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Bogaczewo-Kultur

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Die Bogaczewo-Kultur (polnisch Kultura bogaczewska) war eine archäologische Kultur der vorrömischen Eisenzeit von ca. 450 bis 250 v. Chr. im heutigen nordöstlichen Polen.

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Fundplätze der Bogaczewo-Kultur finden sich an der Masurischen Seenplatte: in den Pojezierze Mrągowskie (Sensburger Seengebiet), in der nördlichen Równina mazurska (Masurische Ebene), den Pojezierze Ełkie (Lycker Seengebiet) und der Suwałszczyna (Sudauen).

Im Norden und Westen grenzte die Westbaltische Bogaczewo-Kultur an die Westbaltische Hügelgräberkultur, im Osten an die Ostbaltische Strichkeramikkultur.

Sie ist benannt nach einem Fundort bei Bogaczewo<ref>Bogatzewen, Bogaczewen, Bagaczewen, Reichensee, Bogaczewo im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), in der Gmina Giżycko (Landgemeinde Lötzen) in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Materielle Kultur[Bearbeiten]

Es finden sich Einflüsse der Pommerellischen Gesichtsurnenkultur und der La Tène-Kultur. Bronze und Emaille wurden in größeren Mengen produziert. Der Handel mit Bernstein spielte eine große Rolle. Objekte aus Skandinavien, dem ostbaltischen Raum und dem Mittelmeerraum (römische Münzen) wurden gefunden.

Bestattungskultur[Bearbeiten]

Leichenbrand wurde in Urnen bestattet, teilweise mit ganzen Pferden.

Nachfolgekulturen[Bearbeiten]

Aus der Bogaczewo-Kultur entwickelte sich seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. die Olsztyn-Gruppe der Westbaltischen Kultur.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Gaerte: Urgeschichte Ostpreußens, Königsberg 1929
  • Piotr Koczanowski, Janusz K. Kozłowski: Najdawniejsze dzieje ziem polskich (do VII w.), Wielka Historia Polski, Bd. 1, Kraków 1998

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references/>