Zum Inhalt springen

Bundespreis Ecodesign

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit dem Bundespreis Ecodesign werden Vorreiter auf dem Gebiet des ökologischen Designs ausgezeichnet. Er wurde 2012 vom deutschen Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt (UBA) ins Leben gerufen und wird vom Internationalen Design Zentrum Berlin organisiert.<ref name="willkommen" />

Den Initiatoren geht es darum, sowohl in Entwicklung und Produktion als auch im Konsumverhalten Veränderungen zu bewirken, die zu einer Entlastung der Umwelt beitragen.<ref name="willkommen" /> Der Preis wird in den Kategorien Produkt, Service, Konzept und Nachwuchs verliehen.<ref name="willkommen" />

Die Preiswürdigkeit der Bewerbungen wird in einem mehrstufigen Verfahren vom UBA, dem Projektbeirat und einer Jury bewertet.<ref name="willkommen" />

Nach Eigenaussage ist es die „höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland“.<ref name="willkommen" />

Preisträger 2019[Bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 25. November 2019 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) statt. Insgesamt wurden zwölf Beiträge in den Kategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs ausgezeichnet.<ref name=":2018" />

Kategorie Produkt[Bearbeiten]

  • Bananatex® | QWSTION: Bananatex® ist ein technisches Gewebe aus Fasern der Bananenpflanze Abacá.<ref name=":2018" />
  • VELLO Bike+ | VELLO GmbH: VELLO Bike+ ist ein leichtes Elektro-Faltrad für den urbanen Raum.<ref name=":2018" />
  • weber.therm circle | Saint-Gobain Weber GmbH: weber.therm circle ist ein vollmineralisches Wärmedämmverbundsystem, dessen Bestandteile nach dem Rückbau sortenrein getrennt und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden können.<ref name=":2018" />
  • Eve Thermo | Eve Systems: Eve Thermo ist ein Heizkörperthermostat, das die Raumtemperatur intelligent an den individuellen Tagesablauf anpasst.<ref name=":2018" />
  • Wikkelhouse | Wikkelhouse B.V.: Wichtigster Baustoff des Wikkelhouse ist Wellpappe. Sie wird in 24 Schichten um eine Form gewickelt und verklebt. Das Konzept erlaubt es, drei verschiedene Module individuell zu Gebäuden zusammenzustellen.<ref name=":2018" />
  • WormUp_HOME | WormUp GmbH: WormUp_HOME ist ein in Etagen angeordnete, formschöne Wurmkomposter, der für die urbane Stadtwohnung konzipiert wurde.<ref name=":2018" />

Kategorie Konzept[Bearbeiten]

  • WOODSCRAPER | Partner und Partner Architekten: WOODSCRAPER sind zirkuläre und ressourcenpositive Hochhäuser. Ihre modularen Elemente bestehen primär aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Stroh.<ref name=":2018" />
  • Maritime Müllabfuhr – SeeElefant | One Earth – One Ocean e. V.: Das Multi-Purpose-Schiff übernimmt den von Sammelschiffen aus dem Meer geborgenen Kunststoffmüll, um ihn mit der bordeigenen Anlagentechnik aufzubereiten, zu sortieren und zu verarbeiten.<ref name=":2018" />

Kategorie Service[Bearbeiten]

  • Donk-EE | Green Moves Rheinland GmbH & Co. KG: Donk-EE ist ein Sharing-System für Elektro-Lastenräder in Köln. Die Miete erfolgt unkompliziert über eine App.<ref name=":2018" />

Kategorie Nachwuchs[Bearbeiten]

  • Baker’s Butchery | Lukas Keller, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle: Das Konzept sieht vor, Mehlwurmfarmen in Bäckereien zu integrieren. Dies würde erlauben, die im Betrieb der Bäckerei anfallende Abwärme und Überproduktion an Nährwerten sinnvoll für die Mehlwurmzucht zu nutzen.<ref name=":2018" />
  • SOAPBOTTLE | Jonna Breitenhuber, Universität der Künste Berlin: SOAPBOTTLE ist eine Verpackung für flüssige Hygieneprodukte, die aus Seife hergestellt wird.<ref name=":2018" />
  • urban:eden | Paulina Grebenstein, weißensee kunsthochschule berlin urban:eden bündelt verschiedene Ansätze zum Umgang mit Extremwetterereignissen im städtischen Raum.<ref name=":2018" />

Preisträger 2018[Bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 26. November 2018 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) statt. Insgesamt wurden neun Beiträge in den Kategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs ausgezeichnet.<ref name=":2018">Bundespreis Ecodesign – Preisträger. In: bundespreis-ecodesign.de. Abgerufen am 10. Februar 2020.</ref>

Kategorie Produkt[Bearbeiten]

Das reine Zellulosepapier bietet viele Anwendungsmöglichkeiten im Haushalt und ist dabei voll kompostierbar.<ref name=":2018" />
  • Cocccon, Creativity can care<ref>Coccon /</ref> Fashion4Biodiversity
Cocccon hat ein natürliches Mittel entwickelt, das ähnliche Ergebnisse wie chemische Fungizide und Pestizide erzielt. Damit wird es möglich, GOTS-zertifizierte Seide herzustellen, ohne den Metamorphose-Prozess der Seidenraupe zu unterbrechen.<ref name=":2018" />
  • Shift-GmbH Shift6m
Das Shift6m bietet einen modularen Aufbau, leichte Reparierbarkeit und ein Rücknahmesystem für Altgeräte. Damit werden alle Aspekte ökologischer Produktgestaltung berücksichtigt.<ref name=":2018" />
  • VELOGICAL engineering GmbH<ref>Velogical</ref> VELOSPEEDER
Der Velospeeder ermöglicht es, herkömmliche Fahrräder mit einem elektrischen Antrieb nachzurüsten. So entsteht ressourcenschonend ein vollwertiges E-Bike.<ref name=":2018" />

Kategorie Konzept[Bearbeiten]

  • Magnic Innovations GmbH & Co. KG<ref>Magniclight</ref> Magnic Microlights
Durch den Einsatz von Neodymmagneten wird es möglich, in einen Fahrradbremsklotz einen Generator und ein LED-Licht zu integrieren. So wird mit wenigen Bauteilen eine sehr effiziente Fahrradbeleuchtung hergestellt.<ref name=":2018" />

Kategorie Service[Bearbeiten]

Das ehrenamtliche Projekt Refill Deutschland steht für eine sehr einfache und überzeugende Idee: Vermeide den Konsum von Wasser aus Plastikflaschen, indem Du eine mitgebrachte Trinkflasche an vielen Orten kostenlos mit Leitungswasser füllen lassen kannst.<ref name=":2018" />

Kategorie Nachwuchs[Bearbeiten]

  • Technische Universität München (Tobias Bahne, Yvonne Cosentino, Ioannis Jyftopoulos, Michael Then): M-Frame
Die Türzarge wird bei M-Frame zur Modulschnittstelle erweitert. Diese kann leicht auch in bestehende Gebäude nachgerüstet werden und bietet viel Flexibilität hinsichtlich der anzubringenden Module, wie zum Beispiel Steckdosen, Türöffner oder Lichtschalter.<ref name=":2018" />
  • Kunsthochschule Kassel (Lea Schücking): Shards
Ziegel und Glas aus Bauschutt werden für Shards zerkleinert, vermischt und schließlich zu neuen Fliesen gebrannt. Für diesen Prozess, bei dem Fliesen-Unikate entstehen, wird mit wenig Energieaufwand ein neues Produkt aus Abfall erschaffen.<ref name=":2018" />
  • Universität der Künste Berlin: URBAN TERRAZZO – TFOB / They Feed Off Buildings
Ebenfalls aus Bauschutt wird Urban Terrazzo hergestellt. Die Zuschlagstoffe der Terrazzo-Platten stammen aus abgerissenen Gebäudeteilen und werden zu einem neuen Lebenszyklus verbaut. Damit wird eine Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft geschlagen.

