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Boerhavia

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Boerhavia
Datei:Boerhaavia diffusa Blanco1.93-cropped.jpg

Boerhavia diffusa, Illustration von Francisco Manuel Blanco

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae)
Gattung: Boerhavia
Wissenschaftlicher Name
Boerhavia
L.

Die Boerhavia sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Boerhavia-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Viele Arten verholzen zumindest an ihrer Basis. Sie bilden lange seilartige oder spindelförmige Pfahlwurzeln aus. Die unverzweigte, zwischen den Arten sehr variable Sprossachse kann kriechend, herabhängend, kletternd oder aufrecht sein. Bei einigen Arten sind die Internodien klebrig.

Bei den gestielten, gegenständig angeordneten Laubblättern sind die Blätter eines Paares verschieden groß. Die Gestalt der Spreite variiert stark über die Arten und kann sehr dünn, oder dick und fleischig sein. Die Form ist symmetrisch oder asymmetrisch.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die end- oder seitenständigen Blütenstände sind gestielt oder nicht klar, durch eine fortlaufende diffuse Verzweigung, gestielt. Auch die Gestalt des Blütenstands variiert stark über die einzelnen Arten, er ist häufig breit cymoid oder in der Form eines Thyrsus. Endständige Blütenstände können zymoid, rispig, ährig, schirmrispig oder kopfig sein. Ein bis drei schlanke, lanzettförmige und durchscheinende Tragblätter stehen unter jeder Blüte.

Die Blüten sind zwittrig. Es ist nur ein Kreis verwachsener Blütenhüllblätter vorhanden. Die radiärsymmetrische oder leicht zygomorphe Blütenhülle ist glockenförmig oder breit röhrenförmig, und oberhalb des Fruchtknotens eingeschnürt. Die Blütenröhre erweitert sich abrupt in vier oder fünf Lappen. Jede Blüte enthält zwei bis acht Staubblätter, die aus der Blüte herausragen können. Bei einigen Arten ist der Griffel länger als die Staubblätter, überragt sie also. Die kopfige Narbe ist schildförmig gewölbt.

Die Früchte sind wie bei den Wunderblumengewächsen typisch Anthokarp (Scheinfrucht), das heißt Früchte, bei denen die Blütenhülle den Fruchtknoten eng umschließt und damit zu einem Teil desselben wird. Sie sind eiförmig bis ellipsoid und oft sehr variabel. Häufig sind sie drei- oder fünfrippig oder -flügelig.

Standorte[Bearbeiten]

Boerhavia-Arten sind in den ganzen Tropen und Subtropen sowie in den warmen Gebieten der gemäßigten Zonen heimisch. Boerhavia-Arten gedeihen oft auf sandigen Böden.

Datei:Starr 050405-5706 Boerhavia repens.jpg
Boerhavia repens
Datei:Starr 060406-9247 Boerhavia acutifolia.jpg
Boerhavia acutifolia
Datei:Starr 060405-6877 Boerhavia coccinea.jpg
Habitus und Laubblätter Boerhavia coccinea
Datei:Boerhavia coccinea (8866612761).jpg
Blütenstand von Boerhavia coccinea
Datei:Boerhavia coccinea flower.jpg
Boerhavia diffusa
Datei:Boerhavia erecta in Hyderabad W IMG 8887.jpg
Boerhavia erecta
Datei:Boerhavia intermedia habit.jpg
Habitus von Boerhavia intermedia

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Boerhavia wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 1. Auflage, Seite 3<ref name="Tropicos" /> und 1754 Genera Plantarum 5. Auflage, Stockholm, Seite 9 aufgestellt. Die Gattung Boerhavia ist nach dem niederländischen Mediziner und Botaniker Herman Boerhaave (1668–1738) benannt, der sich allerdings mit doppel-a schreibt. Viele Autoren, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, haben die Schreibung Linnés nach Boerhaavia korrigiert, Boerhaavia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill., orth. var.<ref name="GRIN" /> Diese Schreibweise hat sich aber nicht durchgesetzt.

Die Gattung Boerhavia gehört zur Tribus Nyctagineae in der Familie Nyctaginaceae.

Die Gattung Boerhavia ist morphologisch sehr variabel, entsprechend schwierig gestaltet sich auch die Abgrenzung gegenüber verwandten Gattungen. Francis Raymond Fosberg zum Beispiel stellt die Gattungen Anulocaulis, Commicarpus und Cyphomeris zu den Boerhavia, dieser Ansicht wird aber im Allgemeinen nicht mehr gefolgt.<ref name="Harriman1999">N. A. Harriman: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: Sida. Band 1, 1999, S. 678–684.</ref>

Auch innerhalb des Artniveaus variieren die einzelnen Pflanzen stark. Vor allem die Arten in der Sonora-Wüste und der pantropische Boerhavia diffusa – Boerhavia coccinea-Komplex sind oft so verschieden, dass sie sich kaum einordnen lassen.

Die Gattung Boerhavia enthält 20 bis 40 Arten. Hier eine Auswahl:<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA"/><ref name="VascularPlantsAmericas" />

Nicht mehr zur Gattung Boerhavia gehört:<ref name="FoNA"/>

Quellen[Bearbeiten]

  • F. Raymond Fosberg: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Band 39. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Washington 1978.
  • Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Boerhavia Linnaeus., S. 17–25 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9.
  • Dequan Lu, Michael G. Gilbert: Nyctaginaceae.: Boerhavia Linnaeus., S. 430 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2003, ISBN 1-930723-27-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Boerhavia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="VascularPlantsAmericas"> Boerhavia bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> Boerhavia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoNA"> Richard W. Spellenberg: Nyctaginaceae.: Boerhavia Linnaeus., S. 17–25 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 4: Magnoliophyta: Caryophyllidae, part 1. Oxford University Press, New York und Oxford, 2003, ISBN 0-19-517389-9. </ref> <ref name="FoC"> Dequan Lu, Michael G. Gilbert: Nyctaginaceae.: Boerhavia Linnaeus., S. 430 – textgleich online wie gedrucktes Werk. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2003, ISBN 1-930723-27-X. </ref> <ref name="HawaiianFlora"> Boerhavia – Datenblatt bei Flora of the Hawaiian Islands, Version 1.3, 12. April 2012. </ref> <ref name="Struwig2013"> M. Struwig, S. J. Siebert: A taxonomic revision of Boerhavia (Nyctaginaceae) in southern Africa. In: South African Journal of Botany, Volume 86, Mai 2013, S. 116–134, doi:10.1016/j.sajb.2013.02.172. </ref> <ref name="Chen2007"> S.-H. Chen, M.-J. WU: A taxonomical study of the genus Boerhavia (Nyctaginaceae) in Taiwan. In: Taiwania, Volume 52, Issue 4, 2007, S. 332–342. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Boerhavia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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