Brieselanger Licht
Koordinaten: 52° 35′ 54,6″ N, 13° 1′ 25,9″ O
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Das Brieselanger Licht ist eine moderne Sage um Lichterscheinungen im Brieselanger Forst im brandenburgischen Landkreis Havelland.
Seit den 1980ern<ref name=":0">Claudia Becker: Was hat es mit dem Irrlicht von Brieselang auf sich? In: Welt. 31. Oktober 2021, abgerufen am 3. November 2021.</ref> soll es dort Berichte über Lichterscheinungen geben, aber auch über Stimmen und Geräusche.<ref>Nike Köpf: UNHEIMLICH Im Wald soll man dem gruseligen „Leuchter“ begegnen: Der Lichter-Spuk von Brieselang. Berliner Kurier, 15. November 2006, abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref> Die meisten berichteten Lichterscheinungen sollen von weißer Färbung sein, daneben wurde auch von roten und grünen Lichterscheinungen berichtet, die Gestalt reichte dabei von Flackern und anschließendem Verschwinden bis hin zu schwebenden Erscheinungen. Das Licht soll spontan in der Nähe von Betrachtern auftreten, aber auch aus der Entfernung sichtbar sein.<ref name="Tagesspiegel">Sebastian Leber: Abenteurer suchen das Licht von Brieselang. In: Der Tagesspiegel. Abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref>
Erklärungsversuche[Bearbeiten]
Natürliche Erklärungen[Bearbeiten]
Da es sich bei dem Brieselanger Forst um ein ehemaliges Sumpfgebiet handelt, das im 18. Jahrhundert unter Friedrich Wilhelm I. entwässert wurde, könnten Gase aus dem Boden entweichen und in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft ein Leuchten erzeugen.<ref name="Tagesspiegel" />
Anthropogene Erklärungen[Bearbeiten]
Zahlreiche Jugendliche haben die Geschichten zum Anlass genommen, den Wald nachts als Mutprobe zu besuchen und dort selbst zu rufen und zu leuchten.<ref name=":0" /> Im Zuge dessen kam es auch zu Übergriffen.<ref>Patrik Rachner: "Brieselanger Licht": Jugendliche im Horror-Wahn. In: Märkische Onlinezeitung. 18. August 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar).</ref><ref>Patrik Rachner: Maskierte erschrecken Touristen an mystischem Ort. In: Märkische Onlinezeitung. 14. Juli 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar).</ref>
Paranormale Theorien[Bearbeiten]
Eine paranormale Theorie bezieht sich auf die angebliche Vergewaltigung und Ermordung eines zwölfjährigen Mädchens im Wald durch betrunkene Soldaten der Roten Armee 1945. Seit dieser Tat soll der Geist des Mädchens durch den Wald streifen. Auch die Geschichte eines Bahnwärters, der noch immer trotz des stillgelegten Bahnhofes den Zügen leuchtet<ref name=":0" />, die eines Wahnsinnigen, der aus einer Nervenheilanstalt in der Nähe entflohen sei, und Geschichten über Hexen und Außerirdische werden als paranormale Erklärungen vorgetragen.<ref name="Tagesspiegel" />
Rezeption[Bearbeiten]
Radio/Podcast[Bearbeiten]
- „Die RadioFritzen und das Brieselanger Licht“<ref>"Die RadioFritzen und das Brieselanger Licht". In: rbb Mediathek. 31. Oktober 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2017; abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref>
- Alexa Waschkau, Alexander Waschkau: Folge 189: Brieselanger Licht. (mp3) In: Hoaxilla. 29. Juni 2015, abgerufen am 10. Oktober 2019.
Musik[Bearbeiten]
- Im Jahr 2024 veröffentlichte die Band SITD den Titel „Brieselang“, welcher das Thema aufgreift.
Film[Bearbeiten]
- Julian Withalm, André Stahlmann (2025): „Nachts im Walde – Die Sage vom Brieselanger Licht“ (Dokumentarfilm)<ref>Dokumentarfilm über „Brieselanger Licht“ feiert Premiere – Teaser veröffentlicht. Gemeinde Brieselang, 12. Juni 2025, abgerufen am 20. August 2026.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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