sein Vater den sogenannten ABSI (A Body Shape Index) vorgeschlagen. Er berücksichtigt neben Größe und Gewicht auch den Bauchumfang“</ref> Aussagekräftig ist vor allem der ABSI-z-Wert, welcher den eigenen Wert mit den Durchschnittswerten der Bevölkerung (in den USA) vergleicht und so ein über- oder unterdurchschnittliches Risiko ermittelt. Als Krankheiten, die in Verbindung mit erhöhtem Bauchfett stehen, gelten z. B. Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall und Arteriosklerose. Für Schwangere ist diese Messmethode nicht geeignet.
Geschichte[Bearbeiten]
Der Body Shape Index stellt eine Weiterentwicklung des Body-Mass-Index dar und wurde im Juli 2012 von Nir Y. und Jesse C. Krakauer vorgeschlagen.<ref name="N+J Krakauer 127">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nir Krakauer ist Assistenzprofessor für Bauingenieurwesen an der New Yorker CCNY Grove School of Engineering. Er und sein Vater, der Arzt Jesse Krakauer haben bereits 2012 eine andere Berechnung, die sie ABSI (A Body Shape Index) nannten, vorgeschlagen.<ref name="N+J Krakauer 127" /> Der ABSI wurde entwickelt, um das Risiko speziell von abdominaler Adipositas zu quantifizieren.<ref name="Spiegel.de 14V">Jörg Römer: Kritik am Body-Mass-Index Sportlich, gesund – aber dick? In: Spiegel Online. 6. November 2014, abgerufen am 22. April 2019.</ref> Eine Studie von 2014<ref name="N+J Krakauer 142">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> bestätigt die Annahme der Krakauers, dass ABSI als Prognoseinstrument für das mit Fettleibigkeit verbundene Mortalitätsrisiko geeignet ist.
Berechnungsmethode[Bearbeiten]
Der Body-Shape-Index wird aus Taillenumfang, Body-Mass-Index und Körpergröße folgendermaßen berechnet:
- <math> BSI = \frac{U}{BMI^\frac{2}{3} \cdot l^\frac{1}{2} } = U \biggl( \frac{l^5}{m^4} \biggr)^\frac{1}{6} </math>
Dabei werden Taillenumfang (<math>U</math>) und Körpergröße (<math>l</math>) in Metern und Körpergewicht (<math>m</math>) in Kilogramm angegeben.
Wenn der BSI über 0,083 liegt, geht man von einem erhöhten Risiko aus, bei einem Wert von 0,091 soll eine Verdopplung des relativen Risikos vorliegen. Die Einordnung des BSI in Risikoklassen erfolgt mittels des aus dem BSI abgeleiteten ABSI-z Wertes (z-Wert). Der ABSI-z berechnet sich aus der Abweichung des BSI vom BSI-Mittelwert im Verhältnis zur Standardabweichung. Die BSI Mittelwerte und Standardabweichungen sind alters- und geschlechtsabhängig empirisch ermittelt und tabelliert.<ref name="N+J Krakauer 127" /> Die Berechnung erfolgt gemäß folgender Formel
- <math> ABSI z = \frac{BSI-BSI_{mean}(Alter, Geschlecht)}{BSI_{std}(Alter, Geschlecht)} </math>
mit den Indizes <math>mean</math>: Mittelwert und <math>std</math>: Standardabweichung.<ref name="N+J Krakauer 127" />
Der ABSI-z erlaubt die Einordnung in folgende Risikogruppen für das gesundheitliche Risiko.
| ABSI-z Wert | Risiko |
|---|---|
| ≤ −0,868 | Sehr gering |
| −0,868 – −0,272 | Gering |
| −0,272 – +0,229 | Durchschnitt |
| +0,229 – +0,798 | Hoch |
| ≥ +0,798 | Sehr hoch |
Zugrundeliegende Daten[Bearbeiten]
Das Team um Sohn und Vater Krakauer analysierte Daten von 7011 Erwachsenen über 18 Jahren, die in Großbritannien Mitte der 1980er Jahre (HALS1) erhoben worden und sieben Jahre später im Rahmen einer Folgestudie ein weiteres Mal befragt worden waren (HALS2).
Diese Kohortenstudie wird als weitgehend repräsentativ für die britische Bevölkerung in Bezug auf Region, Beschäftigungsstatus, Herkunft und Alter eingeschätzt. Des Weiteren wurden die Aufzeichnungen des britischen National Health Service bis 2009 einbezogen, um Todesfälle und Krebserkrankungen zu identifizieren: Von den 7011 untersuchten Personen waren 2203 bis zum Jahr 2009 gestorben.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />