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Camille Rast

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Camille Rast Vorlage:SportPicto
Camille Rast (2019)
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 9. Juli 1999 (27 Jahre)
Geburtsort Vétroz, Schweiz
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom
Verein SC Vétroz
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Silber 2026 Mailand Cortina Slalom
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold 2025 Saalbach Slalom
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold 2017 Åre Slalom
Gold 2018 Davos Mannschaft
Silber 2019 Fassatal Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 22. Oktober 2016
 Einzel-Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 3. (2025/26)
 Riesenslalomweltcup 2. (2025/26)
 Slalomweltcup 2. (2025/26)
 Parallelweltcup 25. (2021/22)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 1 2 1
 Slalom 3 3 2
 Mannschaft 0 1 0
letzte Änderung: 18. Februar 2026

Camille Rast (* 9. Juli 1999 in Vétroz<ref name="mot">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Le mot de Camille (Memento vom 2. Februar 2017 im Internet Archive). GPS Performance (französisch).</ref>) ist eine Schweizer Skirennfahrerin. Sie ist auf die Disziplinen Riesenslalom und Slalom spezialisiert. Ihr bisher grösster Erfolg ist der Gewinn der Goldmedaille im Slalom bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2025 in Saalbach.

Biografie[Bearbeiten]

Rast begann mit dem Skifahren noch vor ihrem zweiten Geburtstag und nahm bereits als Fünfjährige an Rennen teil.<ref name="mot" /> Im November 2015 trat sie im Alter von 16 Jahren erstmals zu FIS-Rennen an. Nach mehreren guten Ergebnissen folgten bereits zwei Monate später Einsätze im Europacup. Erstmals in die Punkteränge fuhr sie am 7. Januar 2016 beim Europacupslalom von Zinal. Eine Woche später gelang ihr der erste Sieg in einem FIS-Rennen. Zu Beginn der darauf folgenden Saison erhielt Rast im Alter von 17 Jahren ein Aufgebot für den Weltcup-Riesenslalom von Sölden am 22. Oktober 2016: Mit Startnummer 60 verpasste sie bei ihrer Weltcup-Premiere als 32. nur knapp die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Am 8. Dezember 2016 schaffte sie mit Platz 3 im Riesenslalom von Kvitfjell die erste Europacup-Podestplatzierung. Bei ihrem insgesamt fünften Weltcuprennen, dem Riesenslalom von Kronplatz am 24. Januar 2017, fuhr Rast überraschend auf den neunten Platz und gewann somit erstmals Weltcuppunkte.

Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2017 in Åre gewann Rast die Goldmedaille im Slalom, bei den Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Davos die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Einen grossen Teil der Saison 2017/18 konnte sie nicht bestreiten, da sie im Sommer zuvor an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war und eine längere Trainingspause einlegen musste.<ref>Rast fehlt die Kraft. In: SRF. 23. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.</ref> In der Saison 2018/19 konnte Rast wieder an ihre alten Erfolge anknüpfen; sie wurde an den Juniorenweltmeisterschaften 2019 im Fassatal Zweite im Riesenslalom. Bei den Schweizer Meisterschaften zu Ende der Saison feierte sie vor Wendy Holdener den Meistertitel im Riesenslalom. Tags darauf stürzte sie kurz vor der Zieleinfahrt des Slaloms, riss sich ein Kreuzband und verletzte sich zudem am Meniskus. Ein operativer Eingriff erfolgte erst nach einer längeren Rehabilitation.<ref>Camille Rast mit Kreuzband- und Innenbandriss. In: Aargauer Zeitung. 25. März 2019, abgerufen am 7. April 2019.</ref>

Zu Beginn der Saison 2020/21 gab Rast ihr Comeback. Sie gewann zunächst ein FIS-Rennen und erzielte zwei Europacup-Podestplätze, während zählbare Ergebnisse im Weltcup zunächst ausblieben. Am 12. Januar 2021 fuhr sie im Weltcupslalom von Flachau mit der hohen Startnummer 57 auf den sechsten Platz und qualifizierte sich damit auch für die Weltmeisterschaften in Cortina d’Ampezzo, wo sie den achten Platz belegte. Am 11. Januar 2022 fuhr sie im Slalom von Schladming auf Platz vier; dieses Ergebnis egalisierte sie am 21. Januar 2024 im Slalom von Jasná.

Zu Beginn der Saison 2024/25 stand Rast am 23. November 2024 als Dritte des Slaloms von Gurgl erstmals auf dem Podest. Eine Woche später erreichte sie in Killington auch ihr erstes Podest in der Disziplin Riesenslalom. Am darauffolgenden 1. Dezember 2024 gewann Rast auf demselben Hang im Slalom ihr erstes Weltcuprennen.

Am 14. Januar 2025 feierte Rast im Slalom in Flachau ihren zweiten Weltcupsieg. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 2025 in Saalbach wurde sie am 15. Februar in dieser Disziplin Weltmeisterin.<ref>Sportschau: Überraschung im Slalom - Camille Rast ist Weltmeisterin sportschau.de, 15. Februar 2025, abgerufen am 15. Februar 2025</ref> Zuletzt hatte 34 Jahre zuvor mit Vreni Schneider eine Schweizerin die WM-Goldmedaille im Slalom gewonnen.

In der Saison 2025/26 wurde Rast im Slalom in Courchevel am 16. Dezember 2025 Zweite hinter Mikaela Shiffrin.<ref>Shiffrin gewinnt Courchevel-Slalom mit Riesenvorsprung. derstandard.at, 16. Dezember 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref> Beim Riesenslalom auf dem Semmering am 27. Dezember 2025 stand sie als Zweite hinter Julia Scheib auf dem Podest.<ref>Es fehlt nur wenig zum Sieg: Camille Rast wird Zweite im Riesenslalom von Semmering. 27. Dezember 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref> Beim Slalom am darauffolgenden Tag musste sie sich nach der Führung im ersten Durchgang Shiffrin nur um 9 Hundertstelsekunden geschlagen geben.<ref>Ski alpin: Shiffrin sorgt nach Protest für Schlagzeilen. In: sport.orf.at. ORF, 28. Dezember 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref> Beim ersten Rennen im Jahr 2026 am 3. Januar feierte Rast im slowenischen Kranjska Gora ihren ersten Saisonsieg und gewann damit erstmals ein Weltcuprennen im Riesenslalom.<ref>Ski alpin: Nur Rast verhindert Hattrick von Scheib. In: sport.orf.at. ORF, 3. Januar 2026, abgerufen am 4. Januar 2026.</ref> Am folgenden Tag konnte sie dort auch den Slalom vor Shiffrin, die sich erstmals in dieser Saison im Slalom geschlagen geben musste, für sich entscheiden.<ref>Ski alpin: Furiose Rast bricht Shiffrins Slalom-Serie. In: sport.orf.at. ORF, 4. Januar 2026, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina gewann sie am 18. Februar im Slalom die Silbermedaille. Sie musste sich nur Mikaela Shiffrin geschlagen geben.<ref>Endstand des Olympiaslaloms. In: sport.orf.at. ORF, 18. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref><ref>Karl Huber: Shiffrin schreibt mit Gold Geschichte. In: sport.orf.at. ORF, 18. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref>

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten]

Saison Gesamt Riesenslalom Slalom Parallel
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2016/17 90. 29 35. 29 – – – –
2017/18 117. 9 43. 9 – – – –
2018/19 120. 8 49. 8 – – – –
2020/21 52. 103 49. 10 20. 93 – –
2021/22 38. 231 16. 119 20. 106 25. 6
2022/23 52. 145 31. 48 25. 97 – –
2023/24 20. 412 20. 122 9. 290 – –
2024/25 6. 736 10. 244 3. 492 – –
2025/26 3. 1049 2. 511 2. 538 – –

Weltcupsiege[Bearbeiten]

  • 12 Podestplätze in Einzelrennen, davon 4 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
1. Dezember 2024 Killington USA Slalom
14. Januar 2025 Flachau Österreich Slalom
3. Januar 2026 Kranjska Gora Slowenien Riesenslalom
4. Januar 2026 Kranjska Gora Slowenien Slalom

Europacup[Bearbeiten]

  • Saison 2016/17: 9. Gesamtwertung, 5. Slalomwertung, 8. Riesenslalomwertung
  • Saison 2021/22: 10. Riesenslalomwertung
  • 6 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
19. März 2017 Innichen Italien Slalom
12. Dezember 2021 Andalo Italien Riesenslalom

South American Cup[Bearbeiten]

  • Saison 2023: 5. Slalomwertung
  • 3 Platzierungen unter den besten fünf, davon 2 Podestplätze

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

  • Åre 2017: 1. Slalom, 4. Kombination, 12. Riesenslalom, 14. Super-G
  • Davos 2018: 1. Mannschaftswettbewerb, DNF Slalom
  • Fassatal 2019: 2. Riesenslalom, 6. Slalom, 9. Alpine Kombination, 24. Super-G

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Camille Rast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1931: Esmé MacKinnon | 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Anny Rüegg | 1936: Gerda Paumgarten | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Gretchen Fraser | 1950: Dagmar Rom | 1952: Andrea Mead-Lawrence | 1954: Trude Klecker | 1956: Renée Colliard | 1958: Inger Bjørnbakken | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marianne Jahn | 1964: Christine Goitschel | 1966: Annie Famose | 1968: Marielle Goitschel | 1970: Ingrid Lafforgue | 1972: Barbara Ann Cochran | 1974: Hanni Wenzel | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Lea Sölkner | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Perrine Pelen | 1987: Erika Hess | 1989: Mateja Svet | 1991: Vreni Schneider | 1993: Karin Buder | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Deborah Compagnoni | 1999: Zali Steggall | 2001: Anja Pärson | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Šárka Záhrobská | 2009: Maria Riesch | 2011: Marlies Schild | 2013: Mikaela Shiffrin | 2015: Mikaela Shiffrin | 2017: Mikaela Shiffrin | 2019: Mikaela Shiffrin | 2021: Katharina Liensberger | 2023: Laurence St-Germain | 2025: Camille Rast Vorlage:Klappleiste/Ende