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Brereton Hall

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Datei:Brereton - Brereton Hall.jpg
Frontfassade von Brereton Hall

Brereton Hall ist ein Landhaus nördlich des Dorfes Brereton Green in der englischen Verwaltungseinheit Cheshire East. English Heritage hat es als historisches Bauwerk I. Grades gelistet.<ref name="HE" />

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grundherrschaft Bretune ist im Domesday Book von 1086 aufgeführt. Das Haus stammt aus dem Jahr 1586; man sieht es an der Jahreszahl, die über den Eingang eingemeißelt ist.<ref name="Moir" /> Der Auftrag zum Bau des Hauses kam von Sir William Brereton (1550–1631), der 1624 zum Baron Brereton of Leighlin, Co. Carlow, ernannt wurde.<ref name="Burke" /> Ein Porträt von Sir William Brereton von 1579 mit einem Kamee von Königin Elisabeth I. auf seinem Hut ist im Detroit Institute of Arts zu sehen.<ref name="DIA" /> William Brereton, 3. Baron Brereton, (1631–1679) war ein ausgezeichneter Briefeschreiber und Mitbegründer der Royal Society. Sein jüngerer Sohn Francis starb 1722 unverheiratet, womit die männliche Linie der Breretons endete.<ref name="Thornber" />

Das Haus fiel an die Familie Bracebridge<ref name="Binney" /><ref name="Bemerkung1" /> und tauchte als Bracebridge Hall in Yorkshire in einem historischen Roman von Washington Irving auf.<ref name="Irving" /><ref name="Bemerkung2" /> 1817 wurde es von einem Industriellen aus Manchester, John Howard, gekauft. Er ließ 1829 außen und innen Veränderungen im Regency-Stil anbringen.<ref name="Binney" /> Weitere Veränderungen wurden Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt.<ref name="HE" /> Im 20. Jahrhundert war das Landhaus ein Mädcheninternat. Nachdem dieses im Juli 1992 seine Pforten schloss, war Brereton Hall der Rückzugsort eines Popstars, der im Hinterhaus ein Aufnahmestudio errichten ließ.<ref name="Binney" /> Seit 2005 ist das Landhaus ein privates Wohnhaus und nicht mehr öffentlich zugänglich.<ref name="Alsager" />

Architektur[Bearbeiten]

Datei:Brereton Hall.jpg
Brereton Hall vor 1829. Man sieht die Laternen, die später durch Zinnen ersetzt wurden.

Das Haus ist eines aus einer Art von glänzenden elisabethanischen und jakobinischen Häusern, die vor allen Dingen zum Zweck der Darstellung des gesellschaftlichen Ranges des Bauherrn gebaut wurden. In England nennt man diese Häuser Prodigy Houses.<ref name="Binney" /> Brereton Hall wurde aus Ziegeln, versehen mit einigen Steinverkleidungen, erbaut. Ursprünglich hatte das Haus einen Grundriss in Form eines E. Der mittlere Flügel wurde später abgerissen und im 19. Jahrhundert durch ein Gewächshaus ersetzt. Der vordere Flügel ist mit einem Bleidach versehen, die anderen Flügel sind mit Schiefer gedeckt. Der vordere Flügel besteht aus einem Tiefparterre und zwei weiteren Geschossen und hat einen mit Türmchen versehenen Eingang in der Mitte. Diese achteckigen Tourellen sind durch eine Brücke verbunden und mit Zinnen versehen (bis 1829 gab es stattdessen kleine Kuppeln auf den Türmchen).<ref name="HE" />

Über dem Eingang findet man das Wappen von Königin Elisabeth I. auf einem Schild. Es wird von einer Tudor-Rose und dem Fallgatter der Beauforts flankiert. Hinter dem Eingang liegen die untere Halle und eine Prachttreppe, die zur Langen Galerie führt, die sich entlang der Frontfassade des Hauses erstreckt. Sie führt zum Salon, der einen Fries mit fast 50 Wappen und einen Kaminsims mit dem Emblem der Breretons, einem Bären mit Maulkorb, enthält. Zwei offene Kamine an anderer Stelle im Haus sind in der Art von Sebastiano Serlio gemeißelt. Das frühere Arbeitszimmer des 2. Lord Brereton ist mit einem reich gemeißelten Alabasterkamin ausgestattet.<ref name="Binney" />

Einzelnachweise und Bemerkungen[Bearbeiten]

<references> <ref name="HE">Brereton Hall. Historic England. English Heritage. Abgerufen am 19. August 2016.</ref> <ref name="Moir">A. L. Moir: The Story of Brereton Hall, Cheshire. Chester.</ref> <ref name="Burke">Bernard Burke, A Genealogical History of the Dormant, Abeyant, Forfeited, and Extinct Titles ... Eintrag: Brereton – Baron Brereton.</ref> <ref name="DIA">Sir William Brereton, 1579. Detroit Institute of Arts, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Mai 2011; abgerufen am 19. August 2016.</ref> <ref name="Thornber">Craig Thornber: Brereton. In: Cheshire Antiquities. 2005, abgerufen am 19. August 2016.</ref> <ref name="Binney">Marcus Binney: The Tudor show home. In: TimesOnline London. 12. August 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2011; abgerufen am 19. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/property.timesonline.co.uk</ref> <ref name="Bemerkung1">Brereton Hall wurde damals für £ 6.5 Mio. zum Verkauf angeboten.</ref> <ref name="Irving">Washington Irving (alias Geoffrey Crayon, Gent.): Bracebridge Hall, or The Humorists. A Medley. Überarbeitete Auflage. 1867.</ref> <ref name="Bemerkung2">Irvings 'Bracebridge Hall' ist ein Konglomerat von verschiedenen Häusern des englischen niederen Adels aus dem 17. Jahrhundert.</ref> <ref name="Alsager">Brereton Hall. Alsager.com, abgerufen am 19. August 2016.</ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • Clare Hartwell, Matthew Hyde, Edward Hubbard, Nikolaus Pevsner: Cheshire. The Buildings of England. Yale University Press, New Haven / London 2011, ISBN 978-0-300-17043-6, S. 181–183.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Brereton Hall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 10′ 49,8″ N, 2° 19′ 43,7″ W

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