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Bromelia

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Bromelia
Datei:Bromelia serra (Pfendbach) 00507.jpg

Bromelia serra

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Bromelia
Wissenschaftlicher Name
Bromelia
L.

Die Pflanzengattung Bromelia gehört zur Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die etwa 65 Arten sind in der Neotropis weitverbreitet.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Der Gattungsname Bromelia ist Grundlage für den Namen der ganzen Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Bromelia karatas1.jpg
Bewehrtes Laubblatt von Bromelia karatas
Datei:Bromelia pinguin (as Bromelia fastuosa) - Collectanea botanica - Lindley pl. 1 (1821).jpg
Illustration aus John Lindley: Collectanea botanica or, figures and botanical illustrations of rare and curious exotic plants, 1821, Tafel 1 von Bromelia pinguin
Datei:Gardenology-IMG 5393 hunt10mar.jpg
Fruchtstand mit reifen Beeren von Bromelia balansae

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Bromelia-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Die meisten Arten sind meistens Xerophyten. Die meisten Arten wachsen terrestrisch; einige wenige Bromelia-Arten sind Epiphyten. Mit unterirdischen Ausläufern oder Rhizomen bilden manche Arten fast undurchdringliche Bestände.

Die Laubblätter stehen in grundständigen Blattrosetten zusammen. Ihre am Rand sehr stark mit hakenförmigen Stacheln bewehrten, derben Laubblätter sind bis zu 2 Meter lang.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die je nach Art relativ kurzen bis langen Blütenstandsschäften besitzen stachelige Hochblätter. Die oft filzig behaarten, kopfigen bis walzenförmigen Gesamtblütenstände sind meist aus ährigen oder traubigenTeilblütenständen zusammengesetzt. An den manchmal dekorativen Blütenständen sitzen oft auffällig gefärbte, stachelige Hochblätter (Brakteen). Meist sind Deckblätter vorhanden.

Die zwittrigen, dreizähligen Blüten verblühen schnell. Die drei Kelchblätter sind frei bis auf einen großen Teil ihrer Länge verwachsen und stumpf bis zugespitzt, selten stachelspitzig. Die drei Kronblätter sind weiß bis rötlich oder violett bis bläulich. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden; sie überragen die Blütenkrone nicht. Die Staubfäden sind zu einer je nach Art mehr oder weniger langen Röhre verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Die Blütenformel lautet: <math>\star \; K_3 \; C_{(3)} \; A_{3+3} \; G_{\overline{(3)}}</math>

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die relativ großen Beeren färben sich bei Reife oft gelb und enthalten wenige bis viele Samen. Die schwarzen Samen sind rund und abgeflacht.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Bromelia wurde durch den französischen Botaniker Charles Plumier aufgestellt. Der Gattungsname Bromelia ehrt den schwedischen Botaniker und Arzt Olaf Bromel.<ref name="Grant1998" /> Synonyme für Bromelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Plum. sind: Karatas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Plum., Karatas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Plum.) Mill., Pinguin Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dillen, Pinguin Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Dillen) Dillen ex Adans., Psedomelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Necker, Agallostachys Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Beer, Distiacanthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Linden.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Die Gattung Bromelia gehört zur Unterfamilie Bromelioideae.

Die Areale reichen von Mexiko über die Karibik bis nach Paraguay und Argentinien. Sie bilden einen wesentlichen Teil des typischen Unterwuchses laubabwerfender Dornwälder in warmen, trockenen Regionen.

Es gibt über 50<ref name="Luther2008" /> bis 70<ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Bromelia-Arten:
Datei:Bromelia antiacantha - Jardim Botânico de São Paulo - IMG 0239.jpg
Herbarmaterial von Bromelia antiacantha
Datei:Bromelia antiacantha 1.jpg
Fruchtstand von Bromelia antiacantha
Datei:Bromelia balansae.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Bromelia balansae
Datei:Bromelia hieronymi.FlorDeChaguar.Chaco.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Bromelia hieronymii
Datei:Bromelia humillis 20080901.jpg
Habitus von Bromelia humilis
Datei:Bromelia interior Fruits BotGardBln310505.jpg
Bromelia interior, vergleichsweise kleinbleibende, epiphytische Art mit orangefarbenen Früchten
Datei:Bromelia laciniosa (TS) 1-01097.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Bromelia laciniosa
Datei:Bromelia sylvicola Pantanal.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstand von Bromelia sylvicola im Habitat
Datei:Bromelia unaensis Leme & Scharf (7272519554).jpg
Habitus und Blütenstand von Bromelia unaensis im Habitat
Datei:Bromelia unaensis Leme & Scharf (7280729326).jpg
Blütenstand von Bromelia unaensis
Datei:Bromelia unaensis.jpg
Ausschnitt eines Blütenstand mit dreizähligen blauen Blüten von Bromelia unaensis
Datei:Bromelia karatas-fruit.jpg
Die essbaren Früchte von Bromelia karatas
Datei:Bromelia karatas2.jpg
Habitus und stark bewehrte Laubblätter von Bromelia karatas, die auch als lebender Zaun verwendet wird

Nutzung[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer Größe findet man diese Arten selten in privaten Sammlungen in Gebieten, in denen sie durch Auftreten von Frösten nicht im Freien gepflegt werden können. Aber in manchen tropischen Parks und Gärten und auch in fast allen botanischen Gärten findet man diese relativ anspruchslosen Pflanzen.

Auf Grund der sehr stark bewehrten, derben Laubblätter werden sie von den Bauern oft als lebende Zäune gepflanzt. Die Früchte von Bromelia karatas sind essbar.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Rauh: Bromelien – Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3.
  • Lyman Bradford Smith, Robert Jack Downs: Bromelioideae (Bromeliaceae). In: Flora Neotropica, Monograph 14, Part 3, Hafner Press, New York, 1979.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="BromeliadEncyclopaedia"> In „Species Index“ auf Bromelia klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 4 (2018). zuletzt eingesehen am 24. März 2021 </ref> <ref name="Luther2008"> Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. </ref> <ref name="Grant1998"> Jason R. Grant: An Annoted Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae, In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache)</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bromelia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien