Caloplaca ochracea
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Caloplaca ochracea | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Caloplaca ochracea | ||||||||||||
| (Schaer.) Flagey |
Caloplaca ochracea (Schaer.) Flagey, Syn.: Xanthocarpia ochracea (Schaer.) A. Massal, ist eine Flechtenart aus der Familie der Teloschistaceae.<ref name=":1">Irish lichens - Caloplaca ochracea. Abgerufen am 27. November 2020.</ref>
Merkmale[Bearbeiten]
Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Caloplaca ochracea ist eine Krustenflechte, das heißt ihr Lager (Thallus) liegt eng auf der Unterlage auf.<ref name=":0" />
Der Thallus ist dünn bis endolithisch, matt, bildet keine deutliche Cortex aus<ref name=":2">Caloplaca ochracea (images of British lichens). Abgerufen am 27. November 2020.</ref>, ist glatt bis feinrissig, meist hellorange gefärbt, aber auch hellgelb, hellocker oder weißgrau mit gelblichen Flecken.<ref name=":0" /> Der Thallusrand zeigt einen schwarzen Prothallus.<ref name=":1" /><ref name=":2" /> Die Apothecien haben einen Durchmesser von bis zu 0,7 mm.<ref name=":0" /> Die Apothecienscheibe ist gelb bis braunoange und haben einen gelben bis orangefarbigen Eigenrand (Färbung des Eigenrands durch Anthrachinone).<ref name=":0" /> Die Apothecien sind nur sehr jung konkav, reif jedoch immer flach ausgebreitet.<ref name=":1" /><ref name=":0">Volkmar Wirth, Markus Hauck, Matthias Schultz: Die Flechten Deutschlands Bd. 1. Eugen UImer, Stuttgart (Hohenheim) 2013, ISBN 978-3-8001-5903-1, S. 1–672.</ref>
Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]
Die Sporen sind hyalin, 4-zellig und messen 11–19 µm × 5–9 µm.<ref name=":0" />
Tüpfelreaktion[Bearbeiten]
Der Thallus verfärbt sich beim Beträufeln mit Kalilauge purpurn (K+) und das Apothecium intensiv purpurn (K+). Die purourne Reaktion ist die Folge der Reaktion mit Anthrachinon-Pigmenten.<ref name=":0" />
Standort[Bearbeiten]
Caloplaca ochracea ist eine basiphile, jedoch nicht oder nur mäßig nitrophile Flechte. Sie besiedelt meist hartes Kalkgestein auf beregneten, nicht oder nur mäßig eutrophierten Schräg- und Vertikalflächen. Hierbei werden besonnte bis halbschattige Standorte bevorzugt.<ref name=":0" />
Verbreitung[Bearbeiten]
Caloplaca ochracea hat ein temperat-subozeanisches, bis in die montane Lage reichendes Verbreitungsgebiet und kommt in Deutschland vor allem im schwäbischen und fränkischen Jura vor. Einzelfunde sind auch aus dem im südlichen Hügelland der Oberrheinebene, der Eifel und dem Sauerland bekannt. Es handelt sich um eine seltene Art.<ref name=":0" />
Verwechslungsmöglichkeiten[Bearbeiten]
Aufgrund der in der Gattung einzigartigen vierzelligen Sporen ist Caloplaca ochracea unverwechselbar.<ref name=":0" /> Caloplaca dalmatica ist makroskopisch eine Verwechslungsart, lässt sich aber durch deren zweizelligen Sporen mit dem Mikroskop leicht unterscheiden.<ref name=":1" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />