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Bruce Odland

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Bruce Odland (* 1952 in Milwaukee, Wisconsin; † 17. September 2026 in Croton-on-Hudson, New York<ref>James Paul: Obituary – Bruce Odland. In: theheraldtimes.com. 23. September 2026, abgerufen am 24. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein US-amerikanischer Komponist und Klangkünstler. Er lebte und arbeitete in Westchester County, New York (USA).

Biografie[Bearbeiten]

Bruce Odland studierte an der Northwestern University in Chicago (US) Komposition. Von 1979 bis 1984 war er musikalischer Direktor des Denver Center Theatre in Colorado (US). 1984 war er der Produktionsleiter der Mister-Heartbreak-Tour von Laurie Anderson in Japan und den USA. 1996–1998 war er als Composer-in-Residence für IBM am Thomas J. Watson Research Center in Yorktown, New York (Vereinigte Staaten) tätig.

Darüber hinaus hat er mit Musikern, Künstlern und Regisseuren wie Laurie Anderson, Dan Graham, Andre Gregory, Wallace Shawn, Peter Sellars, Joanne Akailitis, Robert Woodruff, Tony Oursler, Peter Erskine und der Wooster Group zusammengearbeitet.

Seit 1977 realisierte er Sound-Installationen im öffentlichen Raum.

Von 1984 bis 1990 leitete er seine eigene Bruce Odland Big Band.

Gemeinsam mit dem Komponisten und Klangkünstler Sam Auinger gründete er 1989 O+A, dessen zentrales Thema die „hearing perspective“ ist, bei der die räumliche Umgebung primär hörend wahrgenommen und das Gehörte als kulturelle Sprache des Ortes verstanden wird.

Bruce Odland erhielt zahlreiche Stipendien und Preise wie den Golden Muse Award von der American Association of Museums 2000 und den Helen-Hayes-Awards für das Sound Design des Films "Dance of Death" 1997. 2011/12 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Er hielt Vorträge und war Gast-Dozent an zahlreichen Universitäten und Hochschulen wie dem Insa Art Institute, Seoul Korea; Tisch School of Design, Yale University; Harvard University School of Design; MIT; Technische Universität Berlin; Pratt Institute; The Bartlett School of Architecture, London; Technische Universität Wien; Universität der Künste Berlin.

Bruce Odland verstarb am 17. September 2026 in Croton-on-Hudson.<ref>Bruce Odland, 1952 - 2026. In: tanksounds.substack.com. 23. September 2026, abgerufen am 24. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

Bruce Odland war ein international anerkannter Komponist und Klangkünstler. Nach seinem Studium der klassischen Komposition an der Northwest University wendete er sich verstärkt Natur- und Alltagsklängen zu. Mit Hilfe von Sonden und Kontakt-Mikrophonen zeichnete er detaillierte Klänge aus Natur- und städtischen Umgebungen auf und definierte sie als „musikalische Skulpturen“. Seine ersten Auftragsarbeiten, wie Sonic Excavation 1979 oder Riverworks 1980 realisierte er für Institutionen der Bildenden Kunst, wie dem Denver Art Museum oder dem Aspen Center vor Visual Arts.

1979 wurde das Denver Center Theater in Colorado (US) auf seine „musikalischen Skulpturen“ aufmerksam und richtete eigens für ihn den Posten des Direktors für Klang und Musik ein. Dadurch war es ihm möglich an über 20 Produktionen seine neuen Kompositionen auszutesten und eine neue Form der Theater-Inszenierung zu entwickeln. Seine Kompositionen umfassen alle Aspekte von Klang. Um mehr Kontrolle über den Klang zu bekommen, entwickelte er eigene Techniken für Theater-Sound und Lautsprecher-Designs. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren und Künstlern wie Peter Sellers, Tina Packer, Kristin Linklater, Robert Woodruff, JoAnne Akalaitis, Laurie Anderson, Andre Gregory, Jenniver Tipton, Wallace Shawn und der Wooster Group zusammen.

Durch seine Arbeit am Theater erlangte Bruce Odland ein ausgeprägtes akustisches Fachwissen, das er auch in seinen Produktionen von Radiostücken und Filmmusik einbrachte.

Schon früh wurden seine Arbeiten in Europa wahrgenommen. 1987 ließ eine Einladung des Ars Electronica Festival die erste gemeinsame Arbeit mit dem Klangkünstler Sam Auinger entstehen und führte zu einer dauerhaften Partnerschaft unter dem Namen O+A. Inzwischen erarbeiteten sie mehr als 50 temporäre und permanente Klanginstallationen im europäischen, nordamerikanischen und asiatischen Raum.

Im Frühjahr 2013 gelang es ihm und einer Gruppe von mehreren Künstlern mit Hilfe einer Crowd-Funding Kampagne einen alten Wassertank in Colorado (US) vor dem Abriss zu retten. Der nie genutzte Tank wurde zum „Center for Sonic Arts“ und soll aufgrund seiner einzigartigen akustischen Eigenschaften jedem Künstler und Musiker als Aufführungsort erhalten bleiben.<ref>Website Tanksound Rubrik home, abgerufen am 4. August 2014</ref>

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Permanente Sound-Installationen[Bearbeiten]

Performances[Bearbeiten]

Sound-Installationen und Ausstellungen[Bearbeiten]

  • Harmony in the Age of Noise. (2008): Disziplinübergreifende Untersuchung von Klanglandschaften, Tufts-Universität, Medford (US), mit David Guss (Anthropologen) und mehr als 100 Studenten und Mitarbeitern der Fakultät<ref>Website The Christian Science Monitor Rubrik USA, Society, 2008, Bruce Odland: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Blue Moon. O+A, (2004): Langzeit Klanginstallation im öffentlich Raum World Financial Center Plaza, New York (US)<ref>Website Creative Time Rubrik projects, Blue Moon: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Sounds from the Vaults. (1999–2000): Interaktive Ausstellung, Field Museum, Chicago (US)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Website Chicago Tribune (Memento vom 8. August 2014 im Internet Archive) Rubrik 1999, Entertainment, Instruments Exhibit Field Museum: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Traffic Mantra. O+A, (1992): Klanginstallation, Rom (IT), peter erskine's sos rom/trajan's forum<ref>residence.aec.at: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Rome – Traffic Mantra 1992 (Memento vom 15. Dezember 2005 im Internet Archive)</ref>
  • Garten der ZeiTräume. (1990): Klangkosmos anlässlich des 500jährigen Bestehens der Stadt Linz, Ars Electronica Festival, Linz (AT)<ref>Website Ars Electronica Rubrik Archiv, Festival, Katalog, Artikel, Digitale Träume virtuelle Welten, Garten der ZeiTräume: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Riverworks. (1980): Klanginstallation, Roaring Forks River, Aspen Center for the Visual Arts, Aspen (US)<ref>Website Ars Electronica Rubrik Archiv, Festival, Katalog, Biografien, Bruce Odland: Abgerufen am 4. August 2014</ref>

Bühnen- und Tanzmusik[Bearbeiten]

  • The Designated Mourner. (Wallace Shawn) (2013): The Public Theatre, Neuinszenierung, New York (US), (2000–2001): Originalmusik, Regie: Andre Gregory, The Public Theatre, New York (US)<ref>Website The New York Times Rubrik Theater Reviews, The Designated Mourner by Wallace Shawn at Public Theater: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • La Didone. (Francesco Cavalli) (2007 bis 2009): Musikalische Leitung und Sound Design für The Wooster Group, New York (US), (2007): Kaii Theater, Brüssel (BE), Rotterdamse Schouwburg, Rotterdam (NL), Edinburgh International Festival, Edinburgh (UK), (2008): St. Ann’s Warehouse, Brooklyn, New York (US), Grand Théâtre de la Ville, Luxembourg (LU), (2009): St. Ann’s Warehouse, Brooklyn, New York (US), REDCAT, Los Angeles (US)<ref>Website The Wooster Group Rubrik Work, La Didone: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Don’t Trust Anyone over Thirty. (2004–2006): Sound Design für die Puppentheater Rock-Oper von Dan Graham and Tony Oursler mit Musik von Japanther auf der Miami Art Basel und einer Europäischen Tour<ref>Website Whitney Biennale 2006 Rubrik Arts and Artist, DTAOT: COMBINE (DON'T TRUST ANYONE OVER THIRTY, ALL OVER AGAIN), 2005: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • The Persians. (Æschylus) (1993): Regie: Peter Sellars, Salzburger Festspiele, Szene Salzburg, Salzburg (AT)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Website Salzburger Festspiele (Memento vom 28. September 2020 im Internet Archive) Rubrik Archiv, Programmdetail, The Persians: Abgerufen am 4. August 2014</ref>, Theatre Bobigny, Paris (FR); Mark Taper Forum, Los Angeles (US); International Festival, Edinburgh (UK); Hebbel.Theater, Berlin (DE)
  • Shakespeare and Company (1980–1988): The Mount, Lenox (US), Regie: Tina Packer, Stücke: Twelfth Night, Comedy of Errors, Macbeth, Midsummer Night's Dream, MerryWives of Windsor, As You Like It
  • The Denver Center for the Performing Arts (1980–1984): Direktor für Sound und Musik für mehr als 20 Theaterstücke und Sound Designs, einschließlich Wings, Medea, Under Milk Wood, Tempest, Three Sisters, Passing Game, Enemy of the People, Denver (US)

Filmmusik[Bearbeiten]

Mitschnitte und Radio[Bearbeiten]

  • Requiem fo Fossil Fuels. O+A, (2007): CD, unterstützt vom DAAD, Berlin (DE)<ref>Website Vimeo Bruce Odland Rubrik Bruce Odland, Agnus Dei: from Requiem for fossil fuels: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • The Designated Mourner. (2001): Radiosendung des Theaterstücks von Wallace Shawn, Sound Design, Produzent<ref>wnyc.org: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Designated Mourner (Memento vom 24. August 2012 im Internet Archive)</ref>
  • Resonance. O+A, (1995): CD
  • Leaving Eden. (1993): CD, Arcadian Records<ref>Website Tank Sounds Rubrik Album, Leaving Eden: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • Terra Infirma. (1988–1991): wöchentliche Radioshow mit Paul Klite für CPB, NPR
  • Crossover. (1985): Bruce Odland Big Band, XO Records

Stipendien und Preise[Bearbeiten]

  • DAAD fellowship (2011–2012): Berlin (DE)
  • Einzelkünstler, Preis für Komposition, NYSCA/Wooster Group (US) (2009)
  • Golden Muse Award (2000): für Interaktive Medien, American Association of Museums, “Sounds from the Vaults” Ausstellung, Field Museum, Chicago (US)
  • Helen Hayes Award (1997): Auszeichnung in Sound Design, für Dance of Death, Regie: Joanne Akalaitis
  • Golden Reel Award (1990): für die unabhängig Radio Produktion “Terra Infirma”
  • Foundation for the Performing Arts (1990)

Vermittlung[Bearbeiten]

Vorträge[Bearbeiten]

  • Art Beyond Sight. (2012): Metropolitan Museum, New York (US)<ref>Website Art Beyond Sight Conference Rubrik Speakers Bios: Abgerufen am 4. August 2014</ref>
  • The Sonic Commons. (2010): MIT Forum on Art and Culture, MIT media lab, Boston (US)
  • toward the hearing perspective. (2010): ESOF, Lingotto Congress Center, Turin (IT)<ref>esof.eu: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ESOF 2010 Programme Book (Memento vom 22. Juli 2014 im Internet Archive) (PDF; 10,8 MB, Seite 30)</ref>
  • Urban Soundscape Design. (2004): Build Boston Conference, Boston (US)
  • Transportation Research Board National Meeting. (2002): Austin (US)
  • Man Transforms Symposium. (2001): organisiert von Sputnik, New York (US)

Lehre (Gastvorträge)[Bearbeiten]

Workshops und Symposien[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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