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Calciumiodid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Calciumiodid
Vorlage:Farbe Ca2+ 0 Vorlage:Farbe I−
Allgemeines
Name Calciumiodid
Andere Namen
  • Calcium(II)-iodid
  • Calciumdidiodid
Verhältnisformel CaI2
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff<ref name="webelements">Calcium diiodide bei webelements.com.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-276-8
ECHA-InfoCard 100.030.238
PubChem 5462722
ChemSpider 59629
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 293,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,956 g·cm−3 (20 °C)<ref name="alfa" />

Schmelzpunkt

740 °C<ref name="alfa"/>

Siedepunkt

1100 °C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit

gut löslich in Wasser<ref name="alfa"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="alfa">Datenblatt Calcium iodide, ultra dry, 99.999% (metals basis) bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 302+352<ref name="alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Calciumiodid ist eine chemische Verbindung des Calciums und zählt zu den Iodiden. Es ist ein weißer, sich an der Luft langsam gelb färbender Feststoff.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch Reduktion von Calciumiodid mit Natrium gelang es Henri Moissan erstmals, reines Calcium zu gewinnen.<ref>Alain Tressaud: Henri Moissan: Chemie-Nobelpreisträger 1906. In: Angewandte Chemie. 2006, 118, S. 6946–6950, doi:10.1002/ange.200601600.</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Wasserhaltige Calciumiodide kristallisieren beim Einengen aus wässrigen Lösungen aus. Je nach Konzentration bildet sich dabei das Hexa- oder Tetrahydrat. Wasserfreies Calciumiodid lässt sich nicht durch Entwässerung des Hydrates gewinnen, stattdessen kann es aus einer Calciumhydroxid-Lösung und Iod dargestellt werden. Dabei bilden sich Calciumiodid und Calciumiodat, dieses wird danach reduziert.<ref name="Hager">Beate Blümer-Schwinum, Hermann Hager, Franz von Bruchhausen, E. Nürnberg, Peter Surman: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, Band 1-4. 5. Auflage, Birkhäuser, 1995, ISBN 978-3-540-52688-9, S. 607.</ref>

<math>\mathrm{6\ Ca(OH)_2 + 6\ I_2 \longrightarrow 5\ CaI_2 + Ca(IO_3)_2 + 5\ H_2O}</math>

Ein möglicher weiterer Weg zur Darstellung wasserfreien Calciumiodides ist die Zersetzung von Calciumoxalat mit Iod.<ref name="Hager"/>

<math>\mathrm{CaC_2O_4 + I_2 \longrightarrow CaI_2 + 2 CO_2 \uparrow}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

In ihren Eigenschaften unterscheiden sich das wasserfreie und wasserhaltige Calciumiodid deutlich. Die verschiedenen Hydrate sind leicht zerfließende, kristalline Massen, die schon bei 42 °C schmelzen, das heißt in ihrem eigenen Kristallwasser auflösen. Ist Calciumiodid-Hydrat im Kontakt mit Luft oder Licht, kann es Kohlenstoffdioxid aufnehmen bzw. Iod abgeben und verfärbt sich infolgedessen gelblich.<ref name="römpp">Eintrag zu Calciumiodid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Das wasserfreie Calciumiodid ist dagegen ein hochschmelzender kristalliner Feststoff, der in einer typischen Schichtstruktur, der hexagonalen Cadmiumiodid-Struktur kristallisiert. Im gasförmigen Zustand bildet es lineare Moleküle.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1241.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Calciumiodid ist wie Kaliumiodid ein Expektorans.<ref>Kenneth L. Becker, John P. Bilezikian: Principles and practice of endocrinology and metabolism. 3. Auflage, Lippincott Williams & Wilkins, 2001, ISBN 978-0-781-71750-2, S. 362.</ref>

In der Technik wird die Verbindung als Szintillationskristall und in Halogenlampen verwendet.<ref name="römpp"/>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Calciumfluorid | Calciumchlorid | Calciumbromid | Calciumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumiodid | Magnesiumiodid | Calciumiodid | Strontiumiodid | Bariumiodid | Radiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende