Boucerosia
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| Datei:Frerea indica 2.jpg | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Boucerosia | ||||||||||||
| Wight & Arn. |
Die Pflanzengattung Boucerosia gehört zur Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) in der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Blüten dieser sukkulenten Pflanzen verströmen einen unangenehmen Geruch. Als Zierpflanze wird beispielsweise Boucerosia frerei verwendet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die früher in einer eigenen Gattung Frerea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dalzell eingeordnete Art Boucerosia frerei weicht in vielen Merkmalen von den anderen Arten ab.
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Boucerosia-Arten wachsen als wenig bis reichverzweigte stammsukkulente ausdauernde Pflanzen. Die sukkulenten, 0,3 bis 2 cm breiten, grünen zylindrischen Sprossachsen sind glatt, besitzen vier scharfe oder gerundete Kanten und erreichen Wuchshöhen von 2 bis zu 12 cm und stehen in Pulks zusammen oder kriechen einzeln und können dann bis 20 cm lang sein. Sie enthalten klaren Milchsaft.
Die meist zu 0,1 bis 0,3 cm langen und 0,1 bis 0,15 cm breiten Schuppen reduzierten, gestielten oder ungestielten, sukkulenten Blätter fallen bei einigen Arten schnell ab. Nur bei Boucerosia frerei sind die Blätter nicht reduziert, sondern normale 2 bis 3 cm lange und 1 bis 1,2 cm breite Blattspreiten vorhanden. Wenn Nebenblätter vorhanden sind dann sind sie eiförmig oder bei Boucerosia frerei zu Drüsen umgewandelt.
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Die mehr oder weniger ungestielte Blüten stehen bei Boucerosia frerei einzeln an den Internodien, aber meist zu drei bis 60 in endständigen, auf glatten Blütenstandsachsen stehenden, pseudodoldigen Blütenständen, wobei sich ein bis 40 Blüten gleichzeitig öffnen. Die unangenehm nach Exkrementen riechenden Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch, fünfzählig mit einem doppelten Perianth. Die fünf freien Kelchblätter sind kürzer als die Kronröhre und die Ränder sind unbehaart. Die fünf 5 bis 15 mm langen, fleischigen Kronblätter sind flächig bis glockenförmig nur an ihrer Basis oder zwischen einem bis drei Viertel ihrer Länge verwachsen. Die Ränder der Kronzipfel sind flach oder zurückgebogen und glatt oder bewimpert. Die Innenseite der Kronblätter ist grün, weiß über cremefarben bis gelb, einfarbig oder von purpurfarben über braun bis rötlich gestreift, mit Warzen, glatt, papillös oder auf der ganzen Fläche oder auf den Bereich der Kronröhre konzentriert behaart. Die Außenseite der Kronblätter ist grün. Das „Gynostegium“ ist ungestielt. Die purpurrote Nebenkrone ist in staminale und interstaminale Nebenkrone gegliedert. Die aufrechten Pollinien sind D-förmig. Es sind zwei glatte, freie, oberständige Fruchtblätter vorhanden. Der Narbenkopf ist weiß. Es wird kein Nektar gebildet.
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die meist paarig, in einem spitzen Winkel zueinander aufrecht angeordneten Balgfrüchte sind glatt, bleistiftförmig, mit einem Durchmesser von 4 bis 6 mm schlank und mit 6,5 bis 10 (selten bis 15) cm oft recht lang. Die mittel-braunen Samen sind eiförmig, etwa 8 mm lang und etwa 4 mm breit. Sie ungeflügelt (im Gegensatz zu manchen nah verwandten Gattungen) und besitzen 1 bis 3 cm lange, reinweiße Flughaare.
Chromosomenzahlen[Bearbeiten]
Die Chromosomenzahlen betragen 2n = 22 (gefunden bei Boucerosia crenulata, Boucerosia diffusa), oder 44 (bei Boucerosia frerei).
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet im südlichen Asien erstreckt sich von Indien und Sri Lanka über Nepal bis Myanmar.
Der Gattungsname Boucerosia wurde 1834 von Robert Wight & George Arnott Walker Arnott in Robert Wight: Contributions to the Botany of India, Seite 34 erstveröffentlicht<ref> Robert Wight: Contributions to the Botany of India, 1834, S. 34. Eingescannt Online.</ref>. Typusart ist Boucerosia umbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Haw.) Wight & Arn. 1990 stellte M. G. Gilbert in Bradleya – Yearbook of the British Cactus and Succulent Society, 8, S. 15. die Arten in eine Untergattung Caralluma subgen. Boucerosia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wight & Arn.) M.G.Gilbert. Die Gattung Caralluma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. wurde von Darrel Charles Herbert Plowes 1995<ref> Darrel Charles Herbert Plowes: A reclassification of Caralluma R.Brown (Stapelieae: Asclepiadaceae). in Haseltonia, Band 3, 1995, S. 49–70.</ref> in acht Gattungen aufteilt<ref>Ulrich Meve & Sigrid Liede-Schumann: A molecular phylogeny and generic rearrangement of the stapelioid Ceropegieae (Apocynaceae-Asclepiadoideae). In: Pl. Syst. Evol., Band 234, 2002, S. 171–209. </ref>. Boucerosia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn. wurde reaktiviert. Für Boucerosia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn. gibt es die Synonyme Frerea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dalzell und Hutchinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn.
Die Gattung Boucerosia gehört zur Subtribus Stapeliinae aus der Tribus Ceropegieae in der Unterfamilie Asclepiadoideae innerhalb der Familie der Apocynaceae.
Es gibt etwa sieben Boucerosia-Arten:
- Boucerosia crenulata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight & Arn.: Sie kommt von Indien bis Myanmar vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia diffusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight: Sie kommt im südlichen Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia frerei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rowley) Liede & Meve (Syn.: Frerea indica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dalzell): Sie kommt in Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia indica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wight & Arn.) Plowes (Syn.: Hutchinia indica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hook. f., Boucerosia hutchinia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Decne.): Sie kommt in Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia pauciflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wight: Sie kommt im südöstlichen Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia procumbens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Gravely & Mayur.) Plowes: Sie kommt im südwestlichen Indien vor.<ref name="WCSP" />
- Boucerosia umbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Haw.) Wight & Arn.: Sie kommt in Indien, in Sri Lanka und von Bangladesch bis Myanmar vor.<ref name="WCSP" />
Nicht mehr zu dieser Gattung wird nach R. Govaerts gerechnet:<ref name="WCSP" />
- Boucerosia edulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Edgew. => Caudanthera edulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Edgew.) Meve & Liede
- Boucerosia russeliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Courbai ex Brongn. => Desmidorchis retrospiciens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ehrenb.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Sigrid Liede-Schumann & Ulrich Meve: The Genera of Asclepiadoideae, Secamonoideae and Periplocoideae (Apocynaceae), 2006: Zur Gattung Boucerosia - Online bei INTKEY databases of the DELTA System. (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
- Ulrich Meve & Sigrid Liede-Schumann: A molecular phylogeny and generic rearrangement of the stapelioid Ceropegieae (Apocynaceae-Asclepiadoideae)., in Pl. Syst. Evol., Band 234, 2002, S. 171–209.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Boucerosia - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 9. November 2018. </ref> </references>