Callovium
Das Callovium (im Deutschen häufig verkürzt zu Callov, seltener auch Callovien) ist in der Erdgeschichte die oberste chronostratigraphische Stufe der Mitteljura-Serie des Jura. Das Callovium begann geochronologisch vor etwa Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! Millionen Jahren und endete vor etwa Vorlage:Str replace Millionen Jahren. Es folgt auf das Bathonium und wird vom Oxfordium, der untersten Stufe des Oberjura, abgelöst.
Namensgebung und Geschichte[Bearbeiten]
Der Begriff „Callovium“ wurde durch Alcide d’Orbigny 1852 eingeführt<ref>Encyclopedia Universalis</ref>. Es handelt sich um die latinisierte Form von Kellaways, einer Ortschaft in Wiltshire, England (nahe Chippenham). In England wurde für diese Schichtstufe auch der Begriff „Kelloway rock“ gebraucht.
Definition und GSSP[Bearbeiten]
Die Stufe beginnt mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattung Kepplerites (Macrocephalites-herveyi-Zone) im Fossilbericht. Sie endet mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Art Brightia thuouxensis an der Basis der ersten Ammonitenzone des Oxfordiums aus dem Oberjura. Ein GSSP (Typlokalität und Typprofil) wurde bisher noch nicht festgelegt.
Untergliederung des Callovium[Bearbeiten]
Das Callovium wird im Tethysbereich in sechs Ammoniten-Biozonen untergliedert:
- Quenstedtoceras lamberti
- Peltoceras athleta
- Erymnoceras coronatum
- Reineckeia anceps
- Macrocephalites gracilis
- Bullatimorphites bullatus
Für den englischen Oxford Clay gilt die Einteilung in sieben Zonen:
- Quenstedtoceras lamberti
- Peltoceras athleta
- Erymnoceras coronatum
- Kosmoceras jason
- Sigaloceras calloviense
- Proplanulites koenigi
- Macrocephalites herveyi
Die Stufe wird in drei Unterstufen unterteilt: Untercallovium, Mittelcallovium und Obercallovium.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Literatur[Bearbeiten]
- Felix M. Gradstein, James G. Ogg, Mark D. Schmitz & Gabi M. Ogg: Geologic Time Scale 2020, Vol. 2. Elsevier 2020 ISBN 978-0-12-824363-3
- Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278, Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.
- Alcide d’Orbigny: Paléontologie française. 1. Terrains oolitiques ou jurassiques. 642 S., Bertrand, Paris 1842
Weblinks[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.
- bib.telegrafenberg.de. Deutsche Stratigraphische Kommission, Manfred Menning, Hendrich, Andreas (Hrsg.): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2016, ISBN 978-3-9816597-7-1 (PDF)
- Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Stratigraphische Tabelle von Österreich (sedimentäre Schichtfolgen). Wien 2004 (PDF; 1,77 MB)
- International Chronostratigraphic Chart 2013 (PDF; 2,0 MB)