Cannone da 149/23 modello 1877
| Cannone da 149/23 modello 1877 | |
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| Allgemeine Angaben | |
| Militärische Bezeichnung | 149G (später 149/23) |
| Herstellerbezeichnung | 15 GRC Ret (Ansaldo) |
| Entwickler/Hersteller | Ansaldo, Arsenale di Torino |
| Entwicklungsjahr | 1877 |
| Produktionszeit | 1882 bis 1918 |
| Stückzahl | > mind. 410 |
| Waffenkategorie | Belagerungs-/Festungskanone |
| Technische Daten | |
| Gesamtlänge | x mm |
| Rohrlänge | 3427 mm (inkl. Verschluss 3980) |
| Kaliber | 149 mm |
| Kaliberlänge | L/23 (ital.) |
| Anzahl Züge | 36 |
| Drall | links |
| Kadenz | x Schuss/min |
| Höhenrichtbereich | −10° bis +35 Winkelgrad |
| Seitenrichtbereich | 0° |
| Ausstattung | |
| Munitionszufuhr | Manuell |
Die Cannone da 149 G (G für Ghisa = Gusseisen) ist eine italienische Kanone, die 1882 als Cannone 15 GRC/ret der italienischen Armee vorgeführt wurde.<ref>Luca Girotto: 1866–1918 soldati e fortezza tra Asiago ed il Grappa. ISBN 978-88-8130-080-8, S. 63.</ref> Die in der Literatur am weitesten verbreitete Bezeichnung ist allerdings Cannone da 149/23 modello 1877, da die Waffe in diesem Jahr offiziell als Belagerungs- und Festungsgeschütz eingeführt wurde und diese Benennung während der großen Produktionsphase im Ersten Weltkrieg üblich war.
Technische Beschreibung[Bearbeiten]
Betrachtet auf den Entwicklungszeitpunkt ist es ein solide entworfenes und zeitgemäßes Geschütz im für Landgeschütze oberen Kaliberbereich. Zeitgemäß war das Rohr bereits als Mantelrohr gefertigt, bei dem das Kernrohr aus Gusseisen gefertigt ist, während der Mantel aus Schmiedeeisen hergestellt wurde.
Das Innenrohr weist 36 Züge mit Linksdrall auf. Ein Schraubenverschluss mit einer elastischen Liderung ermöglicht die Zuführung von Geschoss und Ladung von der hinteren Rohrseite.
Die großen Schildzapfen sind am vorderen, oberen Ende des starren Lafettenrahmens in einer ein Drittel des Radius des Schildzapfen abdeckenden Lagerung platziert. Dies ist eine ausreichend große Fläche um die starken Rückstoßkräfte beim Schuss in die Unterlafette abzuleiten. Da um 1880 noch keine Rohrrücklaufbremsen zur Verfügung stand, wurden der Rücklauf des auf Rädern stehenden Geschütz nach dem Schuss durch zwei Elemente reduziert. Sogenannte Auflaufkeile ermöglichten den möglichst mit einer Kette aus Radschuhen versehenen Holzrädern die stärkere Ableitung der horizontalen Kraft. Zusätzlich war der Geschützsporn (Ende des Holm) in einem großen Holzkasten abgelegt, der als schwerer, großflächiger Schlitten die Rollrichtung bestimmte und auch mitbremste. Nach dem Ableiten der Rückstoßkräfte rollt das Geschütz zurück nach vorne in seine Ausgangsposition.
Da diese Technik nach jedem Schuss einen neuen Richtvorgang erfordert, ist die Feuerrate von Geschützen dieses Typs naturgemäß niedrig.
Ergänzende technische Daten[Bearbeiten]
Die Technischen Daten beziehen sich auf die ursprüngliche Version. Da das Geschütz im Laufe der Jahre mehrfach modifiziert wurde, können sich im Einzelfall auch andere Daten ergeben.
- Rohrgewicht (einschließlich Verschluss): ca. 3300 kg
- Schussweite je nach Geschoss und Ladung zwischen 2000 und 9300 m
Einsatz[Bearbeiten]
Das Geschütz war in den unterschiedlichsten Ausführungen bis Ende des Ersten Weltkrieges im Einsatz. Auf Grund seiner Kalibergröße gehörte es zur mittelschweren Artillerie. Typische Verwendungen waren:
- als Feldgeschütz auf einen Räderlafette
- als Batteriegeschütz im stationären Einbau auf einer Vorderpivot-Rahmenlafette
- als Panzergeschütz unter Stahlkuppeln.
Literatur[Bearbeiten]
- Ian Hogg: Artillerie des 20. Jahrhunderts. Gondromverlag, Bindlach 2001, ISBN 3-8112-1878-6.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Artillerie Italiens im Ersten Weltkrieg