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Bruno von Uthmann

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Bruno Max Victor Ferdinand von Uthmann<ref>Bruno Max Victor Ferdinand v. Uthmann geb. 17. April 1891 in Berlin .... aus: Wolfgang Lorenz: Die Nachfahren der Barbara Uthmann. Adam Ries Bund, Annaberg-Buchholz 2004/2014, ISBN 978-3-930430-63-5.</ref> (* 17. April 1891 in Berlin; † 8. Juni 1978 in Bergedorf) war ein deutscher Generalleutnant und Militärattaché in Stockholm.<ref>Bruno von Uthmann in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>

Leben[Bearbeiten]

Familie[Bearbeiten]

Bruno war Angehöriger des schlesischen Adelsgeschlechts von Uthmann. Seine Eltern waren der spätere preußische Generalleutnant Paul von Uthmann (1857–1918) und dessen Ehefrau Brunhilde, geborene von Meerheimb (1869–1901).<ref>Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 10, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1942], DNB 986919810, S. 217, Nr. 3177.</ref>

Datei:Grab Bruno von Uthmann.jpg
Das Grab von Bruno von Uthmann und seiner Ehefrau Eva-Marie geborene von Schlichting auf dem Nordfriedhof (Wiesbaden)

Werdegang[Bearbeiten]

Uthmann wechselte 1905 von der Schulausbildung in das Kadetteninstitut in Naumburg. Zwei Jahre später setzte er diese Ausbildung in Berlin-Lichterfelde fort. Im Jahr 1909 beendete er die Kadettenausbildung erfolgreich und trat danach als Fähnrich in das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 der Preußischen Armee ein. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er zum Leutnant befördert.<ref>Walter Riccius: Die Institution der Luftattaché. Deutsche Luftattaché von Beginn bis 1945. Dr. Köster Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-96831-061-9, S. 317.</ref> Mit dem Regiment nahm er am Ersten Weltkrieg teil und war zuletzt im Generalstab der 121. Infanterie-Division tätig. Seine Leistungen wurden durch die Verleihung beider Klassen des Eisernen Kreuzes sowie des Bayerischen Militärverdienstordens IV. Klasse gewürdigt.<ref name="Rangliste1925">Reichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn, Berlin 1925, S. 110.</ref>

Nach seiner Übernahme in die Reichswehr wurde er Hauptmann im Generalstab der 3. Division und Adjutant Seeckts. Im August 1934 wurde er in Kolberg beim 4. Infanterie-Regiment auf Adolf Hitler vereidigt. Ab seiner Beförderung zum Oberst am 1. November 1935 war er an der Wehrmachtsakademie in Berlin und wurde von dort nach einem Jahr zum Generalstab des Heeres im Oberkommando des Heeres (OKH) abkommandiert. Danach war er ab 1936 als Chef des Kommandostabes bei der Kriegsakademie eingesetzt.

Anfang Juni 1938 wurde er vom OKW als Militärattaché an die Deutsche Botschaft in Stockholm entsandt und dort am 22. Juni ernannt. Sein Zuständigkeitsbereich umfasste dabei auch Dänemark und Norwegen. Eigentlich hätte sein Mandat ab der deutschen Besetzung von Dänemark und Norwegen und der dort erfolgten deutschen Besetzung im April 1940 bzw. Juni 1940 erlöschen müssen, aber er wurde extra für diesen Part auch für die nur fiktiv bestehende Gesandtschaft in Kopenhagen und das Territorium von Norwegen zuständig. Nach dem Tod des Luftattachés von Norwegen, Eberhard Spiller (1905–1940) übernahm er auch diese Position ab 1940 mit. Obwohl einem militärischen Attaché nachrichtendienstliche Tätigkeiten im Gastland untersagt waren, wurde ihm der Leiter der Kriegsorganisation (KO) der Abwehr in Schweden, Hans Wagner (Deckname: Dr. Neumann) ab 1941 unterstellt und knüpfte damit an die unrühmliche Tradition seines Vorgängers Oberstleutnant Horst Rössing (1891–1942) an.

Von Beginn an vertrat von Uthmann Positionen, die das Primat diplomatischer Handlungsweisen an der deutschen Gesandtschaft in Frage stellten.<ref> Daniel B. Roth, Hitlers Brückenkopf in Schweden: die deutsche Gesandtschaft in Stockholm. Lit, Berlin/Münster 2009, ISBN 978-3-643-10346-8, S. 74ff.</ref> Anfangs noch versteckt bemühte er sich, den üblichen Gepflogenheiten, sich mit der Leitung der diplomatischen Mission abzustimmen, der Vorlage seiner Berichterstattung nach Berlin auszuweichen und begann eine Art privat-dienstliche Briefpost für seine Korrespondenz auszubauen.

Bestattet ist Uthmann auf dem Wiesbadener Nordfriedhof.

Literatur[Bearbeiten]

  • Daniel B. Roth: Uthmann, Bruno von. In: Hitlers Brückenkopf in Schweden: die deutsche Gesandtschaft in Stockholm. Lit, Berlin/Münster 2009, ISBN 978-3-643-10346-8, S. 355–356. (books.google.de)
  • Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres. Podzun-Pallas Verlag, Friedberg 1983, S. 353.
  • Walter Riccius: Die Institution der Luftattachés. Deutsche Luftattachés von Beginn bis 1945. Dr. Köster Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-96831-061-9.
  • Daniel B. Roth: Mikrokosmos der NS-Außenpolitik. Die Deutsche Gesandtschaft in Stockholm auf dem Höhepunkt ihres Ausbaus im Zweiten Weltkrieg. In: Christian Braun, Michael Mayer, Sebastian Weitkamp: Deformation der Gesellschaft? Neue Forschungen zum Nationalsozialismus. wvb-Verlag, Berlin 2008, S. 75ff.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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