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Buchecker

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Bucheckern
Bucheckern einzeln
Geröstete Bucheckern

Bucheckern (in der Schweiz: Buchennüsschen) sind die Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica). Die scharf-dreikantigen, eiförmigen, etwa 1,5 Zentimeter großen Nüsschen der Buche sitzen zu zweit in einem kurz gestielten, weichspitzigen, vierlappigen, etwa 15–25 mm langen Fruchtbecher (Cupula) und sind von einer braunglänzenden Schale umgeben. Reichen Fruchtbehang gibt es bei der Buche alle 5 bis 8 Jahre.

Eine Buche produziert Bucheckern, wenn sie ein Alter zwischen 40 und 80 Jahren erreicht hat. Nach einem trockenen heißen Jahr fällt die Bucheckerernte besonders reichlich aus, wobei die Erträge leicht alternierend sind, d. h. einem reichen Bucheckerjahr folgt in jedem Fall eine geringe Bucheckerernte, auch wenn die klimatischen Voraussetzungen gut sind. Bucheckern werden etwa im September reif.

Die Bucheckern werden von Vögeln und Nagetieren geschätzt und spielten in der Vergangenheit auch in der menschlichen Ernährung eine Rolle. Für Pferde hingegen sind Bucheckern schon ab Mengen von 300 bis 1000 g giftig. Vereinzelt wird von Todesfällen berichtet.<ref>Rezepte mit Bucheckern - nussig und nahrhaft. Greenberries, abgerufen am 16. Oktober 2020.</ref> Trotz ihrer auch für den Menschen leichten Giftigkeit wurde im 19. Jahrhundert (und in der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg) aus den Nüssen in Ölmühlen Öl gepresst, welches sowohl beim Kochen als auch als Lampenöl Verwendung fand. In diesen Zeiten ergänzten die Bucheckern, die damals auch „Bucheln“ genannt wurden, die Nutzung des Waldes zum Zwecke der Mast.<ref>Heinrich Burckhardt: Die forstlichen Verhältnisse des Königreichs Hannover. 1864, S. 101, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref> Auch zur Herstellung von Kaffeeersatz wurden Bucheckern ähnlich wie Eicheln verwendet.

Geröstete Bucheckern werden geschmacklich als nussig bis malzig-herb beschrieben. Nach dem Erhitzen können sie als Knabberei oder als Zutat für Salate, Suppen und Gemüse verwendet werden. Zu Mehl vermahlen dienen sie unter anderem für Brot, Crêpes und Kuchen; außerdem lassen sie sich zu Pesto und Speiseöl verarbeiten.<ref>Bucheckern sammeln und verarbeiten. Bundeszentrum für Ernährung, 24. September 2025, abgerufen am 20. Juli 2026.</ref>

Der Lipidgehalt von Bucheckern wird mit 40,7 % angegeben,<ref>R. B. N. Prasad, P. G. Gulz: Composition of lipids of beech (Fagus sylvatica L.) seed oil. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 44, 1989, S. 735–738 (PDF, freier Volltext).</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Franklin T. Bonner, William B. Leak: Fagus L. (Memento vom 25. Oktober 2011 im Internet Archive)(PDF; 56 kB).</ref> wobei der Embryo bis zu 46 % Öl enthalten kann.<ref>Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde. 3. Aufl., Thieme, Stuttgart 1985, ISBN 3-13-530403-5, S. 170.</ref> Rohe Bucheckern enthalten viel Oxalsäure. Auch deshalb können nach dem Genuss größerer Mengen Beschwerden auftreten. Ihre leichte Giftigkeit rührt daher, dass die rohen Nüsse Alkaloide und Trimethylamin (auch Fagin von lat. fagus für Buche genannt) enthalten.

Der übermäßige Genuss roher Bucheckern kann durch den Wirkstoff Fagin zu Vergiftungserscheinungen führen. Die giftigen Substanzen in den Bucheckern können jedoch durch Rösten abgebaut werden. Zudem führt leichtes Rösten zu einem besseren Aroma der Nüsse.

Heraldik[Bearbeiten]

Als gemeine Figur in Wappen wird die Buchecker „Buchel“ genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Rotbuche – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien