Burchardia
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| Burchardia | ||||||||||||
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| Datei:Burchardia umbellata.jpg
Burchardia umbellata, doldige Blütenstände | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Tribus | ||||||||||||
| Burchardieae | ||||||||||||
| J.C.Manning & Vinn. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Burchardia | ||||||||||||
| R.Br. |
Burchardia ist die einzige Gattung der Tribus Burchardieae innerhalb der Pflanzenfamilie der Zeitlosengewächse (Colchicaceae). Die etwa sechs Arten sind in Australien verbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]
Burchardia-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten<ref name="APNI" /> bilden als Speicherorgane unterirdische Sprossknollen, die mit pergamentartigen Schuppen bedeckt sind. Die Wurzeln können knollig sein. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Die aufrechten Stängel sind beblättert.<ref name="WAF" /><ref name="NSWFo" />
Es sind meist ein bis fünf grundständige, selten wechselständig, spiralig oder zweizeilig am Stängel angeordnete, sitzende Laubblätter vorhanden, die in Blattscheide und Blattspreite gegliedert sind. Die einfache Blattspreite ist gefaltet, linealisch oder lanzettförmig und parallelnervig.<ref name="WAF" /><ref name="NSWFo" />
Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]
Der Blütenstandsschaft ist einfach oder besitzt eine bis vier Verzweigungen. Ein bis vier Tragblätter stehen unter dem Blütenstand. Die Blüten stehen selten einzeln oder meist zu bis zu zwanzig in endständigen, doldigen Blütenständen zusammen. Es sind Blütenstiele vorhanden. Deckblätter fehlen.<ref name="WAF" /><ref name="NSWFo" />
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen Blütenhüllblätter sind frei. Die Farbe der Blütenhüllblätter ist je nach Art grün bis grünlich oder weiß bis rosafarben. Nahe der Basis der Blütenhüllblätter sind meist Nektarien vorhanden. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden. Die an der Basis der Blütenhüllblätter inserierten, untereinander freien Staubfäden sind kurz und etwas flach. Die dorsifixen, frei beweglichen Staubbeutel sind nach außen gebogen und öffnen sich mit Längsschlitzen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält in zentralwinkelständiger Plazentation einige Samenanlagen. Der kurze Griffel spaltet sich in drei Griffeläste auf.<ref name="NSWFo" /><ref name="WAF" />
Früchte und Samen[Bearbeiten]
Die septizidalen Kapselfrüchte enthalten einige Samen. Die kantigen Samen enthalten ölhaltiges Endosperm und besitzen eine durch Phytomelane braune Samenschale (Testa). Der gerade Embryo besitzt ein Keimblatt (Kotyledon).<ref name="NSWFo" /><ref name="WAF" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Burchardia wurde 1810 durch Robert Brown in Prodromus Florae Novae Hollandiae. S. 272.<ref name="Brown1810" /> aufgestellt. Der Gattungsname Burchardia ehrt den deutschen Arzt und Stadtphysikus in Wolfenbüttel Johann Heinrich Burckhard (1676–1738), den Bruder von Johann Georg Burckhard.<ref name="Burkhardt2016" /><ref name="WAF" /> Typusart ist Burchardia umbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br.<ref name="APNI" /><ref name="Tropicos" /> Synonyme für Burchardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. sind Reya Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze und Burckhardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.Post & Kuntze orth. var.<ref name="APNI" /> Burchardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. ist entsprechend ICBN-Regeln (Vienna ICBN Art. 14 & App. III) konserviert (nom. cons.) gegenüber dem Parahomonym (Vienna ICBN Art. 53.3) Burcardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Heist. ex Duhamel 1755 nom. rej.<ref name="APNI" /><ref name="GRIN" /> Ein weiteres Homonym ist Burchardia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Neck. veröffentlicht in Noël Martin Joseph de Necker: Elementa botanica .... 2, 1790, S. 76 als Gattung innerhalb der Myrtaceae.<ref name="Tropicos" />
Burchardia ist die einzige Gattung der Tribus Burchardieae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.C.Manning & Vinn. innerhalb der Familie Colchicaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC.; sie wurde früher in die Familien Burchardiaceae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Takht., Liliaceae und Uvulariaceae eingeordnet.<ref name="GRIN" /> Die Tribus Burchardieae wurde durch Annika Vinnersten und John C. Manning in A new classification of Colchicaceae. In: Taxon. Volume 56, Issue 1, 2007, S. 163–169 aufgestellt.
Von den sechs Burchardia-Arten kommen fünf nur in Western Australia vor und eine ist in allen australischen Bundesstaaten außer Northern Territory und Western Australia weitverbreitet.<ref name="APNI" /><ref name="NSWFo" />
Es gibt etwa sechs Burchardia-Arten:<ref name="APNI" />
- Burchardia bairdiae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Keighery: Sie kommt in Western Australia vor.<ref name="APNI" />
- Burchardia congesta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl. (Syn.: Burchardia rigida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gand.): Sie kommt in Western Australia vor.<ref name="APNI" />
- Burchardia monantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Domin: Sie kommt in Western Australia vor.<ref name="APNI" />
- Burchardia multiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lindl.: Sie kommt in Australien vor.<ref name="APNI" />
- Burchardia rosea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Keighery: Sie kommt in Western Australia vor.<ref name="APNI" />
- Burchardia umbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.R.Br. (Syn.: Burchardia rigida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gand.): Sie kommt in Australien in South Australia, Queensland, New South Wales, Victoria im Australian Capital Territory und in Tasmanien vor.<ref name="APNI" />
Nutzung[Bearbeiten]
Von Burchardia umbellata werden die unterirdischen Pflanzenteile roh oder gegart gegessen. Der Geschmack ist nicht klassifizierbar. Es ist ähnlich viel Stärke wie in rohen Kartoffeln enthalten.<ref name="PFAF" />
Literatur[Bearbeiten]
- G. J. Harden: Eintrag in der New South Wales Flora Online. (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
- J. Gathe, Leslie Watson, 2008: Eintrag in der Western Australian Flora. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="APNI"> Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. Zuletzt abgerufen am 13. September 2021 </ref> <ref name="Tropicos"> Burchardia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Burchardia umbellata bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Brown1810"> Erstveröffentlichung von Burchardia eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="NSWFo"> G. J. Harden: Eintrag in der New South Wales Flora Online. Abgerufen am 21. März 2013 </ref> <ref name="WAF">J. Gathe & Leslie Watson, 2008: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Eintrag in der Western Australian Flora. ( des Vorlage:IconExternal vom 21. März 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 21. März 2013</ref> <ref name="Burkhardt2016"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-946292-10-4. doi:10.3372/epolist2016. </ref> </references>