Preisträger 2017[Bearbeiten]

Ausgezeichnet wurde am 27. November 2017 im Bundesumweltministerium in Berlin. Die Preise wurden für innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus den Bereichen Architektur, Produktgestaltung, Mode, Reparatur- und Lebensmitteldienstleistungen vergeben.<ref name=":0">Bundespreis Ecodesign – Wettbewerb – 2017 – Preisträger. In: bundespreis-ecodesign.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 3. Januar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bundespreis-ecodesign.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Der LED-Strahler C1-mini-HC ist für die flexible Beleuchtung von Vitrinen im Museums-, Messe- und Ladenbau konzipiert und lässt sich werkzeuglos ausrichten.<ref name=":0" />
Die Geschirrspüler G 6000 EcoFlex hat einen Wärmespeicher, welcher zu einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs beiträgt. Die verwendeten Materialien weisen eine hohe Recyclingfähigkeit auf, Verbundstoffe werden weitestgehend vermieden.<ref name=":0" />
Die Designerin verwendet für ihre Modekollektion „Natascha von Hirschhausen – Design.Mode.Ethik“ ausschließlich IVN Best und GOTS zertifizierte Materialien, Plastik wird in allen Komponenten vermieden. Die Kleidung wird lokal in Berlin produziert, die Fertigung erfolgt auf Bestellung. So werden Transportwege und Überproduktion vermieden. Besondere Schnitttechniken reduzieren zudem den Verschnitt auf nur ein Prozent.<ref name=":0" />
Auf kaputt.de kann nach Selbst- und Fremdreparaturlösungen für defekte Elektrogeräte (derzeit: Smartphones, Kaffeevollautomaten) gesucht werden. Anhand nutzergenerierter Parameter empfiehlt das Online-Vergleichsportal Reparaturvideos und Ersatzteilhändler, lokale Reparateure sowie Alternativen zur Reparatur, wie Secondhand-Kauf, Miete, Verkauf oder Recycling eines Gerätes. Die Reparaturempfehlungen tragen zu einer Verlängerung der Lebens- und Nutzungszeit von Elektrogeräten bei und bieten Alternativen zum Neukauf.<ref name=":0" /><ref>Dein Vergleichsportal für Reparaturlösungen. In: kaputt.de. Abgerufen am 3. Januar 2018.</ref>
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Too Good To Go GmbH, Berlin<ref>Too Good To Go GmbH</ref>
„Too Good To Go“ ist eine App zur Lebensmittelrettung. Sie ermöglicht gastronomischen Betrieben, übrig gebliebene Speisen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer zu verkaufen. So müssen Restaurants, Cafés, Supermärkte und Hotels Lebensmittel, die noch gut sind, nicht als Food Waste entsorgen.<ref name=":0" /> Die App ist mit Stand März 2019 in neun Ländern (Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Belgien, Schweiz, Spanien) verfügbar.<ref>Kooperation mit Too good to go. In: food-service.de. 28. März 2019, abgerufen am 17. April 2019.</ref> Inzwischen sind fünf weitere Länder dazugekommen. Anfang 2020 wurde mehr als eine Mahlzeit pro Sekunde vor dem Abfall gerettet.<ref>Too Good To Go: Nationale Partnerschaft mit Migros, Expansion in die USA und die B Corp Zertifizierung. In: presseportal-schweiz.ch. 23. Januar 2020, abgerufen am 23. Januar 2020.</ref> Mit Stand 2020 hat die App mehr als 980.000 Nutzer.<ref>Lucia Theiler: Verschwendung von Essen – Foodwaste-Apps sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein. In: srf.ch. 29. September 2020, abgerufen am 29. September 2020.</ref>
Der Ansatz der „Baubotanik“ verknüpft biologische und konstruktive Prinzipien zu einem architektonischen Konzept. Bäume werden mit technischen Konstruktionselementen verbunden. Mit zunehmender Größe und Stabilität der Pflanzen entstehen lebende Bauwerke. Anfangs teilweise notwendige Hilfskonstruktionen können dann zurückgebaut werden.<ref name=":0" />
Die Modekollektion „DfC x JNJ“ bietet das auf Kreislauffähigkeit ausgerichtete Design und das zugrunde liegende EXTENDED CLOSED LOOP Modell. Ziel ist eine bessere Vernetzung innerhalb der Modewirtschaft sowie der Ausbau von Rückgabestrukturen und Angeboten zur Mehrfachnutzung. Jedes Kleidungsstück der Kollektion ist mit einem scanbaren Label versehen, das u. a. die Materialzusammensetzung für Kunden und Recyclingunternehmen sichtbar macht sowie über Leasing- und Rückgabemöglichkeiten informiert.<ref name=":0" />

Preisträger 2015[Bearbeiten]

Ausgezeichnet wurden am 23. November 2015 unter anderem Produkte und Konzepte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und aus den Bereichen Mode, Mobilität und Logistik sowie Ernährung.<ref name="eco2015" />

  • Engel GmbH, Pfullingen
Die ausgezeichnete Funktionswäsche besteht fast ausschließlich aus Merinowolle und Seide. Auf umweltbelastende Stoffe und Fertigungsverfahren wird verzichtet.<ref name="p2015" />
  • hinterher.com, München
Ein Fahrradanhänger kann zu einem Handwagen, zum Reisetrolley, zur Sackkarre und zu einem Einkaufshelfer umgewandelt werden. Er soll die Verlagerung des Verkehrs vom Auto auf das Fahrrad unterstützen.<ref name="p2015" />
  • Max Wesle, Sunlumo Technology GmbH, Perg (Österreich)
Mit einem Solar-Kollektor kann Solarwärme gewonnen werden. Er ist aus Kunststoff gefertigt und könnte durch niedrige Produktionskosten auch für Schwellen- und Entwicklungsländer interessant sein.<ref name="p2015" />
  • Freitag lab.ag, Zürich
Kleidung und Taschen aus Hanf und Flachs, die in Bezug auf Wasserverbrauch und Transportwege eine besser Ökobilanz aufweisen als Baumwolle.<ref name="p2015" />
Gebrauchte Automobil-Teile werden eingesammelt, aufbereitet und wiedereingesetzt.<ref name="p2015" />
  • Radbahn U1, Berlin
Ein neun Kilometer langer überdachter Radweg könnte vom Bahnhof Zoo bis zur Warschauer Brücke angelegt werden.<ref name="p2015" />
Aus Insekten wird eine formbare Masse gemacht, die über einen 3D Food-Drucker zu bekannten Nahrungsmittelformen verarbeitet werden kann.<ref name="p2015" />

Preisträger 2014[Bearbeiten]

  • Heller-Leder GmbH & Co. KG, Hehlen
Polsterleder wird mit Olivenblättern nach Standards des Blauen Engel gegerbt. Die Blätter wurden bislang nach der Ernte verbrannt.<ref name="p2014" />
  • E-Force One AG, Beckenried (Schweiz)
Ein 18-t-Elektro-LKW ist leiser und verbraucht nur 1/3 der Energie konventioneller Diesel-LKW.<ref name="p2014" />
Transparente Behälter werden zu ca. 40 Prozent aus PET-Kunststoff aus der Grünen-Punkt-Sammlung hergestellt. Das Projekt ist als Open-Innovation-Initiative konzipiert, wodurch sich auch Marktteilnehmer beteiligen können.<ref name="p2014" />
Bei der Brillenglasherstellung wird ein ökologisch unbedenklicher Klebstoff eingesetzt, um Brillenglasrohlinge mit dem Werkstoffträger zu verbinden. Dadurch können Schwermetalle und seltene Erden vermieden werden.<ref name="p2014" />
  • Vosla GmbH, Plauen
Eine LED-Glühbirne strahlt im Gegensatz zu Energiesparlampen warmes Licht ab. Sie hält 10-mal länger als die alte Glühbirne und kann in klassischen Leuchten eingesetzt werden, wodurch eine Neuanschaffung entfällt.<ref name="p2014" />
  • Rheinstoff GmbH & Co. KG, Düsseldorf (Design: Heiko Wunder, Anna Brückmann, Judith Koch von Wunderwerk, Düsseldorf)
Bei der Kleidung wird fast vollständig auf den Einsatz erdölbasierter Rohstoffe wie Polyamid, Polyacryl und Polyester verzichtet.<ref name="p2014" />
Ein CO2-Kompass<ref name="db" /> soll spielerisch dazu motivieren, durch den Wettbewerb mit andern CO2 einzusparen. Mithilfe von Alltagstipps, z. B. zu Recyclingpapier-Nutzung oder richtigem Heizen, soll der CO2-Bedarf reduziert werden.<ref name="p2014" />
  • Hellmann Process Management GmbH & Co. KG, Osnabrück
Eine kostenlose App greift auf ein bundesweites Netz von mehr als 15.000 Sammelstellen zur Entsorgung von Elektrogeräte zu und zeigt die nächstgelegene Abgabestelle an.<ref name="p2014" />
  • StreetScooter GmbH (Design: Nils Poschwatta, Poschwatta Automotive, Meerane und Braunschweig)
Für die Deutsche Post wurde ein in Leichtbauweise konstruiertes Elektro-Nutzfahrzeug entwickelt.<ref name="p2014" />
Textildruck, bei dem durch Verzicht auf Lichtechtheit mit Algen als Rohstoff gearbeitet werden kann.<ref name="p2014" />
Pakete werden aus Sammelzentren am Stadtrand in Containern auf lokale Lagerräume verteilt. Das Mobilitätssystem umfasst u. a. eine Flotte elektrischer Transporter, die öffentlichen Verkehrsmitteln autonom folgen können.<ref name="link" /><ref name="p2014" />
Verfahren zum Schutz von durch Erosion bedrohten Lebensräumen. Die dazu eingesetzten kompostierbaren Module werden aus Abfallmaterialen wie Stroh, Dung, Haar und Laub hergestellt und ersetzten Betonsteine, die bisher für Böschungsbefestigungen verwendet werden.<ref name="p2014" />
Ein Tintenstrahldrucker wurde mit dem Ziel technischer und optischer Langlebigkeit konstruiert. Durch austauschbare Komponenten und wenige bewegliche Teile erleichtert er Reparatur und Aufrüstung.<ref name="p2014" />

Preisträger 2013[Bearbeiten]

  • Attika Feuer AG, Cham, Schweiz (Design: Global Mind Network GmbH, Kassel, Gerdum Enders)
Ein Kaminofen erreicht mit einer Bi-Metall-Steuerung sehr gute Verbrennungswerte. Luftzufuhr und Umschaltautomatik zur Aktivierung einer Nachverbrennung werden automatisch gesteuert. Der Hersteller garantiert eine lebenslange Ersatzteilversorgung.<ref name="bionic" /><ref name="p2013" />
Ein Hammerbohrer wird, als einziger seiner Art, mittels Kaltumformung hergestellt.<ref name="p2013" />
  • Cree GmbH, Dornbirn (Österreich)
Mit einem industriell vorgefertigten Holz-Hybrid-Bausystem für Gebäude mit bis zu 30 Stockwerken können bis zu 90 % CO2 eingespart werden. Beton wird dabei nur partiell eingesetzt.<ref name="p2013" />
Die Metro-Plattform Inspiro ist leicht und umweltverträglich konstruiert.<ref name="p2013" />
  • Sportsman’s Delight GmbH, Kiel
Wintersportbekleidung aus recycelten bzw. recycelfähigen Materialien.<ref name="p2013" />
  • Ute Ketelhake
Handgeknüpfte Hochflorteppiche aus Produktions-Resten.<ref name="p2013" details="Nachhaltigkeit hat bei Second Life Rugs Priorität. Die Bio-Teppiche werden zu 90 % im geschlossenen Kreislauf herstellt. Für sie müssen Schafe nicht extra aufwachsen und geschoren werden, denn das Polmaterial, was von Hand am Hochwebstuhl verknüpft wird, gestaltet Ute Ketelhake ressourcenschonend selbst aus fabrikneuen Schurwollstoffen, die beim Zuschnitt in der Bekleidungsindustrie anfallen. Sie erhalten ein „zweites Leben“ als opulente, robuste Teppichfransen, die sich in den Teppichen zu einer harmonisch strukturierten Oberfläche formieren.

So entstehen „Landschaften“, die wiederholte Erkundungen fördern und den Blick wandern lassen. Um Ressourcen zu schonen, werden die Colorits aus den bestehenden Farben der Strickereien, ohne selbst zu färben, kreiert. Der kreative Prozess wird von den Materialien und ihren intrinsischen Qualitäten geleitet. Kein Muster unterbricht das formale Design und die Textur des Materials, sodass keine Regelmäßigkeit oder maschinelle Perfektion entstehen.

Der Massenproduktion setzt Ute Ketelhake ein hochwertiges, absolut individuelles Produkt entgegen, das durch seine Haptik besticht. Im Gegensatz zur betriebswirtschaftlichen Sparsamkeit bei Material und Zeiteinsatz in der Industrie, verkörpern diese Unikate Wertigkeit durch hohen Materialeinsatz, individuelle Gestaltung und manuelle Herstellung. Ute Ketelhake schafft ein authentisches Produkt mit Standpunkt und kommuniziert mit Interessierten deren Bedürfnisse und Erwartungen. Dabei steht sie für ihre Werte ein und überzeugt durch aufwändige gestalterische und handwerkliche Arbeit. Transparenz und Rückverfolgbarkeit sind gewährleistet, ihre Produkte sind kompostier- und recycelbar. Sie verbessern die Dämmung und die Luftqualität in Innenräumen und werden nicht von Kinderhänden hergestellt.

Durch ihr Designkonzept des Sekundärprodukts schafft sie Mehrwert, indem sie "Pre-consumer waste" in ein hochwertiges, langlebiges und umweltfreundliches Premiumprodukt umwandelt. " />

Elektroantrieb für Nutzfahrzeuge, der in der Radnabe eingebaut ist und ohne Getriebe und Differential auskommt.<ref name="p2013" />
Ein Solarkiosk ist eine unabhängige Energiequelle für die ländliche Bevölkerung von Entwicklungsländern. Kunden können am Kiosk ihre Mobiltelefone aufladen, Radio hören, Medikamente kühlen und Solarlampen kaufen, sodass sie keine Kerosinlampen oder Dieselgeneratoren verwenden müssen, um nachts Licht zu haben.<ref name="p2013" />
Eine Windturbine produziert Strom, um Laptop, Handy und eine Lampe mit Strom zu versorgen. Der geschwungene Darrieus-Rotor ist so groß wie ein Regenschirm und kann leicht transportiert werden.<ref name="p2013" />
Anstatt Energie- und Klimafragen bei der Planung von Gebäuden in einen zweiten Arbeits-Schritt auszugliedern, wird mit einem Entwurfs-Programm eine integrierte Planung angestrebt.<ref name="p2013" />
  • Sabine Hirsig, Ivan Mele, Lisa Ochsenbein („Meteor Collectif“)
Mit Aufklebern auf den Briefkästen kann den Nachbarn signalisiert werden, welche Dinge ausgeliehen werden können.<ref name="pumpi" /> Nachbarn können so die Dinge, die selten gebraucht, gemeinsam nutzen.<ref name="p2013" />
  • Esther Bätschmann, ESMOD, Berlin
Kleidung sind aus Cradle-to-Cradle Materialien gefertigt.<ref name="p2013" />

Preisträger 2012[Bearbeiten]

Ein Trockensauger verbraucht 40 % weniger Strom, mehr als 90 % der Materialien sind recycelbar und er ist um 70 % leiser.<ref name="p2012" />
  • Veränderungsatelier, Berlin
Das Veränderungsatelier „Bis es mir vom Leibe fällt“ repariert und kreiert Kleidung.<ref name="p2012" />
  • Firetube GmbH, Leipzig
Modularer Kaminofen, dessen Oberflächen mit natürlichen Ölen und wasserlöslichen Lacken behandelt sind. Der Ofen unterbietet die 2. Stufe der BImSchV-Richtlinie.<ref name="p2012" />
  • Nachbarschaftsauto PCS GmbH, Berlin (Design: Jenny Kapteyn)
Nach dem Prinzip „Nutzen statt Besitzen“ unterstützt die Internetplattform das private Leihen und Verleihen von Autos.<ref name="drivy" /><ref name="p2012" />
Dieselstapler, der mit Energierückgewinnung und elektrischer Kraftübertragung arbeitet.<ref name="p2012" />
Bürostuhl der Rückenschmerzen vorbeugt.<ref name="p2012" />
  • Wilo SE (Design: Mehnert Corporate Design GmbH & Co. KG, Kurt Mehnert, Jan Eickhoff, Martin Bergner, Julian Witte)
Während normalerweise eine zentrale Umwälzpumpe für Heizwasserdruck sorgt, kommen dezentrale Pumpen zum Einsatz, die jeden Heizkörper separat mit Wärme versorgen. Dadurch werden 20 % weniger Heizenergie und 50 % weniger Strom verbraucht.<ref name="p2012" />
Der Putz des Wärmedämmverbundsystems ist der einzige mit Blauem Engel und kommt ohne den Einsatz von Bioziden aus.<ref name="p2012" />
  • COBOC eCycles
Das „eCycle“ ist mit 13,7 kg deutlich leichter als übliche Pedelecs.<ref name="p2012" />
Das Modellprojekt Velux LichtAktiv Haus zeigt, dass sich Energieeffizienz auch in Altbauten verwirklichen lässt.<ref name="p2012" />
Mit dem Konzept soll Strom bei der Internet-Nutzung gespart werden. Lediglich kurzzeitig relevante Daten sollen mit einem Zeitstempel versehen und dadurch unnötige Daten vermieden werden.<ref name="p2012" />
„Best before …“ ist ein doppelwandiger Joghurtbecher aus transparenter PLA-Kunststofffolie, der Haltbarkeit visualisiert, indem der Joghurt in die äußere Hülle gelangt und dadurch eine Deformation verursacht.<ref name="pla" /><ref name="p2012" />
  • Paul Ketz | ecosign/Akademie für Gestaltung, Köln<ref>ecosign. In: ecosign.de. Abgerufen am 5. Juni 2018.</ref>
Ein Pfandring ist eine Zusatzhalterung für Mülleimer im öffentlichen Raum für Pfandflaschen und Pfanddosen. Passanten können ihr Leergut im Pfandring abstellen und Pfandsammler müssen nicht in die Mülleimer greifen.<ref name="p2012" />
Pullover werden hauptsächlich aus recycelten Textilfasern hergestellt.<ref name="p2012" />

Projektbeirat[Bearbeiten]

Quelle:<ref name="Beirat" />

Jury[Bearbeiten]

Quelle:<ref name="Jury" />

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Beirat">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bundespreis-ecodesign.de</ref> <ref name="willkommen"> Bundespreis Ecodesign. In: bundespreis-ecodesign.de. Abgerufen am 10. Februar 2020. </ref> <ref name="Jury">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Dezember 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bundespreis-ecodesign.de</ref> <ref name="eco2015">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bundespreis Ecodesign 2015 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespreis-ecodesign.de, Bundespreis Ecodesign</ref> <ref name="p2015">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Preisträger 2015 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespreis-ecodesign.de, Bundespreis Ecodesign</ref> <ref name="p2014">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Preisträger 2014 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespreis-ecodesign.de, Bundespreis Ecodesign</ref> <ref name="link"> Link urban logistics, Video, Laufzeit: 1:10 Minuten </ref> <ref name="db"> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.CO2-Kompass (Memento vom 19. März 2016 im Internet Archive), DB </ref> <ref name="p2013">Ute Ketelhake: Second Life Rugs - Bio-Teppiche. In: bundespreis-ecodesign.de. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> <ref name="bionic"> bionic fire – das sauberste Feuer der Welt, Attika Feuer AG </ref> <ref name="pumpi">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.so funktionierts (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pumpipumpe.ch, pumpipumpe.ch</ref> <ref name="p2012">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Preisträger 2012 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundespreis-ecodesign.de, Bundespreis Ecodesign</ref> <ref name="drivy">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Miete Autos in deiner Nähe (Memento des Vorlage:IconExternal vom 23. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.drivy.de, drivy</ref> <ref name="pla"> Joghurtverpackung mit Haltbarkeitsanzeige, Haute Innovation </ref> </references>