Burgstall Dettelbach
| Burgstall Dettelbach | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Das ehemalige Rentamt an der Stelle der Burg | ||||||
| Alternativname(n) | Burg Tetilabach | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Dettelbach | |||||
| Entstehungszeit | unklar, als Königsgut 741 erwähnt, 1101 durch die Ritter von Dettelbach ausgebaut | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | abgegangen, durch Rentamt ersetzt | |||||
| Ständische Stellung | Könige, Ministeriale | |||||
| Geographische Lage | 49° 48′ N, 10° 10′ O
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| Höhenlage | 201 m ü. NHN | |||||
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Der Burgstall Dettelbach bezeichnet eine abgegangene Höhenburg auf 201 m ü. NHN in Dettelbach im unterfränkischen Landkreis Kitzingen in Bayern. Heute befindet sich an der Stelle das ehemalige Rentamt der Stadt, welches als Wohnhaus genutzt wird.
Geografische Lage[Bearbeiten]
Der Nachfolgebau der Burg liegt am äußersten, nördlichen Rand der Dettelbacher Altstadt. Er wird eingerahmt von den Straßen Kirchplatz im Süden, Eichgasse im Westen, Burggraben im Norden und Faltergasse im Osten. Der Straßenname Burggraben weist auf die ursprüngliche Nutzung des Geländes hin, auf dem neben dem Rentamt auch der alte Zehnthof der Stadt untergebracht war. Die Kirche St. Augustinus liegt direkt gegenüber den Burgresten mit einer Entfernung von etwa 30 Metern.
Geschichte[Bearbeiten]
Erstmals im Jahr 741 fand das Gebäude in den Quellen Erwähnung. Es wurde zu diesem Zeitpunkt, als die Franken das Gebiet am Main zu besiedeln begannen als Königshof „Tetilabah“ bezeichnet und bildete einen Flaschenhals des fränkischen Vorstoßes. Der militärische Stützpunkt führte dazu, dass sich um den befestigten Herrenhof mehr und mehr Bewohner ansiedelten, sodass ein Dorf im Osten der Anlage entstand.<ref>Bauer, Hans: Von der Steinzeit bis zum Stadtjubiläum- ein kurzer Rückblick auf die Dettelbacher Stadtgeschichte. S. 20.</ref>
Bereits in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts zerfiel das weitverzweigte Königsgut und wurde an verdiente Herren der Umgebung verteilt, die so dem König gegenüber loyal bleiben sollten. Dettelbach kam wohl, zusammen mit Kitzingen und Iphofen, an das Benediktinerinnenkloster in Kitzingen. Wie das Kloster den ehemaligen Gutshof nutzte ist unklar, die Burg wird in den folgenden Jahrhunderten nicht mehr erwähnt.
Erst im 12. Jahrhundert tauchte mit Helmrich von Dettelbach der erste, neue Besitzer der befestigten Anlage in den Quellen auf. In der Folgezeit bauten die Ritter von Dettelbach, die ihren Sitz im ehemaligen Königsgut hatten, ihren Einfluss immer weiter aus. Ab dem 13. Jahrhundert erfolgte wohl der Ausbau des Herrenhofes zu einer befestigten Burganlage. Ihre genaue Größe und Aussehen liegt allerdings im Dunkeln.
Bereits im Jahr 1466 wurde die Burg der Ritter von Dettelbach allerdings als baufällig bezeichnet. Mit dem Niedergang des Adelsgeschlechts zerfiel auch deren Sitz. Später entstand hier der Zehnthof der Stadt und das Rentamt, sodass weiterhin Verwaltungsgebäude an der Stelle der ehemaligen Burg gebaut wurden.<ref>Landrat und Kreistag des Landkreises Kitzingen (Hrsg.): Landkreis Kitzingen. S. 203.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Hans Bauer: Von der Steinzeit bis zum Stadtjubiläum- ein kurzer Rückblick auf die Dettelbacher Stadtgeschichte. In: Stadt Dettelbach (Hrsg.): Dettelbach 1484–1984. Festschrift und kleine Charakteristik einer 500jährigen Stadt. Dettelbach 1984. S. 16–37.
- Landrat und Kreistag des Landkreises Kitzingen (Hrsg.): Landkreis Kitzingen. Münsterschwarzach 1984.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Schlösser: Schloss Altenschönbach | Schloss Bibergau | Schloss Bimbach | Schloss Burggrub | Schloss Castell | Schloss Crailsheim | Schloss Einersheim | Schloss Friedrichsberg | Schloss Fröhstockheim | Gräflich Schönborn’sches Schloss Gaibach | Schloss Gerlachshausen | Schloss Ilmbach | Schloss Kirchschönbach | Schloss Krautheim | Schloss Mainsondheim | Schloss Mainstockheim (Ebracher Hof) | Schloss Marktbreit | Schloss Michelfeld | Schloss Nenzenheim | Schloss Neuses am Sand | Schloss Prichsenstadt (abgegangen) | Schloss Rüdenhausen | Schloss Schernau | Schloss Schwanberg | Altes Schloss Schwarzenau | Neues Schloss Schwarzenau | Schloss Wässerndorf (Ruine) | Schloss Westheim | Schlösschen Wiesentheid | Schloss Wiesentheid
Burgen und Ruinen: Johanniterkastell Biebelried | Burg Gnötzheim | Burgruine Großlangheim | Burg Hallburg | Burgruine Speckfeld
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Altcastell | Turmhügel Michelfeld | Turmhügel Willanzheim
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