Bootsmann
Bootsmann ist eine Funktionsbezeichnung in der Schifffahrt sowie ein Dienstgrad der Marine.
Pluralformen[Bearbeiten]
Der Plural von „Bootsmann“ ist laut Duden entweder „Bootsleute“ oder „Bootsmänner“.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 2013, abgerufen am 12. November 2014.</ref> Im zivilen Sprachgebrauch ist eine leichte (aber abnehmende) Präferenz für die Form „Bootsleute“ auszumachen.<ref group="A">Vgl. dazu Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 14. November 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Die größte Verbreitung des Wortes „Bootsleute“ relativ zu „Bootsmännern“ ergibt sich in deutschsprachigen Büchern seit 1800 demnach zu Beginn der Betrachtungsperiode. Heute ist der Häufigkeitsunterschied zwischen beiden Begriffe relativ klein.).</ref> In der Bundeswehr wird meist auch von „Bootsleuten“ gesprochen.
Seeschifffahrt[Bearbeiten]
In der historischen Seeschifffahrt war der Bootsmann verantwortlich für die Wartung und Instandhaltung der technischen Ausrüstung des Schiffs, insbesondere von Segeln, Tauwerk und Anker. Er war dem Kapitän oder dem Steuermann unterstellt und befehligte die Decksmannschaften bei allen seemannschaftlichen Aufgaben. Auf größeren Schiffen bestanden die Dienstgrade Oberbootsmann und Unterbootsmann.<ref>Bootsmann. In: J. Schult: Segler-Lexikon. S. 61.</ref><ref>Bootsmann. In: Krünitz – Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz (1773 bis 1858)</ref>
In der Handelsmarine bezeichnet man den Vorarbeiter der Decksmannschaft als Bootsmann. In Deutschland sind Bootsleute zum Teil Handwerksmeister mit der Bezeichnung Schiffsbetriebsmeister. Auf dem Großteil der deutschen Handelsschiffe mit multinationaler Besatzung wird die Stelle als Bootsmann ohne Zertifikat besetzt.
Auch auf DDR-Handelsschiffen bestand für Matrosen mit einer nachgewiesenen Seefahrtzeit von mindestens 24 Monaten als Vollmatrose für die Leitung von Arbeiten im Decksbereich ebenfalls die Aufstiegsmöglichkeit zum Bootsmann,<ref>Eintrag „Bootsmann: auf Handelsschiffen ...“ In: Erno Wiebeck (Hrsg. und Mitautor), Wolfgang Althoff u. a. Mitautoren: BI Taschenlexikon Lexikon Schiffbau Schiffahrt. , Bibliografisches Institut Leipzig, 1. Aufl. 1980 – DNB 810117851 sowie 2. Aufl. 1982, Seite 37 - DNB 203548515.</ref><ref name="transpress">Begriff „Bootsmann“. In: Ulrich Scharnow (Hrsg.), Lothar Uhlig, Max Oesau u. a. Mitautoren: transpress Lexikon Seefahrt. (3. Aufl. 1981), Seite 70 – DNB 203375165.</ref> dessen Rolle an Bord in der 9-teiligen Fernsehserie Zur See durch Jürgen Zartmann anschaulich verkörpert wurde.
Reichsmarine und Kriegsmarine[Bearbeiten]
Ein Deckoffizier der Reichs- und Kriegsmarine im seemännischen Dienst führte den Dienstgrad Bootsmann. Äquivalente Dienstgrade anderer Verwendungsbereiche hießen Steuermann, Maschinist, Signalmeister, Feuerwerker usw.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Bundeswehr[Bearbeiten]
| Bootsmann | |
|---|---|
| Schulterklappe eines Bootsmanns (30er Verwendungsreihen) Ärmelabzeichen der Jacke (Dienstanzug) eines Bootsmanns (60er Verwendungsreihen) Dienstgradabzeichen<ref name="ZDV2008">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dmb-lv-westfalen.de ( des Vorlage:Referrer vom 19. September 2014 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref><ref group="A">Links: Dienstgradabzeichen auf einer Schulterklappe für Marineuniformträger der 30er Verwendungsreihen. Rechts: Ärmelabzeichen der Jacke des Dienstanzugs eines Marineuniformträgers der 60er Verwendungsreihen. Soldaten in anderer Verwendung weisen andere Verwendungabzeichen auf.</ref> | |
| Dienstgradgruppe | Unteroffiziere mit Portepee<ref name="SG">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> |
| NATO-Rangcode | OR-6<ref name="STANAG">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Feldwebel<ref name="BPräsUnifAnO" /> |
| Dienstgrad Marine | Bootsmann<ref name="BPräsUnifAnO">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> |
| Abkürzung (in Listen) | Btsm (B)<ref name="Abkrz">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> |
| Besoldungsgruppe | A 7 nach BBesO<ref name="BBesO">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> |
Der Bootsmann ist einer der Dienstgrade der Bundeswehr für Marineuniformträger, vergleichbar dem Feldwebel. Gesetzliche Grundlage ist die Anordnung des Bundespräsidenten über die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten<ref name="BPräsUnifAnO" /> und das Soldatengesetz.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Dienstgradabzeichen[Bearbeiten]
Die Dienstgradabzeichen des Bootmannes zeigen einen Winkel mit der Spitze nach oben auf beiden Unterärmeln. Ähnlich gestaltet sind die Schulterabzeichen. Die Schulterklappen sind zusätzlich mit einer geschlossenen Tresse umrandet.<ref name="BPräsUnifAnO" /><ref name="ZDV2008" />
Inoffizielle Verwendung als Sammelbezeichnung[Bearbeiten]
Inoffiziell werden die Marineuniformträger der Dienstgradgruppe Unteroffiziere mit Portepee als Bootsleute<ref>vgl. Presse- und Informationszentrum Marine: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, 17. Juli 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014: „Vorlage:Str trim“</ref>, vereinzelt auch als Bootsmänner<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Presse- und Informationszentrum Marine, 1. April 2014, abgerufen am 28. Oktober 2014: „Vorlage:Str trim“</ref> bezeichnet. Aufgrund des inoffiziellen Charakters der Bezeichnung bleibt meist unklar, ob die einem anderen Bezeichnungsschema folgenden Dienstgrade der Offizieranwärter aus der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere mit Portepee (Fähnrich zur See und Oberfähnrich zur See) ebenfalls unter diese inoffizielle Bezeichnung fallen.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Sonstiges[Bearbeiten]
Die Dienstgradbezeichnung ranggleicher Luftwaffen- und Heeresuniformträger lautet Feldwebel.<ref name="BPräsUnifAnO" /> Hinsichtlich Befehlsgewalt, Ernennung, Sold, den nach- und übergeordneten Dienstgraden, ähnlich auch hinsichtlich der Dienststellungen sind Bootsleute und Feldwebel gleichgestellt.<ref name="STANAG" />
| Niedrigerer Dienstgrad<ref name="SGBOX">Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> | Höherer Dienstgrad<ref name="SGBOX"/> | |
| Stabsunteroffizier Obermaat |
Feldwebel Bootsmann Fähnrich Fähnrich zur See |
Oberfeldwebel Oberbootsmann |
Dienstgradgruppe: Mannschaften – Unteroffiziere o.P. – Unteroffiziere m.P. – Leutnante – Hauptleute – Stabsoffiziere – Generale Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. | ||
Nationale Volksarmee[Bearbeiten]
Vergleichbar mit dem Dienstgrad Bootsmann der Bundeswehr war der Dienstgrad Meister der Volksmarine. Rangniedriger war der Obermaat, ranghöher der Obermeister.
Der Bootsmann bzw. auch der Oberbootsmann war in der militärischen Seefahrt bei der Volksmarine der DDR der dienstälteste Unteroffizier des seemännischen Personals<ref name="transpress"/> und wurde daher in seinen Laufbahnen als Maat (Dienstgrad) bezeichnet.
Russische Streitkräfte[Bearbeiten]
Der Bozman (russisch, deutsch: Bootsmann) war bis 1917 in der Kaiserlich Russischen Marine ein Dienstgrad, der dem Feldwebel in der Kaiserlich Russischen Armee vergleichbar war. Nach der Oktoberrevolution wurde der Dienstgrad abgeschafft.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Siehe auch[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
Anmerkungen[Bearbeiten]
<references group="A" />
Literatur[Bearbeiten]
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references /> Vorlage:Navigationsleiste Seefahrtberufe