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Boxbude

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Eine Boxbude ist eine Kirmesattraktion, bei der Schau-Boxkämpfe durchgeführt werden.

Aufbau[Bearbeiten]

Datei:Boxbude Praesentation.jpg
Präsentation der Kämpfer

Die Bude besteht aus einem Zelt mit einem Boxring in der Mitte. Die Zuschauer stehen für gewöhnlich direkt um den Ring. Vor dem Zelt ist eine Bühne aufgebaut, auf der vor den Kämpfen – die zu bestimmten Zeiten stattfinden – die Boxer zumeist durch einen Rekommandeur präsentiert werden; hierzu sind oft Utensilien wie Boxsack, Punching-Ball o. Ä. angebracht. Eine Uhr zeigt, sofern gerade ein Kampf läuft, die Zeit der nächsten Vorstellung an.

Ablauf[Bearbeiten]

Zunächst kommt es vor der Bude zur Präsentation der Kämpfer. Ein Ansager stellt diese mit Größe, Gewicht, Kampferfahrung und weiteren Details vor. Hierbei zeigen die Boxer Kampfbewegungen in der Luft oder an den Boxutensilien. Weiterhin werden in dieser Phase die Herausforderer aus dem Publikum angeworben, indem Geldprämien für einen Sieg versprochen werden.<ref name="SpOn">Boxbude auf der Kirmes: Fight Club in Cannstatt. Spiegel Online, 7. Oktober 2015</ref> Haben sich genug Herausforderer gefunden, beginnen die Kämpfe im Zelt. Hierbei treten die Herausforderer gegen die Boxer an. Ein Kampf dauert in der Regel zwei Runden zu je einer Minute. Ein Sieg ist nur durch K.O. zu erringen, eine Punktewertung gibt es nicht.

Datei:Boxbude Ring.jpg
Kampf in einer Boxbude

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Boxbuden kamen in der Weimarer Republik auf. Während der Zeit des Nationalsozialismus war das Kirmesboxen verboten.<ref>Martin Krauss: „Boxen! Ho, ho!“, 21. Juli 2001 auf TAZ.online</ref> In der Nachkriegszeit waren sie weit verbreitet. Heutzutage ist nur noch eine Boxbude unterwegs.<ref>Düsseldorf: Rheinkirmes-Boxbude hat neuen Betreiber, 2025 wieder dabei Rheinische Post, 25. Juli 2024</ref><ref>Boxbude mit Kultstatus auf Cranger Kirmes. Die Glocke, 8. August 2012.</ref> Die meisten Boxer kommen aus Polen oder osteuropäischen Staaten.<ref>Die Kirmesboxer - Voll auf die Zwölf. ZDF Info, 3. Mai 2016 (Kopie auf YouTube), abgerufen am 19. August 2020.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Norbert Breuer: "Kirmesboxer". In: Der eingeweißte Sarotti-Mohr. Juwelen-Verlag, Tönisvorst, ISBN 978-3-945822-80-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />