Bremskurve
Die Bremskurve bezeichnet ein Diagramm, das die Abhängigkeit der Geschwindigkeit eines bremsenden Zuges von der seit Beginn des Bremsvorgangs zurückgelegten Strecke darstellt.
Bremskurven werden von modernen Zugbeeinflussungssystemen, wie z. B. von ETCS oder PZB 90, berechnet, um die Geschwindigkeit eines Zugs zu überwachen. Dazu hat der Triebfahrzeugführer vor Fahrtbeginn verschiedene Daten wie Höchstgeschwindigkeit, Zuglänge, Zuggewicht oder Art der Bremsen einzugeben. Bewegt sich der Zug auf einen Gefahrenpunkt, z. B. ein Halt zeigendes Hauptsignal, hin, überwacht die Zugbeeinflussung den Bremsvorgang. Dabei vergleicht sie kontinuierlich die tatsächliche Zuggeschwindigkeit mit der momentan zulässigen Geschwindigkeit und löst bei einer Überschreitung eine Zwangsbremsung aus.
Damit Triebfahrzeugführer Sollbremskurven gut folgen können, sollten diese mit etwa 80 bis 90 Prozent der verfügbaren Vollbremsverzögerung abgefahren werden können, um eine ausreichende Regelungsreserve zu lassen.<ref name="etr-2026-08-15">Olaf Gröpler, Michael Kümmling, Kristof Vandoorne, Thomas Vogel: Modellierung von Guidance Curves für den Digitalen Knoten Stuttgart. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Nr. 8, August 2026, ISSN 0013-2845, S. 15–20 (PDF).</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Lexikon Eisenbahn, Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin, 1978.
- Signal – Das Informationsblatt des ERTMS, Brüssel, 2009. Ausgabe Nr. 11 (PDF, 1,9 MB), abgerufen am 26. Mai 2016.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />