CASA C-101
| CASA C-101 Aviojet | |
|---|---|
| Ein Aviojet der Patrulla Aguila in Payerne Ein Aviojet der Patrulla Aguila am Militärflugplatz Payerne | |
| Typ | |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | |
| Erstflug | 29. Juni 1977<ref name=":0">Thomas Bättig: Moderne Kampfflugzeuge. E.S. Mittler & Sohn, Hamburg 2000, ISBN 3-8132-0717-X, S. 46–47.</ref> |
| Indienststellung | 1980 |
| Stückzahl | 151<ref>«Financial year 2000, page 54» (PDF; 480 kB), European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. (englisch).</ref> |
Die CASA C-101 Aviojet ist ein militärisches Schul- und leichtes Erdkampfflugzeug des spanischen Herstellers Construcciones Aeronáuticas S.A.
Beschreibung[Bearbeiten]
Obwohl es Mitte der 1970er-Jahre bereits eine große Anzahl leichter Erdkampf- und Schulflugzeuge auf dem Markt gab, wurde 1975 die Entwicklung des Aviojet-Projekts mit Unterstützung von der Northrop Corporation und MBB gestartet. Der Erstflug fand am 29. Juni 1977 statt.<ref name=":0" /> Das Flugzeug wurde, mit Ausnahme des zugekauften Garrett-Triebwerks, komplett in Spanien gefertigt.
Die ersten vier Flugzeuge traten im Januar 1980 in den Dienst der spanischen Fliegerschule. Die spanische Luftwaffe beschaffte die Maschine in großer Zahl und rüstete auch 1985 ihre Kunstflugstaffel Patrulla Águila mit dem Typ aus. Die Maschinen C-101 der Patrulla Águila haben eine höhere Dienstgipfelhöhe von 14.000 m, eine Höchstgeschwindigkeit von 845 km/h und, durch die fehlende Bewaffnung, größere Tanks für eine Flugdauer von bis zu 7 Stunden. Der Schulbetrieb mit der E-25, so die Bezeichnung der Luftstreitkräfte,<ref>El último vuelo del ‘Gran Profesor’. Homepage der Luftstreitkräfte, 1. August 2022</ref> endete am 29. Juli 2022. Für die Patrulla Águila sollte das Flugzeug noch so lange wie möglich im Einsatz bleiben.<ref name="blogbeforeflight.net">Spanish Air Force CASA C-101 jet ends its role as trainer. In: blogbeforeflight.net. 7. August 2022, abgerufen am 24. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Letztendlich wurde die C-101 dort im Jahr 2025 außer Dienst gestellt.<ref name="airbusnews">Aire25 – The enduring legacy of the Airbus C-101 and Spain's Patrulla Águila. In: airbus.com. Juni 2025, abgerufen am 23. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Eine Exportversion ging nach Chile (A-36M Halcon) und wurde später auch im Land endmontiert. Die chilenische Luftwaffe beendete das Training mit den CASA-Flugzeugen im Jahr 2022. In der Pilotenschulung wurden sie durch die Embraer Super Tucano ersetzt.<ref>Thiago Vinholes: Chilean Air Force retires C-101 Aviojet training jets. In: airdatanews.com. 29. Dezember 2022, abgerufen am 24. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Exportländer für die Aviojet waren Honduras und Jordanien.
Nutzer[Bearbeiten]
Chile: 35 (Fuerza Aérea de Chile) bis 2022
Honduras: 4 bis 2003<ref>CASA C101 Aviojet. In: airhistory.net. Abgerufen am 24. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Jordanien: 13 (Königlich Jordanische Luftwaffe) bis 2020<ref>World Airforces 2021. (PDF; 4,3 MB) In: flightglobal.com. 2021, S. 11, 22, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Spanien: 88 (Ejército del Aire) bis 2022<ref name="blogbeforeflight.net" />, (Patrulla Águila) bis 2025<ref name="airbusnews" />
Technische Daten[Bearbeiten]
| Kenngröße | Daten der C-101 Aviojet<ref name=":0" /> |
|---|---|
| Besatzung | 2 |
| Länge | 12,40 m |
| Spannweite | 10,60 m |
| Höhe | 4,25 m |
| Leermasse | 3.500 kg |
| normale Startmasse | 4.570 kg |
| max. Startmasse | 6.300 kg |
| max. Treibstoffkapazität | 4.853 kg (intern) |
| Höchstgeschwindigkeit | 805 km/h (auf Meereshöhe) |
| Steigrate | 32,5 m/s |
| Dienstgipfelhöhe | 13.400 m |
| Einsatzradius | 500 km |
| Triebwerk | ein Mantelstromtriebwerk Garrett TFE731-5-1J |
| Schubkraft | 20,9 kN |
| max. Waffenlast | 1.820 kg |
Bewaffnung[Bearbeiten]
Bewaffnung bis zu 1820 kg an sechs Außenlaststationen unter den Tragflächen
Luft-Luft-Lenkwaffen
- 2 × Startschienen für je 1 × infrarotgesteuerte Kurzstrecken-Luft-Luft-Lenkflugkörper Rafael „Shafir II“
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
- 6 × Forges in Zeebrugge/TDA LAU-32-Raketen-Rohrstartbehälter für je 7 × ungelenkte FZ-Luft-Boden-Raketen; Kaliber 70 mm
Zusatzbehälter
- 1 × Kanonenbehälter für eine 30-mm-Maschinenkanone DEFA 553 mit 140 Schuss Munition
- 1 × MG-Behälter für zwei 12,7-mm-Maschinengewehre M3
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />