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Canavalia

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Canavalia
Datei:Canava1.jpg

Jackbohne (Canavalia ensiformis)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Phaseoleae
Gattung: Canavalia
Wissenschaftlicher Name
Canavalia
Adans.

Canavalia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="FoC2010" /><ref name="Snak2016" /> Die 46 bis 60 Canavalia-Arten sind in von den Subtropen bis Tropen fast weltweit verbreitet.<ref name="Snak2016" /> Es ist eine der Gattungen der Faboideae, deren Arten Bohnen genannt und als Nahrungsmittel genutzt werden.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Datei:Canavalia gladiata Blanco2.449-cropped.jpg
Illustration der Schwertbohne (Canavalia gladiata)
Datei:Starr 040423-0251 Canavalia cathartica.jpg
Blüten von Canavalia cathartica
Datei:Canavalia cathartica Blanco2.319.png
Illustration von Canavalia cathartica
Datei:Starr 070321-6004 Canavalia cathartica.jpg
Hülsenfrüchte von Canavalia cathartica
Datei:Starr 041028-0197 Canavalia cathartica.jpg
Samen von Canavalia cathartica

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Canavalia-Arten wachsen als kriechende, kletternde oder selbständig aufrechte, einjährige ausdauernde krautige Pflanzen,<ref name="FoC2010" /> oder verholzende Pflanzen: Sträucher oder Lianen; sie können immergrün oder laubabwerfend sein. Harz kann vorhanden sein. Sie sind nicht mit Stacheln oder Dornen bewehrt. Die kletternden Arten winden sich gegen den Uhrzeigersinn empor. Einige Arten entwickeln Wurzelknollen.

Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind Blattstiel und -spreite gegliedert. Die krautigen oder ledrigen Blattspreiten sind meist unpaarig gefiedert. Es sind drei Fiederblättchen vorhanden, die Blattspreiten sind also dreiteilig. Die flachen Fiederblättchen sind ganzrandig und 4 bis 15 Zentimeter lang. Die zwei beständigen oder früh abfallenden Nebenblätter sind untereinander frei und nicht mit dem Blattstiel verwachsen, manchmal sind sie nur winzig und schuppenförmig.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen zu zweit bis sechst in Büscheln an den geschwollenen Nodien der seitenständigen, zusammengesetzten scheintraubigen Blütenständen zusammen. Es sind Tragblätter und früh abfallende, kleine Deckblätter vorhanden. Es sind Blütenstiele vorhande.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind verwachsen mit zwei Kelchlippen, wobei die Kelchlippen höchstens so lang sind wie die aufrechte Kelchröhre. Die obere Kelchlippe besteht aus zwei teilweise verwachsen, längeren Kelchlappen; die untere Kelchlippe besteht aus drei kürzeren Kelchlappen. Die Farben der Kronblätter reichen von rosa- bis purpurfarben. Die Blütenkronen besitzen den typischen Aufbau der Schmetterlingsblüten. Es sind fünf Kronblätter vorhanden, die genagelt sein können. Die zwei unteren Kronblätter sind zum Schiffchen verwachsen; bei einigen Arten sind auch zwei weitere Kronblätter verwachsen. Die normal entwickelte Fahne ist nicht gespornt, aber an ihrer Basis geöhrt und besitzt Anhängsel. Die zwei Flügel sind nicht mit dem Schiffchen verwachsen und besitzen keinen Sporn. Das Schiffchen besitzt auch keinen Sporn und ist typisch gestaltet; bei manchen Arten ist ein nach innen gedrehter Schnabel vorhanden. Die zehn fertilen Staubblätter sind nicht mit den Kronblättern verwachsen und es wechseln deutlich längere mit kürzeren ab. Von den zehn fertilen Staubblättern sind alle oder neun Staubfäden zu einer Röhre verwachsen, aber nicht mit den Kronblättern verwachsen. Es sind Nektardrüsen auf dem Diskus vorhanden. Die einzelnen oberständigen Fruchtblätter enthalten zwei bis 15 Samenanlagen. Der gekrümmte Griffel ist behaart aber nicht bärtig, mit kleiner Narbe. Manchmal ist ein Gynophor ausgebildet.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die geraden bis gekrümmten Hülsenfrüchte weisen eine Länge von 7 bis 22 Zentimeter auf. Die Hülsenfrüchte sind nicht zwischen den Samen septiert und mehr oder weniger oder nicht eingeschnürt. Jede Frucht enthält vier bis 15 Samen. Die nicht kantigen Samen können einen Arillus besitzen.

Ökologie[Bearbeiten]

Die Bestäubung erfolgt über Insekten hauptsächlich sind es Hymenoptera (Entomophilie). Die Ausbreitungseinheit (Diaspore) ist der Same.

Datei:Canavalia lineata (sagar-abai) in AP W IMG 3275.jpg
Canavalia lineata
Datei:Canavalia napaliensis (6259061207).jpg
Blüten von Canavalia napaliensis
Datei:Starr 030202-0117 Canavalia pubescens.jpg
Habitus von Canavalia pubescens
Datei:Starr 040410-0106 Canavalia pubescens.jpg
Blüten von Canavalia pubescens
Datei:Starr 040527-0031 Canavalia pubescens.jpg
Hülsenfrucht von Canavalia pubescens
Datei:Starr 040410-0115 Canavalia pubescens.jpg
Samen von Canavalia pubescens
Datei:Bay Bean Flower Gnawed.JPG
Canavalia rosea
Datei:Canavalia sericea.jpg
Habitus, Laubblätter, Blütenstände und Hülsenfrüchte von Canavalia sericea

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung der Gattung erfolgte 1763 durch Michel Adanson als Canavali in Familles des plantes, 2, S. 325, 531 – heute gültig (I.C.B.N., 1983, No. 3891) ist die Schreibweise Canavalia, die 1825 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis, 2, S. 403 veröffentlicht wurde.<ref name="FoP" /><ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Canavalia ist abgeleitet aus dem an der Malabarküste benutzten Trivialnamen der Art Canavalia ensiformis: „kanna-valli“ direkt übersetzt etwa „Waldkletterer“. Viele Arten gehörten früher zur Gattung Dolichos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. Synonyme für Canavalia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans. sind Clementea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav., Cryptophaeseolus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze und Wenderothia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schltdl.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Canavalia gehört zur Subtribus Diocleinae der Tribus Phaseoleae in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Die Gattung Canavalia hat ein weites Verbreitungsgebiet; es gibt Arten in den Tropen und Subtropen weltweit.

Die bei Snak et al. 2016 etwa 60 Arten werden in vier Untergattungen eingeordnet:<ref name="Snak2016" />

  • Untergattung Canavalia: Sie ist pantropisch verbreitet.<ref name="Snak2016" />
  • Untergattung Catodonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.D.Sauer: Sie ist hauptsächlich neotropisch verbreitet; nur eine Art kommt in der Paläotropis vor.<ref name="Snak2016" />
  • Untergattung Maunaloa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.D.Sauer: Sie kommt nur auf hawaiianischen Inseln vor.<ref name="Snak2016" />
  • Untergattung Wenderothia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schltdl.) J.D.Sauer: Sie ist rein neotropisch verbreitet.<ref name="Snak2016" />

Es gibt 46 bis 51 Canavalia-Arten (Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="ILDIS" />

Nicht mehr zur Gattung gehört<ref name="GRIN" />:

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten werden zur Produktion von Nahrungsmitteln kultiviert:

Da sie Stickstoff fixieren (Rhizobium-Wurzelknöllchen), sind sie wichtig zur Bodenverbesserung.

Vor allem in Mexiko wird die Strandbohne oder Meeresbohne (Canavalia rosea (Sw.) DC., Syn.: Canavalia maritima Thouars) als Halluzinogen (Wirkstoff: L-Betonicin) verwendet<ref>Canavalia maritima.</ref>; manchmal Bestandteil der Droge „Spice“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Information zu „Spice“. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. April 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jugendamt.nuernberg.de</ref>.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Cristiane Snak, Mohammad Vatanparast, Christian Silva, Gwilym Peter Lewis, Matt Lavine, Tadashi Kajita, Luciano Paganucci de Queiroz: A dated phylogeny of the papilionoid legume genus Canavalia reveals recent diversification by a pantropical liana lineage. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 98, Mai 2016, S. 133–146. doi:10.1016/j.ympev.2016.02.001
  • S. I. Ali: Papilionaceae.: Canavalia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum
  • Leslie Watson: Papilionaceae in der Western Australian Flora, 2008: Canavalia - Online.
  • C. Gardner: Fabaceae in der New South Wales Flora Online: Canavalia - Online.
  • G. Lewis et al.: Legumes of the world. (Leg World), 2005, 396.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Canavalia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoP"> S. I. Ali: Papilionaceae.: Canavalia bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Canavalia bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="in149-151"> Ivan C. Nielsen: A new inland species of Canavalia (Leguminosae, Papilionoideae) from New Caledonia. in Adansonia, Sér. 3, 26, 2, 2004, S. 149–151: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Online. (Memento vom 8. August 2011 im Internet Archive) (PDF; 669 kB) </ref> <ref name="FoC2010"> Delin Wu, Mats Thulin: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 10: Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Canavalia Adanson. S. 198–199 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Snak2016"> Cristiane Snak, Mohammad Vatanparast, Christian Silva, Gwilym Peter Lewis, Matt Lavine, Tadashi Kajita, Luciano Paganucci de Queiroz: A dated phylogeny of the papilionoid legume genus Canavalia reveals recent diversification by a pantropical liana lineage. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 98, Mai 2016, S. 133–146. doi:10.1016/j.ympev.2016.02.001 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Canavalia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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