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Caiophora

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Caiophora
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Ziegelrote Brennwinde (Caiophora lateritia)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Blumennesselgewächse (Loasaceae)
Unterfamilie: Loasoideae
Gattung: Caiophora
Wissenschaftlicher Name
Caiophora
C.Presl

Caiophora ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Blumennesselgewächse (Loasaceae). Die 56 bis 60 Arten sind in Südamerika verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Curtis's botanical magazine (Tab. 8125) (9598066423).jpg
Illustration aus Curtis’s botanical magazine, Band 133, 1907, Tafel 8125 von Caiophora coronata
Datei:Caiophora rosulata ssp. taraxacoides (8659014998).jpg
Laubblätter und Kapselfrucht von Caiophora rosulata subsp. taraxacoides

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es handelt sich um selbstständig aufrechte, rosettenförmig wachsende oder kletternde ausdauernde krautige Pflanzen. Die Primärwurzel ist gelegentlich verdickt oder knollig, auch die Nebenwurzeln können Knollen bilden. Die oberirdischen Pflanzenteile sind immer mit Nesselhaaren besetzt.<ref name="FU-Berlin" />

Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreiten sind meist eiförmig und fiederspaltig oder fiederteilig, gelegentlich doppelt gefiedert, nur bei Caiophora hibiscifolia sind sie dreiteilig gefiedert.<ref name="FU-Berlin" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die hängenden Blüten stehen meist in endständigen Blütenständen zusammen, die entweder symmetrische oder äußerst asymmetrische thyrsenähnlich oder Dichasien sind, selten stehen bei Rosettenpflanzen die Blüten einzeln. Unter den Blüten stehen jeweils zwei laubblattähnliche, frondose Vorblätter.<ref name="FU-Berlin" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünf- bis achtzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FU-Berlin" /> Die Kelchblätter sind oft haltbar und noch auf der Frucht erkennbar. Die Kronblätter sind weiß, gelb oder rot. Es sind fünf Gruppen von Staminodien vorhanden.<ref name="FU-Berlin" /> Die äußeren Staminodien sind verwachsen und bilden ein Schuppenblatt (nectar scale), an dessen äußerer Seite drei lange flaggenförmige grüne, weiße, rote oder gelbe Fortsätze stehen, die gelegentlich fehlen. Die inneren Staminodien sind unverwachsen und haben am Ansatz gelegentlich Auswüchse. In fünf Gruppen stehen jeweils 10 bis 15 fertile Staubblätter zusammen.<ref name="FU-Berlin" />

Der Fruchtknoten ist größtenteils unterständig. Die Plazenta ist y-förmig, Samenanlagen finden sich nur auf der achsenabgewandten Seite.<ref name="FU-Berlin" />

Die schmal zylindrischen bis fast kugeligen und gelegentlich verdrehten (tordierten) Kapselfrüchte öffnen sich mit drei bis fünf länglichen Schlitzen, selten (Caiophora pulchella, Caiophora nivalis) anhand dreier Klappen am oberen Ende der Frucht.<ref name="FU-Berlin" /> Die Samen sind eckig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 16.<ref name="FU-Berlin" />

Standorte[Bearbeiten]

Die meisten Caiophora-Arten gedeihen in größeren Höhenlagen (oberhalb 3000 Metern) der Anden, nur wenige im südlichen Südamerika gelegene Vorkommen befinden sich in Höhenlagen von nur 800 Metern.<ref name="FU-Berlin" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Caiphora ch.jpg
Caiophora andina
Datei:Caiophora Boliviana.jpg
Habitus, Laubblätter und Blüten von Caiophora boliviana
Datei:Caiophora chuquitensis 09.JPG
Caiophora chuquitensis
Datei:Caiophora cirsiifolia (8657909033).jpg
Caiophora cirsiifolia
Datei:Caiophora coronata -倫敦植物園 Kew Gardens, London- (9229778298).jpg
Caiophora coronata

Die Gattung Caiophora wurde 1835 durch Carl Presl Reliquiae Haenkeanae, ..., Band 2, Teil 2, Seite 41, Tafel 56<ref name="Presl1835" /> aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Typusart ist Caiophora contorta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Desr. ex Lam.) C.Presl.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Caiophora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.C.Presl sind: Cajophora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl. orth. var., Gripidea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Illairea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lenné & K.Koch, Raphisanthe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lilja.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Caiophora gehört zur Tribus Loaseae in der Unterfamilie Loasoideae innerhalb der Familie Loasaceae.<ref name="GRIN" /> Die Gattungen Caiophora, Loasa, Scyphanthus und Blumenbachia sind eng verwandt.

Die Gattung Caiophora weist eine große Diversität auf mit sehr variablen Verwandtschaftsgruppen. Sehr häufig in der Gattung Caiophora ist die Bildung von Naturhybriden, selbst zwischen relativ weit entfernt verwandten Caiophora-Arten.<ref name="FU-Berlin" />

Die Caiophora-Arten sind vom zentralen Chile und Argentinien über Peru, Bolivien bis Ecuador verbreitet. Nur eine Art, Caiophora arechavaletae, kommt in Uruguay und im südlichen Brasilien vor.<ref name="FU-Berlin" />

Die Gattung Caiophora enthält 56 bis 60 Arten (Auswahl):

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Maximilian Weigend: Loasaceae. In:
  • Markus Ackermann, Maximilian Weigend: Notes on the genus Caiophora (Loasoideae, Loasaceae) in Chile and neighbouring countries. In: Darwiniana, Volume 45, Issue 1, San Isidro, 2007. Volltext online.
  • Maximilian Weigend, Markus Ackermann: Los nombres antiguos en el género Caiophora (Loasáceas subfam. Loasoídeas) y una clasificación infragenérica preliminar. In: Arnaldoa, Volume 10, Issue 1, 2003, S. 75–94. eingescannt bei biodiversitylibrary.org.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Caiophora bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PeruChecklist"> Caiophora bei Tropicos.org. In: Peru Checklist. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="BoliviaCatalogue"> Caiophora bei Tropicos.org. In: Bolivia Checklist. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="VascularPlantsAmericas"> Caiophora bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FU-Berlin">Maximilian Weigend: Familial and generic classification, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.online bei der FU Berlin. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 30. Juni 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www2.biologie.fu-berlin.de, letzter Zugriff am 28. September 2017</ref> <ref name="Presl1835"> Presl: Reliquiae Haenkeanae, ..., 1835: eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="AckermannWeigend2007"> Markus Ackermann, Maximilian Weigend: Notes on the genus Caiophora (Loasoideae, Loasaceae) in Chile and neighbouring countries. In: Darwiniana, Volume 45, Issue 1, San Isidro, 2007. Volltext online.</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Caiophora bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Marina Micaela Strelin, José Ignacio Arroyo, Stella Fliesswasser, Markus Ackermann: Diversification of Caiophora (Loasaceae subfam. Loasoideae) during the uplift of the Central Andes. In: Organisms Diversity & Evolution, Volume 17, Issue 1, März 2017, S. 29–41. doi:10.1007/s13127-016-0312-4
  • A. C. Slanis, M. C. Perea, A. Grau: Revisión taxonómica del género Caiophora (Loasaceae) para Argentina: C. sleumerii una nueva especie. In: Darwiniana, Nueva Serie 4, Nummer 2, 2016, S. 138–191.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Caiophora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien